Bollmann urgiert Förderbonus für Vorziehkäufe umweltfreundlicher Nutzfahrzeuge

"Massive Förderimpulse für Umwelt, Automobilcluster und Transportbranche" - "Jetzt klares Signal nötig"

Wien (PWK360) - Eine Förderprämie für umweltfreundlichere schwere Nutzfahrzeuge der Abgasklassen Euro 5 und 6 wäre gerade jetzt ein mehrfach wichtiges Signal, erklärt der Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr der WKÖ, Harald Bollmann .

Eine Prämie könnte den krisenbedingt eingebrochenen Nutzfahrzeugmarkt ankurbeln. So meldet die Statistik für das erste Quartal 2009 Rückgänge bei der Zahl der zugelassenen Lkw um 29 Prozent und bei den Sattelzugfahrzeugen um 43 Prozent. Die Neuanschaffung umweltfreundlicherer Fahrzeugen würde die heimische Zulieferbranche und den Automobilcluster gerade jetzt stärken. Überdies verbesserte dies nebenbei die heimische Umweltbilanz und würde Investitions¬entscheidungen stärken. "Dies alles würde einen vielfachen wirtschaftspolitischen Mehrwert für jeden Fördereuro ergeben", betont Bollmann. Ein österreichisches Förderungsmodell könnte sich beispielweise am Modell Deutsch¬lands orien¬tieren. Die Standardförderung be¬trägt dort 2.550 Euro und soll die Mehrkosten von 8.500 Euro pro Fahrzeug zumindest teilweise abdecken, so der Branchensprecher.

Budgetär könnte etwa dahingehend Vorsorge getroffen werden, dass in Österreich bis 30. September 2009 EURO 5-Fahrzeuge und danach (sobald 2011 verfügbar) EURO 6-Fahrzeuge (mit höheren Sätzen) gefördert werden. Als Förderinstrumente bieten sich die Aktion "klima:aktiv mobil" oder die Förderschiene "Betriebliche Verkehrsmaßnahmen" im Rahmen der Umweltförderung im Inland (UFI) an.

Die Förderung der Fuhrparkerneuerung ist investitionspolitisch und umweltpolitisch sinn-voll. Nachhaltige Mobilität ist der heimischen Wirtschaft ein wichtiges Anliegen. Technolo¬gische Innovationen bzw. der Umstieg auf neue Kraftfahrzeuge leisten einen wichtigen Bei¬trag, den Ausstoß von Luftschadstoffen und Treibhausgasen zu verringern und damit die Umweltbilanz von Fahrzeugen weiter zu verbessern.

Die Förderungsaktion sollte jene Transporteure belohnen, die Vorziehkäufe tätigen und Nutzfahrzeuge der jüngsten am Markt verfügbaren Fahrzeuggeneration anschaffen. Zu-gleich würde deren Wettbewerbssituation in einem angespannten wirtschaftlichen Umfeld ver¬bessert, fasst der Verkehrsexperte seine Überlegungen zusammen. (hp)

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