• 22.02.2009, 10:20:00
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Schittenhelm: Frauen werden auch die nächsten 30 Jahre für Gleichberechtigung kämpfen

Morgen vor 30 Jahren trat das Gleichbehandlungsgesetz in Kraft

Wien (ÖVP-PK) - Morgen, Montag, vor 30 Jahren - genau am 23.
Februar 1979 - trat das Gleichbehandlungsgesetz in Kraft. "Vieles
wurde in diesen drei Jahrzehnten erreicht, aber vieles muss nach wie
vor getan werden, um die Gleichstellung der Geschlechter wirklich
gewährleisten zu können", stellte heute, Sonntag, die ÖVP-Abgeordnete
Dorothea Schittenhelm, Obfraustellvertreterin im
Gleichbehandlungsausschuss und Landesleiterin der Österreichischen
Frauenbewegung Niederösterreich, fest. ****

Zahlreiche Novellen haben das Gleichbehandlungsgesetz bisher
wesentlich erweitert. So wurde beispielsweise unter
ÖVP-Frauenministerin Maria Rauch-Kallat 2004 die Ausweitung der
Gleichbehandlung auf die Bereiche ethnische Zugehörigkeit, Religion,
Alter und sexuelle Orientierung beschlossen.

Schittenhelm weiter: "Obwohl in all diesen Jahren vielfältigste
Maßnahmen gegen die Diskriminierung von Frauen und zur
Frauenförderung im Arbeitsbereich, im Gesundheitsbereich, in der
Wissenschaft und Forschung aber auch im Kampf gegen Gewalt gegen
Frauen gesetzt wurden, gibt es in unserer Gesellschaft nach wie vor
diskriminierende Lebensbedingungen für Frauen."

Jene Frauen, die vor 90 Jahren für das Wahlrecht kämpfen mussten,
forderten zu Beginn des 20. Jahrhunderts, für die gleiche Leistung
den gleichen Lohn wie Männer zu bekommen. Aber erst 60 Jahre nach
Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts wurden 1979 im "Gesetz
über die Gleichbehandlung von Frau und Mann bei der Festsetzung des
Entgelts" (BGBl.Nr. 108/1979) die separaten Lohntafeln für Frauen und
Männer aus den Kollektivverträgen eliminiert. Weitere 30 Jahre später
verdienen Frauen nach wie vor und in allen Beschäftigtengruppen
deutlich weniger als Männer, verwies Schittenhelm, auch Mitglied im
Rechnungshofausschuss, auf den am Donnerstag im Ausschuss
diskutierten Einkommensbericht.

"2007 betrug das mittlere Einkommen der Frauen nur 59 Prozent des
mittleren Männereinkommens. Frauen sind überproportional in
Dienstleistungs- und Hilfstätigkeiten und damit in schlecht bezahlten
Berufen zu finden. Das mittlere Bruttojahreseinkommen von
Arbeiterinnen betrug beispielsweise 2007 19.544 Euro - jenes der
Arbeiter 29.023 Euro. Sie verdienen damit um fast 33 Prozent weniger
als ihre männlichen Kollegen", stellt die ÖVP-Abgeordnete fest.

"Erklärtes Ziel der ÖVP-Frauenpolitik ist, auch weiterhin die
gleichberechtigte Partnerschaft von Frauen und Männern in Familie,
Berufs- und Arbeitswelt aber auch in der Politik zu erreichen", so
Schittenhelm abschließend.
(Schluss)

Rückfragehinweis:
Pressestelle des ÖVP-Parlamentklubs
Tel.: 01/40110/4436
http://www.oevpklub.at

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