- 22.04.2009, 11:06:53
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FMA-Schwerpunktanalyse "Turbozertifikate": Keine Indizien für Marktmanipulation
Wien (OTS) - Österreichs Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA hat in
einer Schwerpunktanalyse eine Auswahl von 54 Turbozertifikaten, die
auf an der Wiener Börse notierte Wertpapiere begeben wurden,
analysiert. Eingeschlossen waren dabei alle Zertifikate, die in den
vergangenen Wochen und Monaten von Marktteilnehmern und -beobachtern
gegenüber Medien als kritisch eingestuft worden waren. Die eingehende
Analyse förderte dabei keinerlei Indizien für Marktmanipulation im
Zusammenhang mit diesen Turbozertifikaten zu Tage.
Im Rahmen der Analyse wurde das Verhalten der Emittenten sowie die
parallel laufende Entwicklung am Kassamarkt der zugrunde liegenden
Wertpapiere samt Orderlage und tatsächlich effektuierten
Transaktionen untersucht.
Die Analyse ergab dabei folgende wesentliche Ergebnisse:
- Es konnten keinerlei Indizien für akkordiertes Verhalten der
Emittenten der Turbozertifikate festgestellt werden (pro zugrunde
liegendem Titel waren dies bis zu 24 von einander unabhängige
nationale und internationale Finanzinstitute).
- Das Hedging (die Absicherung) der Turbozertifikate-Position durch
den Emittenten erfolgte zum Teil nicht über den Kassamarkt sondern
über gegenläufige derivative Positionen.
- Die Transaktionen rund um das Auslösen der Knock-Out-Schwellen
standen nicht im Zusammenhang mit den Turbozertifikaten sondern mit
großvolumigen Orders von Retailkunden oder institutionellen
Investoren. In der Regel waren Stop-Market-Orders maßgeblich für die
Erreichung der Knock-Out-Schwellen.
Damit ist auszuschließen, dass es bei den untersuchten
Turbozertifikaten zu Marktmanipulation gekommen ist. Es gibt daher
keinen "Turbozertifikate-Skandal" in Österreich, so die FMA.
Rückfragehinweis:
Klaus Grubelnik (FMA-Mediensprecher)
Tel:++43/(0)1/24959-5106
Mobil:++43/(0676)/882 49 516
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