Gahr: Südtirol-Unterausschuss konstituiert - Österreich wird sich auch in Zukunft für Anliegen Südtirols einsetzen

Gedenkjahr 2009 als Impuls für enge Kooperation und Projekte nutzen

Wien (ÖVP-PK) - Im Parlament wurde heute, Donnerstag, der Unterausschuss für Südtirol konstituiert. Der neue und alte Obmann ÖVP-Abg. Hermann Gahr verspricht einen weiteren Einsatz Österreichs für die Interessen Südtirols: "Wir werden die Schutzfunktion wahrnehmen und Angriffsversuche auf die Autonomie abwehren. Auch wenn sich die italienische Regierung nicht immer eindeutig zu dieser bekennt, wir stehen zu dieser Vereinbarung auf der Grundlage des Pariser Abkommens. Die Südtiroler Autonomie hat für Europa Modellcharakter und steht für ein friedliches Zusammenleben mehrerer Volksgruppen. Dieses Modell Südtirol darf aber nicht konserviert, sondern muss weiterentwickelt werden", fordert Gahr. ****

Gedenkjahr für Austausch und neue Kontakte nutzen

Wesentliches Ziel des Ausschusses sei auch eine breite Bewusstmachung für das Südtirolthema im österreichischen Parlament und in der Gesellschaft insgesamt. Gahr lädt Südtiroler Landespolitiker zu einem Gegenbesuch nach Wien ein, um den parlamentarischen Dialog zu fördern. Er wünscht sich auch, dass zukünftig mehr Südtiroler Schulklassen das Parlament besuchen. Gahr fordert auch ein gemeinsames und geeintes Auftreten in der Angelegenheit Brenner Basistunnel, damit dieser rasch realisiert werden kann.

"Das Tiroler Gedenkjahr soll ein Impuls für verschiedenste Aktivitäten aus den Bereichen Wirtschaft, Kultur und Politik sein und für einen Austausch zwischen Nord- und Südtirol genutzt werden. Das neue Bergisel-Museum wird ein wesentlicher Beitrag für eine neue Belebung der Tiroler Geschichte sein."

Enge Kooperation statt Wiedervereinigung

Nichts abgewinnen kann der Ausschussobmann den utopischen Bestrebungen der FPÖ nach einer Wiedervereinigung, wie von dieser gestern in einem Kommunique verlautbart. "Es ist mir besonders wichtig, keine radikalen Strömungen zu unterstützen, sondern eine gemäßigte Meinung zu vertreten. Politischer Dialog ist für Südtirol nützlicher als politischer Streit und unrealistische Forderungen. Solange Strache und Co. auf europäischer Ebene mit den italienischen Postfaschisten kooperieren, sind sie etwa in der Ortstafelfrage oder auch in der Frage der Faschistendenkmäler nicht glaubwürdig. Hier wird sich die ÖVP konstruktiv einbringen und vernünftige Lösungen suchen. Unsere Südtiroler Freunde werden uns dabei unterstützen, ich freue mich auf die Zusammenarbeit", schließt Gahr.
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