• 30.04.2009, 12:05:20
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Tag der Arbeit - unser Beitrag für faire Arbeitsbedingungen weltweit

SP-Bayr zu öffentlicher Beschaffung und internationalen Standards bei Arbeit und Umwelt

Wien (SK) - "Der 1. Mai ist als internationaler Kampftag für
gerechte Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung einer der weltweit
am weitest verbreiteten Feiertage überhaupt", wie Nationalrätin Petra
Bayr, SPÖ Bereichssprecherin für Umwelt und globale Entwicklung,
heute, Donnerstag, betonte. Die Arbeitspolitik in Österreich sei vor
allem von den Themen Kampf gegen Arbeitslosigkeit, gleiche Einkommen
für Frauen und Männer sowie natürlich der Thematik der angemessenen
Gehalts- und Lohnerhöhungen geprägt. Aber international stehen auch
andere Themen im Vordergrund, die für fast alle ÖsterreicherInnen -
vor allem aufgrund des 120-jährigen Engagements der
Sozialdemokratischen Partei und der Gewerkschaftsbewegung - als
selbstverständlich gelten. ****

"So ist in vielen Teilen der Erde eine menschenwürdige Arbeit mit
existenzsichernder Entlohnung noch immer ferne Vision statt
historische Errungenschaft", wie Bayr ausführte, "denn Sklavenarbeit
und unvorstellbare Ausbeutung der Ware Arbeitskraft sind in vielen
Ländern noch immer verbreitet. Die Internationale Arbeitsorganisation
ILO schätzt, dass 12,3 Millionen Menschen von Zwangsarbeit als Form
moderner Sklaverei betroffen sind, die Schätzungen zu Kinderarbeit
liegen sogar zwischen 160 und 200 Millionen. Ausbeuterische
Kinderarbeit und das ungeschützte Hantieren mit hochgiftigen
Substanzen stehen in ärmeren Ländern ebenso auf der Tagesordnung wie
keinerlei Schutz von schwangeren Frauen und dem absoluten Verbot,
Gewerkschaften zu gründen, die für die Rechte der ArbeitnehmerInnen
effektiv kämpfen könnten."

In vielen Gegenden der Welt gebe es Freihandelszonen, so Bayr
weiter, in denen so gut wie jedes Recht von ArbeitnehmerInnen auch in
besser entwickelten Ländern ausgeschaltet sei. "Der Vorwand ist dabei
immer der gleiche", zeigte sich Bayr empört, "es heißt dann immer,
dass nur so die Produkte 'konkurrenzfähig' blieben - natürlich auf
Kosten der sozialen und Menschenrechte und zu Lasten der Umwelt!"
Menschenrechtsverletzungen im Bereich der Arbeit müssten auch, aber
nicht nur auf dem Parkett der internationalen Politik thematisiert
werden, etwa durch das Einfordern internationaler Standards in Sachen
Arbeit und Umwelt. "Wir können selbst als Bund, Länder und Gemeinden
dazu beitragen, dass international die Arbeitsbedingungen für
Menschen und das Ökosystem erträglicher werden", ist Bayr überzeugt,
"und zwar durch ethische, faire und ökologische Kriterien in der
öffentlichen Beschaffung. Damit kann ausgeschlossen werden, dass
Produkte und Dienstleistungen gekauft werden, bei denen Menschen
ausgebeutet werden und Raubbau an der Natur betrieben wird."
(Schluss) df/mp

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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