- 21.04.2009, 12:33:32
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Boehringer Ingelheim setzt Wachstumskurs 2008 fort
Erneut hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung - guter Ausblick für weiteres Wachstum 2009
Ingelheim (OTS) - Boehringer Ingelheim hat auch 2008 seinen
Wachstumskurs fortgesetzt und dabei seine selbst gesetzten Ziele
erreicht.
Wie das Unternehmen auf seiner Jahrespressekonferenz in Ingelheim
mitteilte, stiegen die Umsatzerlöse des Unternehmensverbandes auf
11,6 Milliarden Euro (2007 10,9 Milliarden Euro). Dies entspricht
einem währungsbereinigten Anstieg von +9,5% und +5,9% auf Euro-Basis.
Damit ist Boehringer Ingelheim zum neunten Mal in Folge stärker als
der Welt-Pharmamarkt gewachsen.
Prof. Dr. Andreas Barner, Sprecher der Unternehmensleitung und
verantwortlich für den Unternehmensbereich Pharma Forschung,
Entwicklung und Medizin zeigte sich zufrieden mit dem Geschäftsjahr
2008: "Wir haben unsere Ziele durch ein Wachstum in allen unseren
Geschäftsgebieten erreicht, vor allem natürlich durch den Erfolg
unserer innovativen verschreibungspflichtigen Medikamente. Unser
wichtigstes Produkt, SPIRIVA(R), verzeichnete erstmals einen Umsatz
von mehr als 2 Milliarden Euro - wichtiger noch, über 10 Millionen
Patienten mit chronisch obstruktiver Lungenerkrankung konnten
erfolgreich behandelt werden." Die verschreibungspflichtigen
Medikamente trugen mit 79% wesentlich zum erfreulichen Gesamtergebnis
des Unternehmensverbandes bei.
Das Betriebsergebnis, vergleichbar dem EBIT, lag trotz der
wiederum schlechteren Wechselkurssituation und gewünschten höheren
Investitionen in Forschung und Entwicklung auf geplantem Niveau und
gewährleistete mit 2 Milliarden Euro eine zum Vorjahr vergleichbare
attraktive Profitabilität. Auch die operative Rendite (Verhältnis von
Betriebsergebnis zu Erlösen) lag 2008 bei 17,1%. Das Ergebnis nach
Steuern lag 2008 mit 1,4 Milliarden Euro ohne Berücksichtigung von
Einmaleffekten in 2007 auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr.
Erfreulich sei, so Andreas Barner, dass Boehringer Ingelheim auch
2008 wieder 1.500 Arbeitsplätze schaffen konnte. Die Mitarbeiterzahl
stieg damit weltweit um +4% auf durchschnittlich 41.300.
Boehringer Ingelheim hat auch 2008 wieder seine Investitionen in
die Zukunft erhöht. So stiegen die Ausgaben für Forschung und
Entwicklung um über 200 Millionen Euro, +11% gegenüber dem Vorjahr.
Insgesamt wurden 2,1 Milliarden Euro aufgewendet, im Wesentlichen im
Bereich der verschreibungspflichtigen Medikamente. Das entspricht
einer F&E-Quote von 22% der Erlöse der verschreibungspflichtigen
Medikamente. "Hohe, überproportional angestiegene F&E-Kosten sind bei
Boehringer Ingelheim ein gutes Zeichen: unsere Pipeline ist gut
gefüllt, insbesondere mit Substanzen in fortgeschrittenen Phasen der
klinischen Entwicklung", so Andreas Barner.
Finanzen - Unternehmerischer Erfolg und solide Finanzierung
Getragen von einem guten Ergebnis ist das Eigenkapital auf
insgesamt 4,7 Milliarden Euro und damit die Eigenkapitalquote auf 40%
deutlich gestiegen.
Die Liquidität des Unternehmensverbandes in Höhe von beinahe 3
Milliarden Euro ist eine gute Vorsorge, um auch bei
Ausnahmesituationen - z. B. dem unvorhergesehenen Verlust eines
Umsatzträgers - das Unternehmen vor einer akuten Schieflage zu
schützen. Zum anderen kann das langfristige Ziel organischen
Wachstums, sowie kleinere Akquisitionen, die dieses Ziel
unterstützen, auch in der Zukunft aus eigener Kraft finanziert
werden. Entwicklung und Struktur der Liquidität zeigen, dass diese
solide angelegt und somit krisenfest die Turbulenzen des vergangenen
Jahres überstanden hat.
Der hohe operative Cashflow von 1,9 Milliarden Euro erlaubt
Boehringer Ingelheim die volle Eigenfinanzierung der Investitionen in
Sachanlagen. Mit insgesamt 665 Millionen Euro investierte Boehringer
Ingelheim vor allem in Herstellungskapazitäten für neue Produkte
sowie in Gebäude und Anlagen an unseren Forschungs- und
Entwicklungsstandorten. Insgesamt lagen die Investitionen 30% über
den Abschreibungen der Berichtsperiode.
Hubertus von Baumbach, verantwortliches Mitglied der
Unternehmensleitung für den Unternehmensbereich Finanzen und
Tiergesundheit, unterstrich die solide Finanzlage des Unternehmens:
"Boehringer Ingelheim ist seit nunmehr 124 Jahren ein unabhängiges
Familienunternehmen. Es ist erklärtes Ziel, diese Unabhängigkeit auch
in der Zukunft zu erhalten. Solide Finanzierung, nachhaltiger
unternehmerischer Erfolg und valide Geschäftspotenziale bilden das
Fundament für eine langfristig erfolgreiche Fortführung."
Innovative Produkte treiben Wachstum
Im wichtigsten und größten Geschäftssegment
verschreibungspflichtige Medikamente erzielte Boehringer Ingelheim im
Jahr 2008 rund 79% seiner Gesamterlöse. Es wurden Erlöse in Höhe von
9,1 Milliarden Euro erwirtschaftet, was einem währungsbereinigten
Zuwachs von +9,3% und +5,2% auf Euro-Basis gegenüber dem Vorjahr
entspricht.
Engelbert Tjeenk Willink, in der Unternehmensleitung
verantwortlich für den Unternehmensbereich Marketing und Vertrieb
Humanpharma: "Hiermit konnten wir an die erfreuliche Entwicklung der
Vorjahre anknüpfen. Unser Wachstum lag 2008 erfreulicherweise in
allen drei Regionen über dem Welt-Pharmamarkt. Unsere innovativen
Produkte haben für die Zukunft noch gutes Potenzial."
Sämtliche Kernprodukte erzielten wiederum einen deutlichen
Erlöszuwachs und konnten ihre Marktposition verbessern.
Vor allem SPIRIVA(R), das weltweit am häufigsten verschriebene
Medikament für COPD, konnte seine Erlöse währungsbereinigt um +21%
auf 2,1 Milliarden Euro steigern und erstmals mehr als 2 Milliarden
Euro Erlöse erzielen. Damit war es erneut das erlösstärkste Produkt
von Boehringer Ingelheim.
MICARDIS(R), das Medikament gegen Bluthochdruck, erreichte Erlöse
von 1,2 Milliarden Euro sowie währungsbereinigt Zuwächse von +17%.
ALNA(R)/FLOMAX(R) zur Behandlung der Symptome von gutartiger
Prostatavergrößerung erwirtschaftete Erlöse in Höhe von 1,1
Milliarden Euro und erzielte währungsbereinigt Zuwächse von +12%.
SIFROL(R)/MIRAPEX(R) wurde aufgrund seiner herausragenden
Wirksamkeit und guten Verträglichkeit bei der symptomatischen
Behandlung der Parkinson-Krankheit und bei der Behandlung des
Syndroms der unruhigen Beine (Restless Legs Syndrome, RLS) zum
meistverschriebenen Dopamin-Agonisten weltweit. SIFROL(R)/MIRAPEX(R)
erzielte Erlöse von 752 Millionen Euro mit einem Zuwachs von
währungsbereinigt +21% gegenüber dem Vorjahr.
Auch AGGRENOX(R)/ASASANTIN(R) retard, das Medikament zur
Sekundärprävention von Schlaganfällen, entwickelte sich mit Erlösen
von 533 Millionen Euro und einem Zuwachs von währungsbereinigt +19%
erneut sehr erfreulich.
Das Geschäftssegment Selbstmedikation konnte im vergangenen Jahr
erneut wachsen und erzielte Gesamterlöse von 1,2 Milliarden Euro.
Dies entspricht einem Wachstum von währungsbereinigt +5,4% und von
+4,3% auf Euro-Basis. Laut Engelbert Tjeenk Willink hat das
Selbstmedikationsgeschäft eine strategische Bedeutung für Boehringer
Ingelheim, da sich die Gesundheitssysteme global unter dem Aspekt der
Kostenkontrolle zunehmend auf frei verkäufliche Medikamente stützen
werden.
Biopharmazie - Technologieführer in der Entwicklung und Produktion
Das Geschäftssegment Industriekunden erzielte ebenfalls ein
erfreuliches Wachstum von währungsbereinigt +12,3% und +10,8% auf
Euro-Basis mit Erlösen von 819 Millionen Euro und trug 7% zu den
Gesamterlösen des Unternehmensverbandes bei. Den größten Anteil daran
haben Biopharmazeutika mit einem Anstieg der Erlöse um +22,8% auf
Euro-Basis auf 569 Millionen Euro. Boehringer Ingelheim ist ein
führendes Unternehmen bei der Entwicklung und Produktion von
Biopharmazeutika.
Prof. Dr. Wolfram Carius, in der Unternehmensleitung
verantwortlich für den Unternehmensbereich Personal und Operations,
hob hervor: "Boehringer Ingelheim ist Technologieführer in der
Biopharmazie und hat seit mehr als 20 Jahren Erfahrung mit der
Entwicklung und Produktion von biopharmazeutischen Produkten. Um
unsere Marktführerschaft in der Biopharmazie weiter zu festigen,
haben wir 2008 weitere 51 Millionen Euro investiert."
Tiergesundheit - Wachstumstreiber Impfstoffe für Schweine
Auch das wichtige Geschäft Tiergesundheit konnte sein starkes
Wachstum 2008 nochmals deutlich übertreffen. Mit einer Steigerung der
Umsatzerlöse von währungsbereinigt +19,5% und +14,4% auf Euro-Basis
auf 467 Millionen Euro ist Boehringer Ingelheim das am stärksten
wachsende Unternehmen unter den 10 größten Unternehmen im
veterinärmedizinischen Bereich. Damit konnte die Marktposition weiter
gestärkt werden. Wachstumstreiber war der Impfstoff für Schweine
INGELVAC CIRCOFLEX(R) mit einem erneuten Anstieg der Erlöse um mehr
als 140% auf rund 90 Millionen Euro. Hubertus von Baumbach:
"Boehringer Ingelheim betreibt ein sehr erfolgreich wachsendes,
wettbewerbsfähiges Geschäft im Bereich der Tiergesundheit. Durch hohe
Investitionen in eine produktive Forschung sehen wir auch hier gute
Erfolgspotenziale in der Zukunft."
Die Mitarbeiter - Garant für Leistungsfähigkeit und wichtigster Wert
Wolfram Carius hob den besonderen Stellenwert hervor, den das
Unternehmen seinen Mitarbeitern zumesse: "Garant für unsere
Leistungsfähigkeit und wichtigster Wert im Unternehmen sind unsere
41.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie sind der Mittelpunkt
unserer einzigartigen Unternehmenskultur als Familienunternehmen."
Um diese Unternehmenskultur zu bewahren, müsse das Unternehmen
seine innovative Leistungsfähigkeit auch in Zukunft erhalten und
ständig weiterentwickeln. Besondere Aufmerksamkeit werde dabei der
Entwicklung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Potenzial für
strategische Positionen gewidmet, Talente würden in allen
Unternehmensbereichen erkannt und gefördert. Wolfram Carius: "Unser
Ziel ist es, dass Boehringer Ingelheim auch in Zukunft ein
Arbeitgeber für die besten Talente in aller Welt ist".
Forschung und Entwicklung - Garant für die Zukunft
Für die Zukunft hob Andreas Barner die eigene Forschung und
Entwicklung als die Grundlage des nachhaltigen Erfolges und als
Garant für die Unabhängigkeit von Boehringer Ingelheim hervor. Als
besonderen Erfolg der eigenen Forschung und Entwicklung stellte er
den oralen Gerinnungshemmer Dabigatranetexilat (PRADAXA(R)) heraus,
der über eine direkte Thrombin-Hemmung wirkt, und der im Jahr 2008
seine erste Zulassung zur Prävention thromboembolischer Ereignisse
nach elektiven Hüft- oder Kniegelenksersatzoperationen erhalten hat.
Weitere Studien mit dem Wirkstoff laufen erfolgreich und bieten
weitere Zulassungsoptionen, was dem Medikament Blockbusterpotenzial
zumisst.
So haben 2008 aber auch die Wirkstoffe im späten
Entwicklungsstadium im Therapiebereich Gerinnungshemmung, in der
Behandlung des verminderten sexuellen Verlangens der Frau, in der
Onkologie und bei Diabetes mellitus gute Fortschritte gemacht.
Insgesamt lassen die bisherigen Ergebnisse der Entwicklung der zuvor
genannten neuen Wirkstoffe Boehringer Ingelheim zuversichtlich nach
vorne schauen - verbunden mit der Erwartung, bald neue innovative
Medikamente aus der eigenen Forschung und Entwicklung auf den Markt
zu bringen.
"Damit wollen wir dann auch die durchaus überschaubaren Lücken
schließen, die durch die bekannten Patentabläufe von Produkten im
Jahr 2010 entstehen und das langfristige Wachstum des Unternehmens
sicherstellen", sagte Andreas Barner.
Ausblick 2009 - Weiteres Wachstum in allen Geschäften
Nachdem sich das konjunkturelle Umfeld seit dem 2. Halbjahr 2008
deutlich verschlechtert habe und sich eine weltweite Wirtschaftskrise
entwickelt habe, sei eine sichere Prognose für die
Geschäftsentwicklung 2009 und darüber hinaus schwierig. So seien
mittelfristig auch signifikante Veränderungen und eine erhöhte
Volatilität im allgemeinen Geschäftsumfeld nicht auszuschließen.
Für die Unternehmensleitung von Boehringer Ingelheim bedeute dies,
sorgfältig zu planen und mögliche Auswirkungen dieser Veränderungen
auf das Unternehmen fortwährend zu überprüfen und ihnen aktiv
entgegen zu steuern.
Von besonderer Wichtigkeit für Boehringer Ingelheim wird daher
angesehen, dass das erfolgreiche Produktportfolio weiterhin
Wachstumspotenzial hat und die Finanzsituation des Unternehmens
stabil ist.
Andreas Barner: "Die Solidität dieses Familienunternehmens war und
ist insbesondere heute für alle von uns, dass heißt für alle
Mitarbeiter von Boehringer Ingelheim, von besonderem Wert - und
zugleich Verpflichtung, diese Unabhängigkeit als Familienunternehmen
langfristig zu sichern.
Wir sind zuversichtlich, dass wir auch 2009 das Wachstum in allen
Geschäften fortsetzen können, und erneut im Geschäftssegment mit
verschreibungspflichtigen Medikamenten stärker als der Pharmamarkt
wachsen werden und einen überzeugenden Beitrag zur Erforschung und
Entwicklung neuer für Patienten wichtiger Therapien zu leisten".
Link zum Pressematerial der Jahrespressekonferenz:
http://www.ots.at/redirect.php?boehringer5
Rückfragehinweis:
Boehringer Ingelheim RCV GmbH & Co KG Kommunikation Dr. Boehringer Gasse 5 - 11 , A-1121 Wien Pressestelle: Mag. Inge Homolka Tel.: +43-1-80105-2230 mailto:[email protected] Mag. Monika Primenz Tel.: +43-1-80105-2742 mailto:[email protected]
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