• 26.05.2009, 16:05:20
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Konferenz in Wien: "Die Europäische Union als Motor europäischer Solidarität"

Wien (OTS) - Heute Nachmittag wurde in Wien die dritte
Regionalkonferenz Südosteuropa der Europäischen Senioren Union (ESU)
gemeinsam mit dem Österreichischen Seniorenbund (ÖSB) und der
Europäischen Volkspartei (EVP) in der Politischen Akademie der ÖVP
eröffnet. Mehr als 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren aus
Bulgarien, Deutschland, Estland, Lettland, Österreich, Schweden,
Slowakei, Slowenien, Spanien, Südtirol, Tschechien, Ungarn,
Weißrussland und Zypern gekommen. Grußworte kamen vom Generalsekretär
der ÖVP, DI Fritz Kaltenegger und dem Direktor der Politischen
Akademie der ÖVP, Dr. Dietmar Halper. Die Einführung in die Konferenz
nahmen Dr. Andreas Khol und Dr. Bernhard Worms vor.

Khol: "In unserer Jungend war die Europäische Union die Lösung, heute
behaupten viele, sie sei selbst zum Problem geworden"

Der Bundesobmann des Österreichischen Seniorenbundes, Präsident
des Österreichischen Seniorenrates und Mitglied des Exekutiv Komitees
der ESU, Dr. Andreas Khol, gedachte in seinen einleitenden Worten
Ing. Wilhelm Mohaupt, dem 2007 verstorbenen Gründervater der ESU und
bedankte sich vor allem bei Dr. Marilies Flemming, Vizepräsidentin
der ESU und Europabeauftragte des ÖSB, für die alljährliche
Organisation dieser wichtigen Veranstaltung.

In der Jugendzeit der heutigen Senioren waren Friede, Sicherheit
und Wohlstand noch Träume gewesen und die Europäische Union die
hoffnungsfrohe Lösung. 2009 würden viele Menschen die Europäische
Union als das Problem bezeichnen und daher nicht zur Wahl gehen
wollen. Khol bekräftigt zu den Europawahlen: "Wir Christdemokraten
haben auf diese Probleme heute wie gestern die Lösungen. In
Österreich haben wir einen eigenen Senioren-Kandidaten, Heinz Becker,
weil wir darauf bestehen, dass wir unsere Anliegen mit Sitz und
Stimme im Europaparlament selbst vertreten können."

Worms: "Jeder Ausbau gelingt nur dann, wenn das Fundament aus Felsen
ist"

Der Präsident der Europäischen Seniorenunion, ehemaliger deutscher
Staatssekretär, Dr. Bernhard Worms, nahm vor allem grundsätzliche
Bewertungen vor, die zur Arbeitsgrundlage der zwei Arbeitstage werden
sollten: "Das christliche Menschenbild setzt drei Kraftquellen
voraus: Personalität, Subsidiarität und Solidarität, wobei wir bei
diesem Kongress den dritten Bereich, die Solidarität, zu unserem
Mittelpunkt machen wollen."

"Es gilt, den heutigen Stand zu festigen, die Stabilität des Euro
zu sichern, notwendige Rahmenbedingungen für Innovationen in
Wissenschaft und Technik, für kalkulierbare Finanzmärke und
leistungsfähige Bildungssysteme zu schaffen. Dies erreicht Politik
nur dann, wenn sie gegenüber jedermann klar sagt, wo Grenzen sind",
beschreibt Worms die Aufgabe von Politik.

"Das Europa, das wir wollen, basiert auf Solidarität. Doch wir
müssen klar aussprechen, was dies bedeutet. Wir müssen klären, was
wir wollen und was nicht", gibt Worms einen klaren Arbeitsauftrag für
den zweitägigen Kongress. "Würden wir zum Beispiel alle Renten
(Pensionen) in Europa auf Deutsches Niveau anheben, würde dies -
konservativ geschätzt - bedeuten, eine Billion (!) Euro pro Jahr an
Prämien zu entrichten", gibt der ESU-Präsident ein eindrucksvolles
Bespiel für die Auswirkungen so mancher Forderung, die nun - auch im
Zuge des Wahlkampfes - im Raum stehe.

Bis morgen, Mittwoch, Nachmittag werden die Teilnehmerinnen und
Teilnehmer das Thema "Die Europäische Union als Motor europäischer
Solidarität" diskutieren und die Ergebnisse später der Öffentlichkeit
präsentieren. Am morgigen zweiten Kongresstag werden als Vortragende
der ehemalige Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel, der
Europa-Seniorenkandidat des Österreichischen Seniorenbundes Heinz K.
Becker und Dr. Walter Ender, Europa-Kandidat und
Landesobmann-Stellvertreter des Vorarlberger Seniorenbundes erwartet.
Zusammenfassende Schlussworte wird Dr. Andreas Khol sprechen.

Die Vertreter der Medien sind dabei selbstverständlich herzlich
willkommen.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Seniorenbund
Susanne Kofler
Mobil: 0650-581-78-82
mailto:[email protected]

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