- 25.03.2009, 15:11:59
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Wahrung von Regionalität, biologischer Vielfalt & traditionellem Lebensmittelhandwerk
Slow Food Burgenland formiert sich neu
Nikitsch (OTS) - Mit traditionellen Spezialitäten gegen den
Einheitsgeschmack: Anlässlich der offiziellen Auftaktveranstaltung am
24. März 2009 wurden im Genussladen Nikitsch unter Beisein von
Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich und Agrarlandesrat Werner
Falb-Meixner die Ziele und kommenden Aktivitäten von Slow Food
Burgenland vorgestellt.
Essen, was man retten will
"Mit der Neugründung von Slow Food Burgenland hat die Slow Food
Schnecke ihren beständigen Weg fortgesetzt, um nun auch das
östlichste Bundesland Österreichs mit ihrer Philosophie "gut, sauber
und fair" zu erobern", freute sich Kerstin Rohrer stellvertretend für
das Team der Conviviumsleitung über die Neugründung von Slow Food
Burgenland. Nicht zuletzt, weil gerade das Burgenland mit seinem
pannonischen Kulturraum eine enorm große und erhaltenswerte
kulinarische Vielfalt zu bieten hat.
"Kernziel von Slow Food ist es die Wertschätzung von Qualität,
Vielfalt und Geschmack regionaler Produkte zu schaffen, diese
langfristig zu erhalten und damit der Vereinheitlichung des
Geschmacks entgegenzuwirken", so Kerstin Rohrer. Umweltschonende
Produktionsweisen sind dabei ebenso wichtig wie Fairness und soziale
Gerechtigkeit gegenüber ProduzentInnen wie EndverbraucherInnen.
Vom Konsumenten zum Co-Produzenten: Events & Aktivitäten 2009
Um das Wissen um die Herkunft und Kultivierung von Lebensmitteln,
deren Verarbeitung und Veredelung auch für die nächsten Generationen
zu bewahren, startet Slow Food Burgenland in wenigen Wochen auf
regionaler Ebene eine Reihe vielfältiger Aktivitäten - u.a. ein
Gartenprojekt, gemeinsames Kesselgulaschkochen, Besuche bei
ProduzentInnen, Verkostungen, Fachvorträge und Themenabendessen -,
die sowohl für Slow Food Mitglieder wie Nicht-Mitglieder zugänglich
sind.
Sie sollen dazu beitragen, auf nachhaltige Weise die
HerstellerInnen von natürlichen, regionaltypischen Lebensmitteln und
die bodenständige Gastronomie zu unterstützen und den Bezug zwischen
EndverbraucherInnen und ProduzentInnen (wieder)herzustellen.
Gleichzeitig sollen sich EndverbraucherInnen ihrer Rolle als
"Co-ProduzentInnen" bewusst werden.
Weitere Details über Slow Food Burgenland und zum aktuellen
Veranstaltungsangebot finden sich unter www.slowfoodburgenland.at.
Gemeinsame Ziele und partnerschaftlicher Austausch
Darüber hinaus wird im Sinne der Realisierung dieser Ziele der
Austausch nicht nur mit privaten InteressentInnen und ProduzentInnen
sondern auch mit öffentlichen Institutionen, Verbänden für Umwelt-
und Naturschutz, gastronomischen und Erzeugervereinigungen gepflegt.
"Die Menschen haben eine unglaubliche Sehnsucht nach authentischen
Produkten und nach Information über deren Herkunft und Verarbeitung.
Der Trend geht eindeutig in Richtung Genießen von regional
gekennzeichneten Lebensmitteln. "SLOW FOOD" und die "GENUSS REGION
ÖSTERREICH" kommen diesem Trend entgegen. Ziel muss es sein, eine
breite Produktpalette anzubieten. Es gibt auch schon eine ganz
konkrete Zusammenarbeit: Die Genuss Region "Wiesenwienerwald
Elsbeere" ist bereits als Slow Food ausgezeichnet. Ich freue mich,
dass "Slow Food" im Burgenland neu durchstarten will. Das Burgenland
hat auf kleinem Raum viel zu bieten: Das zeigen auch die 13 Genuss
Regionen", so Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich.
Mit der Arche des Geschmacks und den Lebensmittelbündnissen bietet
die Slow Food Stiftung für biologische Vielfalt wertvolle und
ergänzende Ressourcen zur Weiterentwicklung bestehender Initiativen.
"Slow Food liefert dadurch Antworten auf viele Fragen und Probleme im
Lebensmittelbereich", ist Raimondo Cusmano, Slow Food
Gebietsverantwortlicher für Slow Food in Österreich, überzeugt.
Wahrung der regionalen und traditionellen Artenvielfalt
"Die Erhaltung von traditionellem Lebensmittelhandwerk, alter
Sorten und Haustierrassen ist eines der wichtigsten Anliegen der Slow
Food Bewegung in Österreich, das gemeinsam mit Arche Noah, Arche
Austria und Bio-Austria gefördert wird", bestätigte auch Peter
Zipser, Vorstand der Arche-Kommission Österreich. Besonders rare und
schützenswerte Produkte werden in der so genannten Slow Food "Arche
des Geschmacks" erfasst, um einzigartige und geschmacklich
hervorragende Produkte wieder ins Bewusstsein der KonsumentInnen zu
rufen.
Auch das Burgenland möchte schon bald mit einem regionalen "Arche
Passagieren" in der Arche des Geschmacks vertreten sein. Mögliche
Kandidaten aus dem Burgenland könnten der Uhudler oder die allseits
beliebten Grammelpogatscherl sein.
"Der Genuss regionaler Lebensmittel bringt allen was: Gaumenfreude
für den Konsumenten, lokale Wertschöpfung für die Region, geringe
CO2-Belastung für uns alle", begrüßte Agrarlandesrat Ing. Werner
Falb-Meixner die Gründung der regionalen Slow Food Gruppe: "Es freut
mich, mit Slow Food einen neuen Partner im Bemühen um den Geschmack
unserer Heimat gefunden zu haben."
Für weitere Informationen zum Veranstaltungsprogramm sowie zur
Erlangung der Slow Food Mitgliedschaft stehen die VertreterInnen von
Slow Food Burgenland gerne zur Verfügung:
Nordburgenland
Michael Andert
Tel: 0664 8469 160
e-mail:[email protected]
Mittelburgenland
Kerstin Rohrer
Tel: 0650 812 2384
e-mail: [email protected]
Südburgenland
Josef Jugovits
Tel: 0664 612 46 85
e-mail: [email protected]
Ausblick: Slow Food Österreich wächst weiter!
Die Entwicklung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass die Slow
Food Bewegung nicht nur auf internationaler Ebene, sondern
insbesondere auch in Österreich an Gewicht gewonnen hat: Von
Vorarlberg bis ins Burgenland gibt es hierzulande mittlerweile 16
Regionalgruppen (Convivien) mit mehr als 800 Mitgliedern: Fast
zeitgleich mit dem Convivium Burgenland sind die Convivien Slow Food
Juvavum (Salzburg) und Slow Food Tirol ins Leben gerufen worden.
Die Auftaktveranstaltung von Slow Food Tirol findet am 25. Mai
2009 in Innsbruck statt. Für weitere Informationen steht Jürgen
Schmückling, Conviviumsleitung Slow Food Tirol (Tel: 0676 842 214 234
bzw. per e-mail: [email protected]) gerne zur
Verfügung!
Auskünfte über Slow Food Juvavum gibt Mag. Franz Lechner unter
Tel: 0676 6155298 sowie per e-mail: [email protected]
Presseunterlagen und Bildmaterial zum Download unter
www.slowfoodburgenland.at
Slow Food wurde 1989 von Carlo Petrini als "Internationale
Bewegung zur Wahrung des Rechts auf Genuss" ins Leben gerufen: Mit
dem Ziel, dem "Fast Life" durch Rückbesinnung auf das Gemütliche
Einhalt zu gebieten, eine lokale Esskultur und traditionelles
Lebenmittelhandwerk zu schützen und die Vielfalt und Qualität der
Produkte, sowie faire Entlohnung für ErzeugerInnen sicher zu stellen.
Ganz im Sinne von "GUT, SAUBER und FAIR".
Auf regionaler Ebene sind seither weltweit mehr als 1.000
Regionalgruppen (Convivien, 16 davon in Österreich) mit mehr als
100.000 Mitgliedern in 152 Ländern, entstanden, die es sich zur
Aufgabe gemacht haben, die traditionellen, bodenständigen Produkte
ihrer Region und das gastronomische Erbe zu fördern, zu schützen und
das Wissen um diese Vielfalt auch für die nachkommenden Generationen
zu bewahren.
Regionale Spezialitäten werden darüber hinaus seit 2003 im Rahmen
der Slow Food Stiftung für Biodiversität (sie betreut die Arche des
Geschmacks und die Förderkreise) international bekannt gemacht.
www.slowfood.com
Rückfragehinweis:
Pressekontakt - Slow Food Burgenland
Mag. Kerstin Rohrer
Tel.: +43-650 812 2384
e-mail: [email protected]
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