Gastronomie gegen Forderung der EKZ Betreiber nach totalem Rauchverbot

Hinterleitner: "Ein Wettbewerbsnachteil ist nicht erkennbar" - "Generelles Rauchverbot soll von der Nichterfüllung eigener Verpflichtungen ablenken"

Wien (PWK113) - Wenig Verständnis für die Forderung der Betreiber von Einkaufszentren (EKZ) nach einem totalen Rauchverbot hat der Fachverband Gastronomie in der Wirtschaftskammer Österreich.

"Dass in den Einkaufsmalls Rauchverbot besteht, ist bereits seit dem Jahr 2005 Tatsache. Gekümmert haben sich die Betreiber darum bisher nicht. Da es nun seit 1. Jänner Strafen für die Einkaufszentrenbetreiber gibt, fällt ihnen nichts Besseres ein als ein generelles Rauchverbot für alle Gastronomiebetriebe zu verlangen", ärgert sich Hinterleitner. Die EKZ-Betreiber agierten offenbar frei nach dem Motto "Wenn ich ein Problem habe, sollen es auch die anderen nicht besser haben. Das ist doch eine Farce."

Das Argument, dass Gastwirte in EKZ einen Wettbewerbsnachteil hätten, der nur durch ein totales Rauchverbot in der Gastronomie ausgeglichen werden könne, sei absolut hanebüchen. Eine derartige Wettbewerbsverzerrung setze eine Konkurrenzsituation voraus. Eine solche liege jedoch nur in den seltensten Fällen vor. "Die Gastronomiebetriebe in Einkaufszentren werden in erster Linie dazu genutzt, um sich eine Pause vom Shoppen zu gönnen. Es wird jedoch niemand für einen Kaffee oder eine Zigarette das Einkaufszentrum verlassen. Wenn diese Gastwirte benachteiligt sind, dann deshalb, weil sie nur Mieter bzw. Pächter der Lokale sind und die Betreiber der Einkaufszentren anscheinend keinerlei Interesse zeigen, sie bei Maßnahmen zur Schaffung abgetrennter Raucherbereiche zu unterstützen. Mit der Forderung nach einem totalen Rauchverbot möchten sich die Betreiber offensichtlich ihrer Verpflichtungen auf elegante Weise entledigen", kritisiert der Sprecher der österreichischen Gastronomie die Stellungnahme von Stephan Mayer- Heinisch, des Obmanns des EKZ-Verbandes. "Es wäre empfehlenswerter, wenn die Betreiber die betroffenen Gastronomen bei Investitionen zur Schaffung getrennter Raucherbereiche unterstützen anstatt ein generelles Rauchverbot für alle zu fordern". (hp)

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