Schittenhelm: Frauen werden auch die nächsten 30 Jahre für Gleichberechtigung kämpfen

Morgen vor 30 Jahren trat das Gleichbehandlungsgesetz in Kraft

Wien (ÖVP-PK) - Morgen, Montag, vor 30 Jahren - genau am 23. Februar 1979 - trat das Gleichbehandlungsgesetz in Kraft. "Vieles wurde in diesen drei Jahrzehnten erreicht, aber vieles muss nach wie vor getan werden, um die Gleichstellung der Geschlechter wirklich gewährleisten zu können", stellte heute, Sonntag, die ÖVP-Abgeordnete Dorothea Schittenhelm, Obfraustellvertreterin im Gleichbehandlungsausschuss und Landesleiterin der Österreichischen Frauenbewegung Niederösterreich, fest. ****

Zahlreiche Novellen haben das Gleichbehandlungsgesetz bisher wesentlich erweitert. So wurde beispielsweise unter ÖVP-Frauenministerin Maria Rauch-Kallat 2004 die Ausweitung der Gleichbehandlung auf die Bereiche ethnische Zugehörigkeit, Religion, Alter und sexuelle Orientierung beschlossen.

Schittenhelm weiter: "Obwohl in all diesen Jahren vielfältigste Maßnahmen gegen die Diskriminierung von Frauen und zur Frauenförderung im Arbeitsbereich, im Gesundheitsbereich, in der Wissenschaft und Forschung aber auch im Kampf gegen Gewalt gegen Frauen gesetzt wurden, gibt es in unserer Gesellschaft nach wie vor diskriminierende Lebensbedingungen für Frauen."

Jene Frauen, die vor 90 Jahren für das Wahlrecht kämpfen mussten, forderten zu Beginn des 20. Jahrhunderts, für die gleiche Leistung den gleichen Lohn wie Männer zu bekommen. Aber erst 60 Jahre nach Einführung des aktiven und passiven Wahlrechts wurden 1979 im "Gesetz über die Gleichbehandlung von Frau und Mann bei der Festsetzung des Entgelts" (BGBl.Nr. 108/1979) die separaten Lohntafeln für Frauen und Männer aus den Kollektivverträgen eliminiert. Weitere 30 Jahre später verdienen Frauen nach wie vor und in allen Beschäftigtengruppen deutlich weniger als Männer, verwies Schittenhelm, auch Mitglied im Rechnungshofausschuss, auf den am Donnerstag im Ausschuss diskutierten Einkommensbericht.

"2007 betrug das mittlere Einkommen der Frauen nur 59 Prozent des mittleren Männereinkommens. Frauen sind überproportional in Dienstleistungs- und Hilfstätigkeiten und damit in schlecht bezahlten Berufen zu finden. Das mittlere Bruttojahreseinkommen von Arbeiterinnen betrug beispielsweise 2007 19.544 Euro - jenes der Arbeiter 29.023 Euro. Sie verdienen damit um fast 33 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen", stellt die ÖVP-Abgeordnete fest.

"Erklärtes Ziel der ÖVP-Frauenpolitik ist, auch weiterhin die gleichberechtigte Partnerschaft von Frauen und Männern in Familie, Berufs- und Arbeitswelt aber auch in der Politik zu erreichen", so Schittenhelm abschließend.
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