• 11.05.2009, 09:29:05
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OeNB - "Wendepunkt Krise: Wirtschaftspolitik unter neuen Vorzeichen"

37. Volkswirtschaftliche Tagung der Oesterreichischen Nationalbank, 14. und 15. Mai 2009

Wien (OTS) - Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise wird als
einschneidendes Ereignis in die Geschichte eingehen. Die
umfangreichen Rettungspakete für Banken- und Finanzsysteme sowie
Maßnahmen der Geld- und Fiskalpolitik zur Milderung der weltweiten
Rezession könnten sich nachhaltig auf die Beziehung zwischen Staat
und Markt auswirken. Die Volkswirtschaftliche Tagung der OeNB zum
Thema "Wendepunkt Krise: Wirtschaftspolitik unter neuen Vorzeichen"
bringt hochkarätige nationale und internationale Experten aus
Politik, Wirtschaft und Finanzwesen sowie der Wissenschaft zusammen,
um die Folgen der Krise und angemessene Antworten der
Wirtschaftspolitik zu diskutieren.

"Was sind die aus der Krise resultierenden Folgen für die
Wirtschaftspolitik?" steht im Fokus des ersten Tagungsblocks am
Vormittag des 14. Mai. Unter dem Vorsitz von Gouverneur Nowotny wird
Bundeskanzler Werner Faymann seine Überlegungen zur aktuellen
Wirtschaftslage und geeignete Maßnahmen präsentieren. Arnout Wellink,
Vorsitzender des Basler Bankenausschusses, wird sein profundes Wissen
über den "Umbau der europäischen und der internationalen
Finanzaufsicht" mit den Konferenzgästen teilen. Eine flexible
Liquiditätsversorgung und rasche Zinssenkungen haben wesentlich zur
Beruhigung der Finanzmärkte beigetragen. Lucas D. Papademos,
Vizepräsident der EZB, erläutert die wichtige stabilisierende Rolle
der Geldpolitik in der Krise und welche Schlüsse für die Zukunft zu
ziehen sind.

Der Nachmittag des 14. Mai bringt international renommierte
Wirtschaftswissenschafter zusammen um "Neueste Forschungserkenntnisse
und ihre Auswirkungen auf die zukünftige Wirtschaftspolitik" zu
präsentieren. Moderiert von OeNB-Direktoriumsmitglied Peter Zöllner,
diskutieren Josef Falkinger (Universität Zürich) und Dennis Snower
(Kieler Institut für Weltwirtschaft), ob die Grenzen zwischen Staat
und Markt neu zu ziehen sind. Martin Hellwig (Max Planck Institut,
Bonn) und Javier Suarez (Professor in Madrid) evaluieren, inwieweit
im Bereich der Finanzmarktregulierung die Politik und/oder der Markt
versagt haben. Axel Leijonhufvud (University of California) und Adam
Posen (Peterson Institute for International Economics, Washington
D.C.) erörtern die Rolle der Finanzmarktregulierung und der
Geldpolitik bei der Krisenbewältigung. Der Konferenztag klingt beim
abendlichen Kamingespräch mit Finanzminister Josef Pröll zur "Rolle
der Fiskalpolitik in der aktuellen Krise" aus.

"Was kann und sollte auf nationaler Ebene getan werden? Welche Lehren
können für Österreich aus der Krise gezogen werden?" - auf diese
Fragen werden am Vormittag des 15. Mai Wirtschaftsforscher, Banker
und Vertreter der Sozialpartner eingehen. Moderiert von
OeNB-Vizegouverneur Wolfgang Duchatczek, diskutieren Karl Aiginger
(WIFO) und Michael Landesmann (WIIW) die Schockanfälligkeit der
österreichischen Wirtschaft und mögliche Strategien zur Stärkung
ihrer Krisenfestigkeit. Helmut Ettl (FMA), Andreas Ittner (OeNB) und
Rainer Münz (Erste Bank) evaluieren Österreichs Erfahrungen mit
"Bankenhilfspaketen". Ob "Österreichs Ostschwerpunkt Auslöser von
Instabilität und asymmetrischen Schocks" ist, werden Bernhard
Felderer (IHS), Walter Rothensteiner (RZB) und Silvia Sgherri (IWF)
analysieren. Mit den "wirtschaftlichen Folgen der
Weltwirtschaftskrise für Österreichs Unternehmen und Arbeitnehmer
sowie Implikationen für die Wirtschaftspolitik" werden sich Markus
Beyrer (Industriellenvereinigung), Erich Foglar (ÖGB), Monika
Kircher-Kohl (Infineon Technologies Austria AG) und Herbert Tumpel
(Bundeskammer für Arbeiter und Angestellte) auseinandersetzen.

In der gegenwärtigen Krise nimmt der IWF eine besonders wichtige
Rolle ein. Es ist für die OeNB daher eine besondere Auszeichnung, den
Geschäftsführenden Direktor des IWF, Dominique Strauss-Kahn, als
Vortragenden gewonnen zu haben. In seinem Vortrag "Krisenmanagement
und koordiniertes Vorgehen: Braucht es einen neuen globalen
Handlungsrahmen?" wird er künftige Weichenstellungen aufzeigen.

Rückfragehinweis:
Oesterreichische Nationalbank
Abteilung für Öffentlichkeitsarbeit
Tel.Nr.: (++43-1) 404 20 DW 6666
http://www.oenb.at

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