Polizeigewerkschaft: PolizistInnen sind nicht Kopfgeldjäger

Die versprochenen zusätzlichen BeamtInnen noch gar nicht gefunden

Wien (PG/ÖGB) - "Wir sind nicht Kopfgeldjäger und werden es trotz des Wunsches von Ministerin Fekter nie werden", stellt der Vorsitzende der Personalvertretung der Wiener Polizei, Harald Segall, klar. "Die Ankündigung, dass die Innenministerin die Wiener Polizei um 450 BeamtInnen aufstocken will, ist zwar löblich, allerdings noch lange nicht Tatsache", so der Polizeigewerkschafter.++++

"Mich verwundert, dass die Innenministerin so tut als wären die versprochenen zusätzlichen PolizistInnen schon verfügbar. Tatsache ist, dass gerade die ersten 50 mit ihrer zweijährigen Ausbildung begonnen haben. Die restlichen zusätzlichen 400 BeamtInnen wurden noch nicht einmal gefunden und müssen dann noch zwei Jahre ausgebildet werden", so Segall.

Für den Polizeigewerkschafter kann es nicht sein, dass die Aufteilung "der noch gar nicht vorhandenen BeamtInnen" nach ihren "good will" stattfindet. Segall: "Wir brauchen die PolizistInnen dort wo die Kriminalität ist und nicht dort wo es sich die Ministerin oder möglicherweise ihr Einflüsterer einbilden."(ff)

ÖGB, 1. April 2009 Nr. 181

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