- 12.03.2009, 10:32:28
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PostlerInnen erarbeiten im Jahr 2008 Rekordgewinn von fast 170 Mio Euro
Davon erhält Finanzminister Pröll knapp 90 Mio. Euro. Dieser Betrag sichert alle 293 zur Schließung angemeldeten Filialen für die nächsten acht Jahre
Wien (GPF/ÖGB) - Die Postlerinnen und Postler haben im Jahr 2008
einen Rekordgewinn von fast 170 Millionen Euro erarbeitet. Das sind 2
Euro 50 Cent pro Aktie. Die Republik Österreich besitzt 35,7
Millionen Aktien. Damit erhält Finanzminister Josef Pröll knapp 90
Euro für den Staatssäckel.++++
"Würde der Finanzminister diese 90 Mio. Euro als
Strukturkostenbeitrag für die Erhaltung der Postämter verwenden,
wären alle 293 Filialen acht Jahre problemlos weiter zu führen", so
Gewerkschaftsvorsitzender Gerhard Fritz nach der Veröffentlichung des
Jahresabschlusses der Post AG.
Aus Sicht der betroffenen Menschen ist es schlicht und einfach zu
wenig, in Sonntagsreden von der Stärkung des ländlichen Raumes zu
sprechen und gleichzeitig keinen Cent dafür in die Hand zu nehmen.
Für Gerhard Fritz wäre die Gewährung eines staatlichen
Strukturkostenbeitrages eine sehr sinnvolle Maßnahme, hat doch auch
Frankreichs Staatspräsident Sarkozy ebenfalls schon laut über einen
solchen Beitrag für die französische Post nachgedacht.
"Wenn dem Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll das Land und
die Bevölkerung wirklich wichtig sind, muss er jetzt den für ihn
verfügbaren Postgewinn in der Höhe von 90 Mio. Euro der Post als
Strukturkostenbeitrag überweisen und damit die Post AG beauftragen,
das Filialnetz in vollem Umfang aufrecht zu erhalten", so Fritz
abschließend.
ÖGB, 12. März 2009 Nr. 135
Rückfragehinweis:
Martin Palensky
Zentralausschuss der Post AG
0664/624 1206
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