• 22.04.2009, 14:33:30
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Greenpeace: EU-Parlament will Import von illegalem Tropenholz verbieten

Schutz des Regenwaldes erhält Artenvielfalt und ist wichtig für Klimaschutz

Brüssel/Wien (OTS) - Greenpeace begrüßt das heute im EU-Parlament
beschlossene Verbot des Imports von illegalem Tropenholz in die EU.
Das EU Parlament hat den Vorschlag der Europäischen Kommission zu
einem Holzimportgesetz signifikant verbessert und fordert nun von
Unternehmen, den legalen Bezug ihres Holzes und ihrer Holzprodukte zu
deklarieren. Erstmals gibt es festgelegte Rahmenbedingungen für
Sanktionierungen und Strafen. "Die heutige Abstimmung brachte uns dem
Ziel näher, illegales Holz aus dem EU-Markt zu drängen. Unternehmen
müssen nun für die Produkte, die sie verkaufen, Verantwortung
übernehmen.", stellt Sebastien Risso, EU-Walddirektor von Greenpeace
erleichtert fest.

Gegenwärtig stammen 19% der EU-weiten Holzimporte aus illegalen
Quellen. Das steigert die negativen Auswirkungen von Waldabholzung
und Walddegradation, trägt so zum Klimawandel und zum Verlust der
Artenvielfalt im Regenwald bei. Darüber hinaus verstärkt es die Armut
und führt zu sozialen Konflikten in Entwicklungsländern, wo illegale
Abholzung stattfindet. "Endlich bewegt sich die EU weg von dem
Holzweg, den sie bereits eingeschlagen hatte. Mit dieser Entscheidung
setzt sie einen Schritt Richtung Schutz der Regenwälder. Illegalen
Holzimporteuren wird das Leben damit künftig schwerer gemacht", so
Niklas Schinerl, Klimasprecher von Greenpeace.

Bereits morgen soll eine weitere Resolution des europäischen
Parlaments dafür sorgen, dass die Abholzung und Degradation von
Tropenwäldern einen wichtigen Teil der Klimagespräche in Kopenhagen
darstellen. Das europäische Parlament spricht sich für einen
multilateralen Waldfonds aus, der von einem internationalen
Finanzierungsmechanismus unterstützt wird. Finanzierungsmechanismen
werden benötigt, um weltweite Abholzung und Walddegradation bis 2020
zu stoppen und den gefährlichen Klimawandel aufzuhalten.

Greenpeace unterstützt die Resolution des EU-Parlaments und
fordert von der EU gemeinsam mit den anderen Industriestaaten, 30
Milliarden Euro jährlich für diesen Finanzierungsmechanismus
aufzuwenden, um die weltweite Abholzung und Walddegradation bis 2020
vor allem im Amazonas, im Kongobecken und in Südostasien zu stoppen.
"Der Schutz des Regenwaldes geht inzwischen über den wichtigen
Schutz der Artenvielfalt hinaus. Er stellt auch den zentralen
Baustein im globalen Klimaschutz dar.", so Schinerl abschließend.

Rückfragehinweis:
Sebastien Risso, Greenpeace EU Unitdirektor, Tel.: +32 496 12 70 09
Niklas Schinerl, Greenpeace Österreich, Tel.: +43 664-6126704
Melanie Beran, Greenpeace Österreich, Tel.: +43 664-6126718

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