• 28.04.2009, 18:54:49
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Faymann empfängt den neuen ungarischen Ministerpräsidenten Bajnai

Wirtschafts- und Finanzkrise stand im Mittelpunkt der Gespräche

Wien (OTS) - Bundeskanzler Werner Faymann begrüßte am späten
Nachmittag den ungarischen Ministerpräsidenten Gordon Bajnai zu
seinem Antrittsbesuch in Wien. Österreich ist das erste Land, das
Bajnai nach seiner Visite in Brüssel bei EU und NATO besucht. "Das
ist ein Zeichen dafür, dass die ungarisch-österreichischen
Beziehungen nicht nur in der Vergangenheit sehr eng gewesen sind,
sondern auch in Gegenwart und Zukunft funktionieren", sagte Faymann.
Dieser erste bilaterale Besuch gerade in Österreich sei kein Zufall,
wie Bajnai feststellte. "Dieses Zusammentreffen ist ein Symbol für
die Bedeutung unserer engen Beziehung."

Man habe heute intensive Gespräche geführt, was vor allem in
Krisenzeiten wichtig sei. Faymann drückte seine Zufriedenheit
besonders darüber aus, dass die Frage der Unterstützung der südost-
und osteuropäischen Finanzmärkte nun unumstritten sei. Noch vor
wenigen Wochen sei diese österreichische Forderung in der EU auf
Zurückhaltung gestoßen. "Nun werden mit der internationalen
Finanzhilfe durch den Internationalen Währungsfonds, die EU und die
Weltbank die richtigen Instrumente eingesetzt", sagte Faymann. Die
wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Österreich und Ungarn habe in
guten Zeiten bestens funktioniert, das solle auch in schlechten
Zeiten gelten.

Faymann und Bajnai kündigten an, dass für Herbst eine gemeinsame
Regierungssitzung geplant sei. Dann sollen derzeit noch offene
Fragen, etwa in den Bereichen Umweltschutz und Energieversorgung,
diskutiert werden. "Diese gemeinsame Sitzung bringt auch zum
Ausdruck, dass Österreich und Ungarn strategische Verbündete sind und
deshalb wichtige Fragen gemeinsam lösen", sagte Bajnai.

Bajnaj hat erst seit 14. April das Amt des Ministerpräsidenten inne
und ist zuvor Wirtschaftsminister gewesen. Er will der schweren
wirtschaftlichen Krise und der hohen Staatsverschuldung in Ungarn mit
einem dichten Sparpaket begegnen.

Rückfragehinweis:

Mag. Angelika Feigl
   Pressesprecherin des Bundeskanzlers
   Tel. (01) 531 15 - 2758
        0664/842 80 80

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