- 15.05.2009, 10:02:51
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RFS: CERN-Ausstieg ist konsequente Fortführung von Hahns desaströser Bildungspolitik
Lieber andere internationale Mitgliedschaften wie EURATOM hinterfragen
Wien (OTS) - Der Ring Freiheitlicher Studenten kritisiert den von
Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) angekündigten Ausstieg aus
der Europäischen Organisation für Kernforschung (CERN). Philipp
Schrangl, Bundesobmann und Spitzenkandidat des RFS bei den ÖH-Wahlen:
"Es kann nicht sein, dass ein Forschungsprojekt von derart
herausragender Dimension geopfert wird, um andere Projekte zu
finanzieren." Der Mitgliedsbeitrag von 16 Millionen Euro entspreche
nur 0,47 Prozent des Wissenschaftsbudgets, da müsse es andere
Alternativen geben, meint Schrangl: "Bei der Rettung der Banken
sitzen die Milliarden locker, aber im zukunftsentscheidenden
Bildungssektor wird jeder Euro dreimal umgedreht."
"Nicht nur die Politik von Bundesminister Hahn, sondern auch jene von
Finanzminister Pröll und die der gesamten Bundesregierung führen in
Österreich zu einem irreparablen Schaden", so Schrangl über die
derzeitige Situation im österreichischen Bildungs- und
Forschungssektor. Der geplante CERN-Ausstieg käme unter diesem
Wissenschaftsminister aber auch nicht verwunderlich. Hahn wolle
offenbar die Studenten für die Abschaffung der Studiengebühren
strafen, indem er die Universitäten budegtär aushungere. "Dass er
dann auch noch den trotz widriger Bedingungen exzellent ausgebildeten
Wissenschaftern die Teilnahme an der internationalen Spitzenforschung
verwehrt, ist nur eine konsequente Weiterentwicklung dieser
desaströsen Bildungspolitik", so der RFS-Vorsitzende.
Schrangl unterstützt zudem die Forderung des
FPÖ-Wissenschaftssprechers und Dritten Nationalratspräsidenten Martin
Graf, sämtliche internationale Mitgliedschaften Österreichs auf ihre
Sinnhaftigkeit zu überprüfen. Graf hatte dies auf seiner
Internet-Seite www.unzensuriert.at gefordert und unter anderem auf 40
Millionen Euro jährlich für die Europäische Atomgemeinschaft
(EURATOM) hingewiesen. "Da werden sich bestimmt noch weitere
sinnvolle Sparpotentiale finden lassen, mit denen man Österreichs
CERN-Mitgliedschaft auf Jahre hinaus finanzieren könnte", gab sich
Schrangl überzeugt.
Rückfragehinweis:
FPÖ
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