Freie Fahrt für Reisebusse - Berlin hebt Beschränkungen auf

Molzer: Argumente der europäischen Busverbände haben sich durchgesetzt - Entscheidung mit Signalwirkung

Wien (PWK303) - "Die Berliner Senatsumweltverwaltung wird die geplanten Fahrverbote für Reisebusse mit Euro III-Motoren ab 2010 lockern", freut sich Obmann des Fachverbandes der Autobusunternehmungen in der WKÖ, Karl Molzer, über einen weiteren wichtigen Erfolg der österreichischen und europäischen Busbranche, der gemeinsam mit dem deutschen Busverband bdo erzielt werden konnte. "Wir haben massiv beim deutschen Umweltminister gegen die geplanten Beschränkungen protestiert und konnten damit die langwierigen Verhandlungen zwischen den deutschen Busvertretern und der Stadt Berlin erfolgreich unterstützen".

Bis 2012 haben Reisebusse mit der EURO-III-Norm weiter freie Fahrt in Berlin. Damit ist es gelungen, die langwierige und schwierige Beantragung von Ausnahmegenehmigungen für österreichische Busunternehmen zu verhindern. Die Entscheidung Berlins hat damit Signalwirkung für Deutschland und Europa. Sie ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein gutes Zeichen für den mittelständischen Tourismus. Zugleich ist es eine Entscheidung für das umweltfreundlichste Verkehrsmittel, ohne ideologische Scheuklappen, erklärt Molzer.

"Wir begrüßen den Kompromiss ausdrücklich. Immer wieder haben wir deutlich gemacht, dass Unternehmen, welche 2006 auf dem neuesten Stand der Technik Reisebusse erwarben, nicht zum Sündenbock politischer Entscheidungen gemacht werden dürfen. Der nun bestehende Ansatz gibt Busunternehmen in einer wirtschaftlich schwierigen Situation ein Stück mehr Planungssicherheit" schließt sich Molzer der Einschätzung von Wolfgang Steinbrück, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmer (bdo), an. Weit mehr als jährlich drei Millionen Bustouristen können nun weiterhin ungehindert Berlin besuchen.

"Das gemeinsame und geschlossene Auftreten der Busverbände bleibt der Schlüssel zum Erfolg", schließt Molzer mit einem Dank an Steinbrück für die erfolgreiche Verhandlungsführung.
Der Fachverband der Autobusunternehmen vertritt die Interessen von rund 1.300 Busunternehmungen mit einer Flotte von über 9.000 Bussen. Jährlich werden 50 Millionen Fahrgäste im Reiseverkehr befördert. Im öffentlichen Personennah- und Regionalverkehr wird bei über 600 Millionen Beförderungsfällen der Bus benutzt. Die Branche erwirtschaftet in Österreich jährlich einen Umsatz von einer Milliarde Euro. 225 Millionen Euro werden jährlich in die Modernisierung des Fuhrparks investiert. (hp)

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