• 25.02.2009, 11:11:00
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AK präsentiert Frauenmonitor 09: Aufholbedarf in Oberösterreich besonders groß

Linz (OTS) - AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer und
AK-Frauenbüro-Leiterin Mag.a Elisabeth Buchinger präsentierten heute
den Frauenmonitor 09 - eine aktuelle Bestandsaufnahme der Situation
oberösterreichischer Frauen anhand von Themen wie Einkommen,
Beschäftigung, Bildung oder Arbeitslosigkeit. Die Schlechterstellung
von Frauen sei hierzulande noch ausgeprägter als in anderen
Bundesländern, stellt Kalliauer fest. Wenn nicht rasch gegengesteuert
werde, könnten die Frauen durch die Wirtschaftskrise noch mehr an
Terrain verlieren.

Was Chancengleichheit und Gleichstellung betrifft, haben
oberösterreichische Frauen immer noch einiges aufzuholen. Bei
Einkommen, Vollzeitarbeitsplätzen und Kinderbetreuung ist
Oberösterreich nach wie vor Nachzügler. "Wegen der aktuellen
Wirtschaftskrise drohen weitere Verschlechterungen", befürchtet
AK-Präsident Kalliauer. Deshalb sei es gerade auch aus der
Gleichstellungsperspektive heraus besonders wichtig, dass Bund,
Länder und Gemeinden gleichermaßen aktiv werden, um rasch wirksame
Konjunkturpakete umzusetzen und gegen die steigende Arbeitslosigkeit
anzukämpfen.

Die Erwerbstätigkeit von Frauen ist 2007 gegenüber dem Vorjahr
zwar um 7 Prozent angestiegen, doch der Anteil der Vollzeit
beschäftigten Frauen ist im gleichen Zeitraum sogar geringfügig
gesunken. In Oberösterreich ist der Anteil der Vollzeit beschäftigten
Frauen an allen unselbständig beschäftigten Frauen mit 53 Prozent
bundesweit der niedrigste. Und nur in Vorarlberg ist der
Einkommensnachteil der Frauen gegenüber den Männern trotz
Vollzeitbeschäftigung noch höher. Schließlich hapert es auch bei der
Kinderbetreuung: Mit einer Betreuungsquote von 6 Prozent bei Kindern
unter drei Jahren (ohne Tagesmütter) liegt Oberösterreich ebenfalls
an vorletzter Stelle.

"Ganz wichtig ist jetzt ein starker und aktiver öffentlicher
Sektor. Öffentliche Investitionen in Kinderbetreuung, Bildung und
Pflege zum Beispiel kurbeln die Wirtschaft an, schaffen Arbeitsplätze
und entlasten zudem die Frauen von bisher gratis erbrachten
Dienstleistungen", sagt Kalliauer.

Erfreut zeigt sich Kalliauer, dass mit der Abschaffung der
Elternbeiträge in der vorschulischen Kinderbetreuung eine langjährige
Forderung der Arbeiterkammer endlich erfüllt wird. "Das kann aber nur
der Einstieg in ein umfassendes Ausbauprogramm sein", so der
AK-Präsident.

Den Frauenmonitor 09 gibt’s beim Frauenbüro der Arbeiterkammer
Oberösterreich, Tel. 050/6906-2142, E-Mail [email protected], oder auf
www.arbeiterkammer.com zum Herunterladen.

Rückfragehinweis:

Arbeiterkammer Oberösterreich
   Kommunikation
   Martina Macher
   Tel.: (0732) 6906-2182
   mailto:[email protected]
   http://www.arbeiterkammer.com

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