- 19.03.2009, 16:08:56
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- OTS0235 OTW0235
Concrete Student Trophy 2009
Interdisziplinärer Brückenschlag über Wienfluss
Wien (OTS) - Die Concrete Student Trophy, Österreichs erster Bau-
und Architekturwettbewerb, der konkret auf interdisziplinäre
Zusammenarbeit zwischen Bautechnik und Architektur setzt, wird 2009
bereits zum vierten Mal ausgeschrieben. Damit wird von den
studierenden Architekten und Bauingenieuren ein gemeinsames Bauen
für einen menschengerechten Lebensraum innerhalb eines modernen,
städtischen Verkehrswegekonzepts gefordert. Heuer gilt es, in
interdisziplinären Arbeiten eine barrierefreie Fuß- und Radwegbrücke
über den Wienfluss zu entwerfen. Einreichschluss für die Ergebnisse
aus dieser fachübergreifenden Zusammenarbeit von Technik und
Architektur ist der 9. Oktober 2009.
Ausgeschrieben ist der Vorentwurf einer klappbaren Fuß- und
Radwegbrücke in Betonbauweise über den Wienfluss bei der Urania im 1.
Wiener Gemeindebezirk. Die Brücke ist flussab der Radetzkybrücke im
Bereich der Mündung in den Donaukanal vorgesehen und wird den Vorkai
bei der Urania mit dem Hermannpark im 3. Bezirk verbinden. Das
Projekt ist für die Studierenden in vieler Hinsicht eine besondere
Herausforderung, so weist der Wienfluss dort eine Mündungsbreite von
60 Metern auf, was eine große Brückenspannweite erfordert. Bei dieser
Spannweite stellt die Kombination "klappbar" und "Ausführung in
Beton" besondere Planungsansprüche hinsichtlich des (nicht zu hohen)
Gewichts der Brücke.
Praxis sammeln für den Umgang mit dem Denkmalschutz
Gerade Wien mit seinen vielen historischen Bauten braucht
Architekten und Ingenieure, die mit dieser baulichen Vergangenheit
und dem damit verbundenen Denkmalschutz gut umgehen können. Eine
große Herausforderung dieses Wettbewerbes ist nun, dass sich die
Brücke an der vorgesehenen Stelle ins stadthistorische Bild mit
Objekten wie Urania, Radetzkybrücke und Zollamtsteg einfügt und daher
auch die Zustimmung des Bundesdenkmalamtes erforderlich ist.
Bauen mit Beton für den Umwelt- und Klimaschutz
Das Projekt der Concrete Student Trophy 2009 leistet zudem einen
Beitrag zu einem menschengerechten städtischen Lebensraum. Derzeit
ist die Verbindung für Fußgänger und Radfahrer an dieser Stelle sehr
umständlich. "Nach Fertigstellung der neuen Brücke müssen die
Radfahrer nicht mehr die acht Höhenmeter überwinden, ersparen sich
die verkehrsbelastete Radetzkybrücke, können neben dem Donaukanal
bleiben und die Ruhe und das Wasser genießen", so DI Dr.Ing. Johann
Kollegger, Professor an der TU Wien und Mitglied der hochkarätig
besetzten Jury.
Neue Baugeneration setzt auf interdisziplinäre Leistungen
Für DI Felix Friembichler, Geschäftsführer der Vereinigung der
Österreichischen Zementindustrie, ist bei der Concrete Student Trophy
2009 naturgemäß die optimale Nutzung der vielfältigen Eigenschaften
des Baustoffs Beton besonders wichtig. "Der visuelle Gesamteindruck
der Wienflussmündung mit dem tiefen Mauerprofil, den dahinter
liegenden Brücken und Stegen soll möglichst wenig gestört werden und
die offene Wasserfläche möglichst erhalten bleiben", so Friembichler.
Er sieht diese Aufgabe als "ein hervorragendes Instrument, die
interdisziplinären Leistungen einer neuen Generation von Architekten
und Ingenieuren zu demonstrieren."
Der Wettbewerb und seine Träger
Die mit insgesamt mit 12.000 Euro dotierte Concrete Student Trophy
wird für herausragende Arbeiten vergeben, bei deren Gestaltung und
Konstruktion dem Werkstoff Beton eine wesentliche Rolle zukommt.
Eingereicht werden können 2009 ausschließlich in Teamarbeit
ausgeführte interdisziplinäre Seminararbeiten, Projektarbeiten bzw.
Entwürfe, die der Themenstellung entsprechen und die außerdem im
Rahmen einer Lehrveranstaltung abgegeben und für das Studium positiv
bewertet bzw. benotet wurden. Getragen wird der Wettbewerb durch ein
Konsortium, bestehend aus der Alpine Bau GmbH, der PORR GesmbH und
der Strabag AG, der Stadt Wien, MA 29 - Brückenbau und Grundbau, dem
Verband der Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe (VZI), dem Verband
Österreichischer Beton- und Fertigteilwerke (VÖB) und der Vereinigung
der Österreichischen Zementindustrie (VÖZ), unter der fachlichen
Begleitung der TU Wien und der TU Graz.
Jury
Bmst. Ing. Karl Gruber (ALPINE Bau GmbH), O.Univ.Prof. DI Dr.Ing.
Johann Kollegger (TU Wien, Institut für Tragkonstruktionen),
Univ.Prof.Mag.arch. Elsa Prochazka (Elsa prochazka - architekturbüro,
Wien), DI Dr. Wilhelm Andreas Reismann (iC consulenten ZT GesmbH,
Präsident des Verbandes der Ziviltechniker- und Ingenieurbetriebe
(VZI)), O.Univ.-Prof. DI Dr. Lutz Sparowitz (TU-Graz, Institut für
Betonbau), Senatsrat DI Eduard Winter (MA 29 - Brückenbau und
Grundbau), DI Dr. Bernd Wolschner (SW Umwelttechnik Stoiser &
Wolschner AG, Präsident des Verbandes Österr. Beton- und
Fertigteilwerke (VÖB))
Terminablauf
28.10.2009 - Betrachtung der Einreichungen und Ermittlung der
(maximal 10) besten Projekte, 11.11.2009 - Präsentation dieser
Projekte vor der Jury und Kürung der GewinnerInnen,18.11.2009 -
Verleihung des Preises im Rahmen eines Festaktes
Ausschreibungsunterlagen
Die Ausschreibungsunterlagen können per E-Mail mit dem Stichwort
"Concrete Student Trophy 2009" unter
[email protected] angefordert oder unter
www.zement.at/concretestudenttrophy heruntergeladen werden.
Input-Lecture
Kolloquium mit thematischer Einführung für alle Interessierten:
24. März 2009. zwischen 13.30 - 15.30 Uhr, TU-Wien, A-1040 Wien,
Hauptgebäude Karlsplatz 13, Hörsaal 17, Friedrich Hartmann, Stiege 7,
3. Stock. Im Anschluss: Bauplatzbesichtigung an der Wienflussmündung
von 16.00 bis 17.00 Uhr.
Rückfragehinweis:
Pressestelle der Österreichischen Zementindustrie, Andrea Baidinger
andrea.baidinger bauen | wohnen | immobilien Kommunikationsberatung GmbH
e mail: [email protected]
www.bauenwohnenimmobilien.at
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