PostlerInnen erarbeiten im Jahr 2008 Rekordgewinn von fast 170 Mio Euro

Davon erhält Finanzminister Pröll knapp 90 Mio. Euro. Dieser Betrag sichert alle 293 zur Schließung angemeldeten Filialen für die nächsten acht Jahre

Wien (GPF/ÖGB) - Die Postlerinnen und Postler haben im Jahr 2008 einen Rekordgewinn von fast 170 Millionen Euro erarbeitet. Das sind 2 Euro 50 Cent pro Aktie. Die Republik Österreich besitzt 35,7 Millionen Aktien. Damit erhält Finanzminister Josef Pröll knapp 90 Euro für den Staatssäckel.++++

"Würde der Finanzminister diese 90 Mio. Euro als Strukturkostenbeitrag für die Erhaltung der Postämter verwenden, wären alle 293 Filialen acht Jahre problemlos weiter zu führen", so Gewerkschaftsvorsitzender Gerhard Fritz nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses der Post AG.

Aus Sicht der betroffenen Menschen ist es schlicht und einfach zu wenig, in Sonntagsreden von der Stärkung des ländlichen Raumes zu sprechen und gleichzeitig keinen Cent dafür in die Hand zu nehmen.

Für Gerhard Fritz wäre die Gewährung eines staatlichen Strukturkostenbeitrages eine sehr sinnvolle Maßnahme, hat doch auch Frankreichs Staatspräsident Sarkozy ebenfalls schon laut über einen solchen Beitrag für die französische Post nachgedacht.

"Wenn dem Vizekanzler und Finanzminister Josef Pröll das Land und die Bevölkerung wirklich wichtig sind, muss er jetzt den für ihn verfügbaren Postgewinn in der Höhe von 90 Mio. Euro der Post als Strukturkostenbeitrag überweisen und damit die Post AG beauftragen, das Filialnetz in vollem Umfang aufrecht zu erhalten", so Fritz abschließend.

ÖGB, 12. März 2009 Nr. 135

Rückfragen & Kontakt:

0664/624 1206

Martin Palensky
Zentralausschuss der Post AG

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0002