ACHTUNG KORREKTUR zu OTS0054 RÜCKFRAGEHINWEIS: WKÖ begrüßt finanzielle Unterstützung des österreichischen Werberates durch die Politik

Hochhauser: "Selbstregulierung ist verpflichtenden gesetzlichen Regelungen jedenfalls vorzuziehen" - Medienförderung für Private "wichtiges und richtiges Signal"

Wien (PWK377) - "Die finanzielle Unterstützung des Werberates ist ein klares Signal für die Bedeutung der Werbewirtschaft als Wirtschaftsfaktor und ihre Fähigkeit zur Selbstregulierung", begrüßt Anna Maria Hochhauser, Generalsekretärin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), einen entsprechenden Beschluss des Parlaments von gestern Donnerstag. Demnach erhält der Werberat in den Jahren 2009 und 2010 jeweils 50.000 Euro. "Damit hat das Finanzressort die finanzielle Basis dafür gelegt, dass der Werberat seine bisherigen Aufgaben auch in Zukunft in der gewohnten Qualität erfüllen kann -und das eigenständig und unabhängig", betont Hans-Jürgen Pollirer, Obmann der Bundessparte Information und Consulting in der WKÖ.

"Die Förderung der Selbstkontrolle bei kommerzieller Kommunikation aus Mitteln der Rundfunkgebühren ist sehr positiv. Damit können jene Gelder, die für den Konsum von Fernsehen und Hörfunk bezahlt werden, indirekt wieder für Kommunikationsdienstleistungen verwendet werden", unterstreichen Hochhauser und Pollirer.

Die Wirtschaftskammer Österreich unterstützt deshalb den Vorrang von Selbstregulierungsmechanismen im Bereich der kommerziellen Kommunikation gegenüber gesetzlichen Regelungen. Hochhauser: "Wir folgen damit den Empfehlungen der EU-Mediendienste-Richtlinie, die in Österreich bis Ende 2009 umgesetzt werden muss. Die Wirtschaftskammerorganisation hat sich im Zuge der Diskussion über die innerstaatliche Implementierung stets für eine finanzielle Beteiligung des Bundes am existierenden Selbstbeschränkungssystem der Werbung ausgesprochen."

In Österreich existiert - genauso wie in den meisten anderen europäischen Ländern - ein duales System zur Beschränkung der Werbung, das sich sowohl aus gesetzlichen Regelungen als auch aus einem System freiwilliger Selbstbeschränkungsrichtlinien zusammensetzt. Diese freiwillige Selbstbeschränkung erfolgt in Österreich organisatorisch und institutionell durch den Verein "Österreichischer Werberat". "Dieses System wird in Österreich seit 1974 erfolgreich und nachhaltig gelebt. Die Auftrag gebende werbetreibende Wirtschaft, Medien und die Werbebranche bekennen sich freiwillig zu ihrer Verantwortung in puncto ethische, moralische und diskriminierungsfreie Werbung", sagt Bundesspartenobmann Pollirer.

Darüber hinaus begrüßt die Wirtschaftskammer Österreich auch die im Budgetbegleitgesetz geplante Einführung einer Medienförderung für Privatradios und Privat-TV Sender für die Verbreitung von Sendungen mit Österreich-Bezug in Höhe von 5 Millionen Euro pro Jahr: "Die Bundesregierung setzt damit gerade in konjunkturell turbulenten Zeiten ein richtiges und wichtiges Signal für den privaten Rundfunksektor. Darin kommt zum Ausdruck, dass das seit Jahren täglich unter Beweis gestellte und von Werbewirtschaft, Hörern und Sehern geschätzte österreichweite regionale und lokale Engagement der Privatsender medienpolitisch sehr wichtig ist", so Hochhauser und Pollirer abschließend. (JR)

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