• 12.03.2009, 17:55:46
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Stöger: Grenzwerte für Transfette bereits ab Juni in Kraft

Wien (SK) - "Künstliche Fette sind die gefährlichsten Fette. Sie
haben in Lebensmitteln keine notwendige Funktion, fördern allerdings
Herz-Kreislauferkrankungen und zusätzlich werden Zusammenhänge mit
manchen Krebsformen und Diabetes vermutet", begründete
Gesundheitsminister Alois Stöger, warum er strenge Grenzwerte bei
Transfetten in Lebensmitteln einführen werde. Der Minister bekannte
sich dazu, hier rasch handeln zu wollen. "Ich habe daher eine
'Trans-Fettsäuren-Verordnung' in Begutachtung geschickt, die noch bis
Ende März läuft", so Stöger. Die Verordnung zur Begrenzung des
Einsatzes von künstlichen Transfettsäuren in Lebensmitteln diene dem
vorsorglichen Gesundheitsschutz und sollte bereits im Juni,
jedenfalls aber vor dem Sommer in Kraft treten. ****

Der Entwurf sehe vor, so Stöger, dass ein Inverkehrbringen von Fetten
und Ölen in Österreich mit mehr als zwei Prozent künstlichen
Transfettsäuren verboten werde. Bei zusammengesetzten Lebensmitteln
mit einem Fettgehalt von weniger als 20 Prozent soll ein
Transfettsäuregehalt von bis zu vier Prozent erlaubt sein. Stöger
nannte die generelle Verringerung der Gesamtfettaufnahme als
gesundheitspolitisches Ziel. "Wir folgen damit dem Beispiel Dänemark,
wo eine ähnliche Regelung bereits seit einiger Zeit in Kraft ist", so
Stöger. Die Maßnahme stoße in Dänemark auf breiteste Akzeptanz und
habe dort zu keiner Verteuerung der Lebensmittel geführt.

Wissenschaftliche Veröffentlichungen zur dänischen Situation hätten
auch gezeigt, dass es nun nicht mehr möglich sei,
gsundheitsgefährdende Mengen von künstlichen Transfettsäuren zu
konsumieren. Nach aktueller Planung soll die Verordnung in Österreich
schon im Juni in Kraft treten können. "Österreich ist nun in Europa
das zweite Land, das diesen Schritt geht und ich bin überzeugt davon,
dass es eine richtige Maßnahme im Interesse der Bevölkerung und ein
wichtiges Ziel im Sinne der Gesundheitsvorsorge ist", betonte Stöger
abschließend. (Schluss) sv

Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

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