• 19.03.2009, 10:00:00
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Einladung zum Symposium "Die vielen Leben der Biographie" - 25. bis 27. März

Das Ludwig Boltzmann Institut für Geschichte und Theorie der Biographie präsentiert die aktuelle Forschung dieses Genres in Wien.

Wien (OTS) - Biographie ist für Wilhelm Hemecker, Leiter des
Ludwig Boltzmann Instituts (LBI) für Geschichte und Theorie der
Biographie, "weit mehr als die Geschichte großer Männer". Lange Zeit
stand das Genre im Verdacht, naiv, unwissenschaftlich und
eindimensional zu sein. Das Symposium "Die vielen Leben der
Biographie" präsentiert den Standort der Biographie in der aktuellen
kulturwissenschaftlichen Debatte.

Die Tagung findet unter Teilnahme internationaler ExpertInnen, wie
etwa Peter Alheit (Georg-August-Universität Göttingen), Devin Fore
(Princeton Univerity), Wolfram Pyta (Universität Stuttgart) und
Helmut Scheuer (Universität Kassel) statt.

25. März, Beginn 9.00: Eröffnung in der Österreichischen
Nationalbibliothek (ÖNB) durch Johanna Rachinger, Generaldirektorin
der ÖNB (Oratorium, Josefsplatz 1, 1010 Wien)

26. März, Beginn 9.30: Institut für Germanistik der Universität
Wien (Marietta-Blau-Saal, Dr. Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien)

27. März, 9.30: Int. Forschungszentrum für Kulturwissenschaften
(Reichsratsstr. 17, 1010 Wien)

Alle drei Institutionen sind Partner und Mitveranstalter des LBI
für Geschichte und Theorie der Biographie.

Das LBI für Geschichte und Theorie der Biographie

Das LBI erarbeitet eine Methodenkritik neuzeitlicher Biographik
und eine Theorie der Gattung Biographie auf Basis gesellschafts- und
literaturwissenschaftlicher, ethnologischer und gendertheoretischer
Erkenntnisse. Zudem entstehen vier wissenschaftliche Biographien zu
ExponentInnen der Österreichischen Moderne. Die Biographien decken
thematisch den Zeitraum vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Jahr
2000 (dem Todesjahr Ernst Jandls) ab; abhängig von ihren Gegenständen
repräsentieren sie auch unterschiedliche Zugänge zur Gattung.

Die Biographie zu Eugenie Schwarzwald ist sozialhistorisch
orientiert, der Erziehungsdiskurs ihrer Zeit nimmt einen wichtigen
Stellenwert ein. Die Biographie zu Hugo von Hofmannsthal unternimmt
zum ersten Mal in der Geschichte der Hofmannsthal-Forschung den
Versuch, das umfangreiche Quellenmaterial zu diesem zentralen Autor
der österreichischen Moderne zusammenzuführen. Bei Thomas Bernhard
liegt der Schwerpunkt neben der Aufarbeitung der Lebensgeschichte bei
den vielfältigen Strategien der Selbststilisierung dieses Autors. Die
Biographie zu Ernst Jandl steht im Spannungsfeld einer auf den ersten
Blick antibiographischen experimentellen Literatur und den
vielfältigen autobiographischen Formen und Ansätzen, die sich im Werk
und im Nachlass finden lassen.

Die 1961 gegründete Ludwig Boltzmann Gesellschaft (LBG) ist eine
private Trägerorganisation für Forschungseinrichtungen in Österreich
und befasst sich mit medizinischen sowie geistes-, sozial- und
kulturwissenschaftlichen Fragestellungen. Seit einer umfassenden
Organisationsreform 2002 werden Ludwig Boltzmann Institute (LBI)
aufgrund von Ausschreibungen und mit internationalem
Begutachtungsverfahren eingerichtet. Ein besonderes Merkmal von
Ludwig Boltzmann Instituten ist die Kooperation mit
Partnerorganisationen.www.lbg.ac.at

Rückfragehinweis:
Mag. Cornelia Nalepka
Tel: +43 1 4277 42163
Details unter http://gtb.lbg.ac.at

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