• 02.04.2009, 14:18:09
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AK-Bildungsgutschein: 47.500 Kärntner haben sich höher qualifiziert!

Goach fordert mehr Anstrengungen für berufliche Weiterbildung

Klagenfurt (OTS) - Die Arbeiterkammer Kärnten hat mit dem
Bildungsgutschein bisher 47.500 Arbeitnehmer bei der Weiterbildung
unterstützt und dafür 3,5 Millionen Euro aufgewendet. "Der Großteil
der Kursteilnehmer hätte ohne diese Förderung der AK in der Höhe von
100 oder 150 Euro keine Fortbildung besucht", betonte AK-Präsident
Günther Goach heute bei der Präsentation einer Bilanz über 10 Jahre
AK-Bildungsgutschein.

Besonders stark in Anspruch genommen wurde der Bildungsgutschein
von Frauen. 74 Prozent der Kursbesucher waren weiblich, Angestellte
nahmen den Gutschein stärker in Anspruch als Arbeiter. "Damit hat die
AK ihr Ziel erreicht, besonders jene zu fördern, die bei der
betrieblichen Weiterbildung oft benachteiligt werden". Heuer hat die
Arbeiterkammer den Wert des Bildungsgutscheines für über 50-Jährige
auf 150 Euro erhöht. "Für Ältere ist Qualifikation oft die einzige
Möglichkeit, den Arbeitsplatz zu halten. Bei der Weiterbildung im
Betrieb werden sie aber krass benachteiligt", begründet Goach die
Erhöhung des Guthabens.

Mit Abstand am beliebtesten waren Sprach- und EDV-Kurse. Aber auch
für das Nachholen von Bildungsabschlüssen haben die Kärntner den
AK-Bildungsgutschein eingesetzt. 721 Personen haben mit dem Gutschein
nachträglich die Hauptschule abgeschlossen oder Kurse für
Grundbildung besucht.

Angesichts der Wirtschaftskrise fordert die Arbeiterkammer mehr
berufliche Fortbildung und verweist auf eine Studie der Uni Linz,
wonach von Bildungsmaßnahmen sowohl Arbeitnehmer als auch Betriebe
profitieren. Jeder Euro, der zusätzlich in Weiterbildung investiert
wird, bringt 13 Euro für das Unternehmen, zeigt die Studie.

Weiterbildung bringt aber auch mehr Arbeitsplatzsicherheit für
Arbeitnehmer. 2008 lag die Arbeitslosenquote im Schnitt bei 5,8
Prozent. Bei Personen, die lediglich über einen Pflichtschulabschluss
verfügen, lag die Quote bei 14 Prozent, während sie bei AHS- und
BHS-Absolventen rund drei Prozent betrug.

"Viele Arbeitnehmer haben aber kaum Chancen auf betriebliche
Weiterbildung", kritisiert Goach. In Kärnten wird derzeit nur jeder
Dritte bei der beruflichen Weiterbildung vom Betrieb unterstützt. In
der Gruppe der Betriebe bis zu 50 Mitarbeiter bilden 20 Prozent ihre
Beschäftigten gar nicht weiter. Zudem werden vor allem ohnehin schon
besser Qualifizierte weitergebildet.

Der "Wettbewerb der besten Köpfe" ist ein zentrales Anliegen der
AK. Daher müsse besonders der Anteil der Jugendlichen, die über
keinen Schulabschluss oder keine über die Pflichtschule hinausgehende
Ausbildung haben, deutlich reduziert werden. Lebensbegleitendes
Lernen muss zudem vor allem für geringere Einkommensbezieher leistbar
sein.

Die Arbeiterkammer fordert daher ein 60 Millionen Euro-Paket des
Bundes für das kostenlose Nachholen von Hauptschul- und
Lehrabschlüssen, Verbesserungen bei der Bildungskarenz und ein Recht
auf 35 Stunden Weiterbildung im Jahr für jeden Arbeitnehmer, eine
Erhöhung der Arbeitnehmerförderung des Landes für die
Lehrlingsförderung, mehr finanzielle Unterstützung für betriebliche
Weiterbildungsmaßnahmen der Arbeitnehmer und mehr Mittel aus dem
Landesbudget für die allgemeine und berufliche Erwachsenenbildung und
kostenlose Bereitstellung von Unterrichtsräumen und Turnsälen und die
Erstellung einer Kärntner Bildungsbedarfsstudie.

Rückfragehinweis:

Arbeiterkammer Kärnten
   Kommunikation
   Mag. Christa Maurer
   Tel.: 050 477-2401 
   Fax:  050 477-2400 
   mailto:[email protected]
   http://kaernten.arbeiterkammer.at

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