Tag der Arbeit - unser Beitrag für faire Arbeitsbedingungen weltweit

SP-Bayr zu öffentlicher Beschaffung und internationalen Standards bei Arbeit und Umwelt

Wien (SK) - "Der 1. Mai ist als internationaler Kampftag für gerechte Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung einer der weltweit am weitest verbreiteten Feiertage überhaupt", wie Nationalrätin Petra Bayr, SPÖ Bereichssprecherin für Umwelt und globale Entwicklung, heute, Donnerstag, betonte. Die Arbeitspolitik in Österreich sei vor allem von den Themen Kampf gegen Arbeitslosigkeit, gleiche Einkommen für Frauen und Männer sowie natürlich der Thematik der angemessenen Gehalts- und Lohnerhöhungen geprägt. Aber international stehen auch andere Themen im Vordergrund, die für fast alle ÖsterreicherInnen -vor allem aufgrund des 120-jährigen Engagements der Sozialdemokratischen Partei und der Gewerkschaftsbewegung - als selbstverständlich gelten. ****

"So ist in vielen Teilen der Erde eine menschenwürdige Arbeit mit existenzsichernder Entlohnung noch immer ferne Vision statt historische Errungenschaft", wie Bayr ausführte, "denn Sklavenarbeit und unvorstellbare Ausbeutung der Ware Arbeitskraft sind in vielen Ländern noch immer verbreitet. Die Internationale Arbeitsorganisation ILO schätzt, dass 12,3 Millionen Menschen von Zwangsarbeit als Form moderner Sklaverei betroffen sind, die Schätzungen zu Kinderarbeit liegen sogar zwischen 160 und 200 Millionen. Ausbeuterische Kinderarbeit und das ungeschützte Hantieren mit hochgiftigen Substanzen stehen in ärmeren Ländern ebenso auf der Tagesordnung wie keinerlei Schutz von schwangeren Frauen und dem absoluten Verbot, Gewerkschaften zu gründen, die für die Rechte der ArbeitnehmerInnen effektiv kämpfen könnten."

In vielen Gegenden der Welt gebe es Freihandelszonen, so Bayr weiter, in denen so gut wie jedes Recht von ArbeitnehmerInnen auch in besser entwickelten Ländern ausgeschaltet sei. "Der Vorwand ist dabei immer der gleiche", zeigte sich Bayr empört, "es heißt dann immer, dass nur so die Produkte 'konkurrenzfähig' blieben - natürlich auf Kosten der sozialen und Menschenrechte und zu Lasten der Umwelt!" Menschenrechtsverletzungen im Bereich der Arbeit müssten auch, aber nicht nur auf dem Parkett der internationalen Politik thematisiert werden, etwa durch das Einfordern internationaler Standards in Sachen Arbeit und Umwelt. "Wir können selbst als Bund, Länder und Gemeinden dazu beitragen, dass international die Arbeitsbedingungen für Menschen und das Ökosystem erträglicher werden", ist Bayr überzeugt, "und zwar durch ethische, faire und ökologische Kriterien in der öffentlichen Beschaffung. Damit kann ausgeschlossen werden, dass Produkte und Dienstleistungen gekauft werden, bei denen Menschen ausgebeutet werden und Raubbau an der Natur betrieben wird." (Schluss) df/mp

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