WKÖ: Touristisches Know-how und Produkte "Made in Austria" in Bulgarien sehr gefragt

Erfolgreiche AWO-Wirtschaftsmission in Bulgarien: Bulgarien birgt großes Potential für heimische Tourismuswirtschaft

Wien (PWK251) - "Der Tourismus spielt in Bulgarien eine sehr wichtige Rolle, sowohl als Devisenbringer als auch für die Beschäftigung, denn jeder neunte Arbeitsplatz hängt direkt vom Fremdenverkehr ab, der Tourismussektor alleine trägt 14,5 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) Bulgariens bei", betonte Michael Angerer, österreichischer Handelsdelegierter in Sofia, anlässlich einer erfolgreichen Wirtschaftsmission Ende März in Bulgarien.

Ziel der von der Außenwirtschaft Österreich (AWO) der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) organisierten Wirtschaftsmission war die Präsentation von touristischen Produkten und Know-how "Made in Austria", um sich verstärkt in diesem Zukunftsmarkt Bulgariens zu positionieren. 12 österreichische Unternehmen mit einer breiten Palette von Tourismusberatung über Spa- und Innenausstattung zu IT-und technischen Gesamtlösungen nützten die Chance, sich dem bulgarischen Fachpublikum im Rahmen individueller Gespräche in Hissar und Plovdiv vorzustellen und potenzielle lokale Partner für den langfristigen Aufbau der Geschäfte im aufstrebenden neuen EU-Mitgliedsland Bulgarien zu treffen.

Die globale Wirtschaftkrise wird teilweise als Chance verstanden, Effizienz, Produktivität und Servicequalität zu verbessern, um Wettbewerbsfähigkeit zu gewinnen sowie ein Überleben sicherzustellen. Drei Problembereiche stellen, so Angerer, in Bulgarien die dringendsten Herausforderungen dar: Fehlende Tourismuskonzepte und unzureichende Infrastruktur, die Ausrichtung auf billigen Massentourismus und Überentwicklung bestimmter Regionen sowie mangelndes Ausbildungsniveau und Know-how des Personals, unzureichende Dienstleistungsqualität und niedrige Löhne, die Gastarbeiter erfordern. Angerer: "Die daraus entstehenden Anforderungen scheinen maßgeschneidert für österreichisches Know-how und Kompetenz im Tourismusbereich."

Besonders im Bereich Gesundheitstourismus sieht man ein großes Entwicklungspotenzial. Bulgarien verfügt über mehr als 250 hydrothermale Vorkommen, die nur in sehr geringem Ausmaß touristisch erschlossen sind. Darum sollen in den nächsten Jahren mehr Investitionen in diesen Bereich fließen, man erwartet sich auch EU-Fördermittel. Experten fordern, dass Bulgarien entsprechende Maßnahmen im Bereich Kulturattraktionen und höherwertigerem Freizeitangebot setzen soll, um weg vom Billiglohnland-Image hin zu einem qualitativ gehobeneren Tourismusland zu kommen.

Bulgariens Wirtschaft erzielte seit 1999 BIP-Wachstumsraten von fünf bis sieben Prozent. Davon profitierte bislang auch der Außenhandel Österreichs überproportional. Wachstumsraten in ähnlicher Größenordnung werden aufgrund der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise für die nächsten Jahre nicht erwartet. "Dennoch gehört Bulgarien weiterhin zu den am raschesten wachsenden Volkswirtschaften Europas und damit zu den Hoffnungsregionen für die heimische Exportwirtschaft", betonte Angerer abschließend. (ES)

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