• 12.03.2009, 10:30:00
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Gesund durch Vorsorge: Ärztekammer setzt Präventionskampagne fort

Start der Kampagne mit "Allergien vermeiden" - Dorner: "Bewusst den Schwerpunkt auf Erwachsenengesundheit gelegt"

Wien (OTS) - "Aufatmen. Durchatmen. Allergien vermeiden." - Mit
diesem Slogan startete Ärztekammerpräsident Walter Dorner heute,
Donnerstag, im Rahmen einer Pressekonferenz die Fortsetzung der im
Vorjahr initiierten Präventionskampagne unter dem neuen Titel "Gesund
durch Vorsorge". Mit der Aktion will die Ärztekammer beitragen, "das
Bewusstsein der Wienerinnen und Wiener für ihre eigene Gesundheit und
die Bedeutung von Prävention weiter zu schärfen", betonte Dorner.
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Auch 2009 wurden wieder vier Schwerpunktthemen ausgewählt, die ein
Jahr lang die Öffentlichkeitsarbeit der Wiener Ärztekammer
beeinflussen werden: "Allergien vermeiden", "vor Sonne schützen",
"Krebs vorbeugen" und "auf die Psyche achten".

"Wir haben heuer bewusst Aspekte ausgewählt, die das Thema
'Erwachsenengesundheit' behandeln", erklärt Dorner. Denn: Immer mehr
Wienerinnen und Wiener seien sich zwar der Verantwortung gegenüber
ihrer eigenen Gesundheit bewusst und würden Sport betreiben oder auf
eine gesunde Ernährung achten. Doch "Gesundheitsvorsorge muss auch
auf einer medizinische Ebene im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen
stattfinden", so der Ärztekammerpräsident.

Allergien sind mittlerweile Volkskrankheiten

Gestartet wird die Aktion mit dem Thema "Aufatmen. Durchatmen.
Allergien vermeiden". Allergische Erkrankungen sind international auf
dem Vormarsch. In Österreich leidet jeder Vierte an einer Allergie.
Zählt man Nahrungsmittelintoleranzen hinzu, hat die Hälfte der
Österreicher ein Problem mit Umwelteinflüssen oder mit
Nahrungsmitteln.

"Allergien sind mittlerweile zu echten Volkskrankheiten geworden",
bestätigt Beatrix Tichatschek, Allgemeinmedizinerin im
Allergiezentrum Wien West, diese Entwicklung. Die Expertin warnt
davor, allergische Erkrankungen als "Mode"-Gag abzutun, denn:
"Allergiker kosten viel Geld."

Viele Patienten würden häufig sehr lange warten, bis sie eine
ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen. Dies wirke sich massiv auf
die Kosten der Behandlung aus, die sogar die Belastungen durch
Tuberkulose und HIV/AIDS zusammen übertreffen. Denn mehr als ein
Drittel der Personen mit "Heuschnupfen" erkrankt später häufig an
einem allergischen Asthma. Zum Vergleich: Die Behandlung einer
Allergie kostet im Jahr 1.543 Euro, von Asthma: 9.287 Euro.

Allergien bei Kindern und Jugendlichen

Bei Kindern und Jugendlichen stellt Asthma die häufigste
chronische Erkrankung dar, bei etwa 80 bis 85 Prozent wird die
Krankheit durch eine Allergie ausgelöst. "Die genauen Ursachen für
die Entstehung und Zunahme von allergischen Erkrankungen sind
allerdings noch nicht vollständig erforscht", erläutert Rudolf
Schmitzberger, Facharzt für Kinder- und Jugendheilkunde in Wien.

Nachgewiesen sei jedoch, dass die Allergien der Eltern eine Rolle
spielen: "Gibt es in der Familie Allergien, liegt das Risiko,
ebenfalls eine Allergie zu entwickeln, für den Nachwuchs bei ungefähr
30 Prozent", so Schmitzberger. Sind beide Elternteile allergisch, sei
das Risiko "noch weit höher".

Zur Vorbeugung von Allergien bei Kindern und Jugendlichen rät der
Experte daher, bereits in der Schwangerschaft für eine möglichst
abwechslungsreiche Ernährung zu sorgen. Unterstützend wirke auch, die
Wohnung rauchfrei zu halten und vier Monate lang ausschließlich zu
stillen. Zudem sei es hilfreich, den Wohnraum zu sanieren sowie keine
Fell tragenden Haustiere anzuschaffen. (kp)

(S E R V I CE - Um Patientinnen und Patienten verstärkt auf das
Thema "Allergie" aufmerksam zu machen, hat die Ärztekammer
Informationsmaterialien (Folder und Plakat) erstellt. Die Materialien
können kostenlos und österreichweit in der Pressestelle der
Ärztekammer für Wien, Tel.: 01/515 01-1223 DW, E-Mail:
[email protected], bestellt werden.)

Rückfragehinweis:

Ärztekammer für Wien - Pressestelle
   Mag. Kristin Posch
   Tel.: (++43-1) 51501/1223 od. 0664/8109692
   Fax: (++43-1) 51501/1289
   mailto:[email protected]
   http://www.aekwien.at

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