- 11.03.2009, 10:19:15
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Landau: Verschiebung der Mindestsicherung ist dramatischer Rückschritt
Caritas fordert endlich den Ernst der Lage in Sachen Armutsbekämpfung zu erkennen und zu handeln
Wien (OTS) - Anlässlich der gestrigen Aussagen von Bundesminister
Rudolf Hundstorfer zur Verschiebung der Mindestsicherung zeigt sich
Caritasdirektor Michael Landau zutiefst enttäuscht: "Es ist für mich
absolut unverständlich, dass es bei der Mindestsicherung zu weiteren
Verzögerungen kommt. Hier geht es konkret um nachhaltige
Verbesserungen für sozial schwache Menschen. Die bedarfsorientierte
Mindestsicherung gerade in Zeiten der wirtschaftlich angespannten
Situation auf die lange Bank zu schieben, ist völlig inakzeptabel."
Derzeit sind laut Sozialministeriums 459.000 Menschen in
Österreich akut arm, weitere rund 570.000 einkommensarm und gefährdet
in akute Armut abzurutschen. Diese Zahlen belegen sehr deutlich, dass
Armut auch in Österreich für viele Menschen ein Stück Realität ist.
Die Prognosen der Experten und die steigenden Arbeitslosenzahlen
zeigen, dass der Druck auf die Menschen in den kommenden Monaten
weiter zunehmen wird. Caritasdirektor Michael Landau: "Es ist daher
aus meiner Sicht grob fahrlässig und völlig unverantwortlich, auf
diese Entwicklungen nicht zu reagieren. Die bedarfsorientierte
Mindestsicherung muss daher eher gestern als morgen eingeführt
werden, um den Sozialstaat Österreich endlich armutsfest und
zukunftstauglich zu machen. Ich appelliere daher dringend an
Sozialminister Hundstorfer und die Vertreter der Länder, endlich den
Ernst der Lage in Sachen Armutsbekämpfung zu erkennen und an dem noch
vor wenigen Wochen angekündigten Fahrplan und der Einführung der
bedarfsorientierten Mindestsicherung mit 1.1.2010 festzuhalten!"
Rückfragehinweis:
Mag.(FH) Klaus Schwertner
Pressesprecher Caritas der Erzdiözese Wien
Tel.: +43 (0)1/878 12-221, Mobil: +43 (0)664/848 26 18
mailto:[email protected]
www.caritas-wien.at
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