• 02.04.2009, 11:13:35
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WKÖ: Touristisches Know-how und Produkte "Made in Austria" in Bulgarien sehr gefragt

Erfolgreiche AWO-Wirtschaftsmission in Bulgarien: Bulgarien birgt großes Potential für heimische Tourismuswirtschaft

Wien (PWK251) - "Der Tourismus spielt in Bulgarien eine sehr
wichtige Rolle, sowohl als Devisenbringer als auch für die
Beschäftigung, denn jeder neunte Arbeitsplatz hängt direkt vom
Fremdenverkehr ab, der Tourismussektor alleine trägt 14,5 Prozent
zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) Bulgariens bei", betonte Michael
Angerer, österreichischer Handelsdelegierter in Sofia, anlässlich
einer erfolgreichen Wirtschaftsmission Ende März in Bulgarien.

Ziel der von der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) organisierten Wirtschaftsmission
war die Präsentation von touristischen Produkten und Know-how "Made
in Austria", um sich verstärkt in diesem Zukunftsmarkt Bulgariens zu
positionieren. 12 österreichische Unternehmen mit einer breiten
Palette von Tourismusberatung über Spa- und Innenausstattung zu IT-
und technischen Gesamtlösungen nützten die Chance, sich dem
bulgarischen Fachpublikum im Rahmen individueller Gespräche in Hissar
und Plovdiv vorzustellen und potenzielle lokale Partner für den
langfristigen Aufbau der Geschäfte im aufstrebenden neuen
EU-Mitgliedsland Bulgarien zu treffen.

Die globale Wirtschaftkrise wird teilweise als Chance verstanden,
Effizienz, Produktivität und Servicequalität zu verbessern, um
Wettbewerbsfähigkeit zu gewinnen sowie ein Überleben sicherzustellen.
Drei Problembereiche stellen, so Angerer, in Bulgarien die
dringendsten Herausforderungen dar: Fehlende Tourismuskonzepte und
unzureichende Infrastruktur, die Ausrichtung auf billigen
Massentourismus und Überentwicklung bestimmter Regionen sowie
mangelndes Ausbildungsniveau und Know-how des Personals,
unzureichende Dienstleistungsqualität und niedrige Löhne, die
Gastarbeiter erfordern. Angerer: "Die daraus entstehenden
Anforderungen scheinen maßgeschneidert für österreichisches Know-how
und Kompetenz im Tourismusbereich."

Besonders im Bereich Gesundheitstourismus sieht man ein großes
Entwicklungspotenzial. Bulgarien verfügt über mehr als 250
hydrothermale Vorkommen, die nur in sehr geringem Ausmaß touristisch
erschlossen sind. Darum sollen in den nächsten Jahren mehr
Investitionen in diesen Bereich fließen, man erwartet sich auch
EU-Fördermittel. Experten fordern, dass Bulgarien entsprechende
Maßnahmen im Bereich Kulturattraktionen und höherwertigerem
Freizeitangebot setzen soll, um weg vom Billiglohnland-Image hin zu
einem qualitativ gehobeneren Tourismusland zu kommen.

Bulgariens Wirtschaft erzielte seit 1999 BIP-Wachstumsraten von
fünf bis sieben Prozent. Davon profitierte bislang auch der
Außenhandel Österreichs überproportional. Wachstumsraten in ähnlicher
Größenordnung werden aufgrund der globalen Wirtschafts- und
Finanzkrise für die nächsten Jahre nicht erwartet. "Dennoch gehört
Bulgarien weiterhin zu den am raschesten wachsenden Volkswirtschaften
Europas und damit zu den Hoffnungsregionen für die heimische
Exportwirtschaft", betonte Angerer abschließend. (ES)

Rückfragehinweis:
AUSSENHANDELSSTELLE SOFIA
Dr. Michael Angerer
E-Mail: sofia@wko.at
Internet: http://www.wko.at/awo/bg.

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