- 16.05.2009, 08:49:00
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Grünewald: Hahn muss CERN-Entscheidung revidieren oder neue Finanzierungsform finden
Grüne regen gemeinsame Finanzierung durch die Ministerien Wissenschaft, Wirtschaft und BMVIT an
Wien (OTS) - Der völlig unüberlegte Ausstieg aus CERN muss
rückgängig gemacht werden. Die Kritik daran wird jeden Tag breiter,
mittlerweile kommt sie schon aus den eigenen ÖVP-Reihen, wenn etwa LH
Pröll Hahn mit einem 'unglaublichen Konflikt' droht.
"Wissenschaftsminister Hahn muss seine Entscheidung sofort rückgängig
machen oder aber zumindest eine andere Finanzierung auf die Beine
stellen. Weshalb sollten sich nicht die betroffenen Ministerien
Wissenschaft, Wirtschaft und BMVIT die Kosten teilen? CERN ist nicht
nur Grundlagenforschung, sondern zeitigt auch zahlreiche spin offs
zur wirtschaftlichen Anwendung und eine klare Schiene zu
anwendungsorientierter Forschung", begründet Kurt Grünewald,
Wissenschaftssprecher der Grünen. Nicht grundlos hätten sich daher
auch Wirtschaftskammer und Industriellenvereinigung den Forderungen
der WissenschafterInnen angeschlossen. Es zeigt sich dass es viel
mehr Betroffene gibt als vorerst angenommen.
Damit könnte auch bewiesen werden, dass das Denken und die
Verantwortung nicht an den Grenzen von Ministerien und Parteien halt
macht. "Ich ersuche daher BM Hahn eindringlich, entweder seine
Entscheidung zu revidieren oder eben Gespräche in Richtung einer
gemeinsamen Finanzierung aufzunehmen", so Grünewald. Die Auswirkungen
auf den Forschungsstandort Österreich beschränken sich nämlich
keineswegs auf die Teilchenphysik, warnt Grünewald. "Wenn knappe
Budgets nun zu einer Art Kannibalismus zwischen
Wissenschaftsdisziplinen führen, wird nur die Neidgenossenschaft
geschürt. Notwendig wäre aber der solidarische Kampf aller
WissenschafterInnen um eine ausreichende Forschungsfinanzierung",
hält Grünewald fest.
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]
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