• 28.05.2009, 09:34:03
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31. Mai 2009: Weltnichtrauchertag - Atemlos durch Passivrauch! - BILD

Ratgeber der Österreichischen Krebshilfe für Raucher, Nichtraucher und Passivraucher

Wien (OTS) - Zum Weltnichtrauchertag schlägt die Österreichische
Krebshilfe einmal mehr Alarm: Täglich sterben mehr als zwei
Österreicher an den Folgen von Passivrauch. Vielen Menschen ist die
Gefährlichkeit des Passivrauchs aber noch immer nicht bewusst. Die
Krebshilfe fordert alle Verantwortlichen auf, Nichtraucher sowie vor
allem Kinder und Jugendliche vor Passivrauch zu schützen.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, wie gefährlich Passivrauchen
ist. Mit jeder brennenden Zigarette gelangt eine Vielzahl von
tödlichen Substanzen in die Luft. In Innenräumen kann das fatale
Folgen haben: Das europäische Expertenforum "Smoke Free Partnership"
berichtet von jährlich rund 79.500 Menschen, die in den 25 EU-Ländern
an den Folgen des Passivrauchens sterben. Darüber hinaus erhöht
langjähriges Passivrauchen das Risiko einer chronisch obstruktiven
Lungenerkrankung (COPD) um 48 %. "Nichtraucher, vor allem Kinder und
Jugendliche müssen unbedingt vor Passivrauch geschützt werden,"
fordert Krebshilfe Präsident Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda. "Wir
appellieren daher nicht nur an Eltern und Erziehungsberechtigte,
sondern auch an Entscheidungsträger der öffentlichen Hand, diesen
Bevölkerungsgruppen das Recht auf eine rauchfreie Umgebung zu
garantieren," so Sevelda.

Risiko-Multiplikator Passivrauch

Rauchen und Passivrauchen ergeben in Kombination mit weiterer
Schadstoffbelastung einen gefährlichen Mix: "Chronische Bronchitis-
und Lungenemphysemformen werden zu 80 % durch Tabakkonsum - aktiv wie
passiv - hervorgerufen," erklärt der Pneumologe und Präsident der
Krebshilfe Oberösterreich Prim. Dr. Herwig Schinko. "Kommt zum
Tabakkonsum eine oder mehrere Schadstoffbelastungen dazu - wie
beispielsweise am Arbeitsplatz eines Schweißers, Lackierers etc. -
erhöht sich das COPD-Risiko um das 14-fache!". Eine auf der
'International ATS Conference' in San Diego im Mai 2009 präsentierte
Studie zeigt deutlich: Schadstoffbelastung alleine erhöht das
COPD-Risiko um das 2-fache, Rauchen um das 6-7-fache. Die Kombination
aus Schadstoffbelastung und Rauchen jedoch lässt das Risiko auf das
14-fache hinaufschnellen.

Besonders gefährlich ist Passivrauch für Asthma-Patienten. Die
medikamentöse Asthmakontrolle wird dadurch erschwert. Dramatisch ist
die Situation bei Kindern. "Asthma-Kinder werden durch rauchende
Eltern extrem belastet," so der Pneumologe Schinko. "Rauchen die
Eltern, ist die Effektivität der Behandlung des Asthma-Kindes
wesentlich eingeschränkt."

"Giftcocktail" Passivrauch

Von den über 4.800 verschiedenen Substanzen, die im
Zigarettenrauch enthalten sind, sind über 60 krebserregend. Diese
Substanzen werden nicht nur durch das aktive Rauchen aufgenommen.
Sowohl durch den Nebenstromrauch, der von der glimmenden Zigarette in
den Rauchpausen ausströmt, als auch durch den vom Raucher wieder
ausgeatmeten Hauptstromrauch gelangen die so genannten
Tabakfeinstaubpartikel in die Luft. Den größten Teil (85 %) des
Zigarettenrauchs in der Raumluft macht der Nebenstromrauch aus. Er
hat die gleiche Zusammensetzung wie der vom Raucher eingesogene
Hauptstromrauch, enthält aber Schadstoffe in höherer Konzentration.

Krebshilfe-Broschüre "Ratgeber für Raucher, Nichtraucher und
Passivraucher":

Die Broschüre der Österreichischen Krebshilfe ist kostenlos unter
[email protected] oder 01/7966450 bzw. zum Download auf
www.krebshilfe.net erhältlich.

Österreichische Krebshilfe
Präsident: Univ. Prof. Dr. Paul Sevelda
Geschäftsführung: Doris Kiefhaber
Wolfengasse 4, 1010 Wien, Tel. 01/7966450, Fax: 01/7966450-9
E-Mail: [email protected], www.krebshilfe.net

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at .

Rückfragehinweis:
Mag. Martina Löwe - Kommunikationsfachfrau
Wolfengasse 4/9, 1010 Wien
Tel.: 01/796645050, mailto:[email protected]

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