- 08.03.2009, 11:56:54
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Armutsbetroffene zur Finanzkrise: Nicht auf unserem Rücken!
Öster. Treffen von Menschen mit Armutserfahrungen."Genug da für die Bedürfnisse aller, aber nicht für jedes Einzelnen Gier."
Wien (OTS) - "Nicht auf unserem Rücken", warnen Armutsbetroffene
davor, dass durch drohende Sparpakete bei Gesundheit, Bildung und
Soziales immer mehr Menschen für das Desaster der Finanzkrise doppelt
bezahlen müssen. Am Wiener Graben zwischen Luxusgeschäften und
Großbanken machten Erwerbsarbeitslose, VerkäuferInnen von
Straßenzeitungen, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen und
Flüchtlinge auf ihre Situation aufmerksam. "Es ist genug da für die
Bedürfnisse aller, aber nicht für jedes Einzelnen Gier", forderten
sie in Anlehnung an ein Zitat Gandhis "mehr sozialen Ausgleich und
eine faire Verteilung des Reichtums in Österreich".
Bild "Armutsbetroffene vor Meinl am Graben/ Wien"
http://www.armutskonferenz.at/images/SBW4_march09.JPG
Konkret geht es um bessere Maßnahmen für psychische Gesundheit
und gegen Willkür am Sozialamt wie AMS. Die Notwendigkeit von
leistbarem Wohnen und Energiegrundsicherung mit günstigerem,
effizienterem Heizen und der gleichberechtigte Zugang zu
Gesundheitsleistungen wurde in Straßentheaterszenen vermittelt. Die
TeilnehmerInnen des österreichweiten Treffens von Menschen mit
Armutserfahrungen forderten weiters gleiche Bildungschancen und eine
Grundsicherung, die wirklich zum Leben reicht. Denn: "Armut kann
jeden treffen. Es geht um die existentiellen Lebens-Mittel, die wir
zum Leben brauchen."
An die 100 Erwerbsarbeitslose, MitarbeiterInnen von
Straßenzeitungen, psychisch Erkrankte, Menschen mit Behinderungen,
Alleinerzieherinnen und MigrantInnen aus ganz Österreich sind dieses
Wochenende drei Tage unter dem Motto "Sichtbar Werden" in Wien
zusammen gekommen, um gemeinsam über Strategien gegen Armut zu
beraten. Das von der Armutskonferenz koordinierte Projekt versteht
sich als Beitrag zu einer umfassenden Strategie der Armutsbekämpfung
unter Einbeziehung aller Akteure, wie sie beim europäischen Rat von
Nizza von allen europäischen Staatschefs beschlossen wurde.
Rückfragehinweis:
DIE ARMUTSKONFERENZ.
www.armutskonferenz.at
Martin Schenk (Diakonie Österreich): Tel: 0664/ 544 55 54
Michaela Moser (ASB Schuldenberatung): Tel: 0676/ 544 2646
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