AK präsentiert Frauenmonitor 09: Aufholbedarf in Oberösterreich besonders groß

Linz (OTS) - AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer und AK-Frauenbüro-Leiterin Mag.a Elisabeth Buchinger präsentierten heute den Frauenmonitor 09 - eine aktuelle Bestandsaufnahme der Situation oberösterreichischer Frauen anhand von Themen wie Einkommen, Beschäftigung, Bildung oder Arbeitslosigkeit. Die Schlechterstellung von Frauen sei hierzulande noch ausgeprägter als in anderen Bundesländern, stellt Kalliauer fest. Wenn nicht rasch gegengesteuert werde, könnten die Frauen durch die Wirtschaftskrise noch mehr an Terrain verlieren.

Was Chancengleichheit und Gleichstellung betrifft, haben oberösterreichische Frauen immer noch einiges aufzuholen. Bei Einkommen, Vollzeitarbeitsplätzen und Kinderbetreuung ist Oberösterreich nach wie vor Nachzügler. "Wegen der aktuellen Wirtschaftskrise drohen weitere Verschlechterungen", befürchtet AK-Präsident Kalliauer. Deshalb sei es gerade auch aus der Gleichstellungsperspektive heraus besonders wichtig, dass Bund, Länder und Gemeinden gleichermaßen aktiv werden, um rasch wirksame Konjunkturpakete umzusetzen und gegen die steigende Arbeitslosigkeit anzukämpfen.

Die Erwerbstätigkeit von Frauen ist 2007 gegenüber dem Vorjahr zwar um 7 Prozent angestiegen, doch der Anteil der Vollzeit beschäftigten Frauen ist im gleichen Zeitraum sogar geringfügig gesunken. In Oberösterreich ist der Anteil der Vollzeit beschäftigten Frauen an allen unselbständig beschäftigten Frauen mit 53 Prozent bundesweit der niedrigste. Und nur in Vorarlberg ist der Einkommensnachteil der Frauen gegenüber den Männern trotz Vollzeitbeschäftigung noch höher. Schließlich hapert es auch bei der Kinderbetreuung: Mit einer Betreuungsquote von 6 Prozent bei Kindern unter drei Jahren (ohne Tagesmütter) liegt Oberösterreich ebenfalls an vorletzter Stelle.

"Ganz wichtig ist jetzt ein starker und aktiver öffentlicher Sektor. Öffentliche Investitionen in Kinderbetreuung, Bildung und Pflege zum Beispiel kurbeln die Wirtschaft an, schaffen Arbeitsplätze und entlasten zudem die Frauen von bisher gratis erbrachten Dienstleistungen", sagt Kalliauer.

Erfreut zeigt sich Kalliauer, dass mit der Abschaffung der Elternbeiträge in der vorschulischen Kinderbetreuung eine langjährige Forderung der Arbeiterkammer endlich erfüllt wird. "Das kann aber nur der Einstieg in ein umfassendes Ausbauprogramm sein", so der AK-Präsident.

Den Frauenmonitor 09 gibt’s beim Frauenbüro der Arbeiterkammer Oberösterreich, Tel. 050/6906-2142, E-Mail frauen@akooe.at, oder auf www.arbeiterkammer.com zum Herunterladen.

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