• 13.02.2009, 14:27:41
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AKH - ÄrztInnen sind MitarbeiterInnen der Medizinischen Universität Wien

Lehre und Forschung müssen im Vordergrund stehen

Wien (OTS) - Der Rektor der Medizinischen Universität Wien,
Wolfgang Schütz, zeigt sich verwundert über die Vorwürfe, die
ärztliche Versorgung am AKH funktioniere nur suboptimal. "Das ist
erstens falsch und zweitens sind die am AKH beschäftigten Ärztinnen
und Ärzte Mitarbeiter der Medizinischen Universität Wien und haben
neben ihrer ärztlichen Tätigkeit die Pflicht, Studierende auszubilden
und Forschung zu betreiben. Forschung in einem Universitätsspital ist
also nichts Elitäres, wie es Herr Dr. Vogt irreführend darstellt, und
die MUW ist schließlich eine der weltweit größten medizinischen
Schulen."

Der Rektor weist ausdrücklich darauf hin, dass schon mehrmals auf
die Ressourcenknappheit im AKH, fehlende ärztliche Dienstposten,
enorme Überstundenleistungen und schwer zumutbare Dienstzeiten
aufmerksam gemacht wurde: "Insgesamt fehlen 150 Ärzteposten, um dem
Abhilfe zu schaffen."

Gleichzeitig steht von Seiten des Bundes die Finanzierung des
längst ausverhandelten Kollektivvertrags für die Universitäten aus,
der gehaltsmäßig vor allem jüngeren Medizinern zugute kommt.

Klinischer Mehraufwand ist Belastung.

Im AKH wurden im Jahr 2008 erstmals mehr als 100.000 PatientInnen
stationär aufgenommen. Diese für die ostösterreichische Bevölkerung
erfreuliche Situation hat zwei Ursachen:

- die Möglichkeit der Einführung von Tageskliniken und
- die enorme Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter.

So ist diese Steigerung zustande gekommen, ohne dass dabei die
Zahl der Ärztinnen und Ärzte gestiegen ist. Allesamt sind sie aber -
wie erwähnt - nicht am AKH, sondern bei der Medizinischen Universität
angestellt und werden daher zur Gänze aus dem Universitätsbudget
finanziert.

Obwohl sie aus diesem Grund Patientenbetreuung, Forschung und
Lehre gemeinsam betreiben sollen, geht ihnen durch die jährlich
zunehmende Routinebelastung viel, wenn nicht alle Zeit auf Kosten von
Forschung und Lehre verloren, wofür die Universitäten eigentlich vom
Bund die Mittel erhalten.

MUW akquiriert Drittmittel zur Finanzierung von Ärzten

Vielmehr schießt die MUW eigene aus Forschungsförderung und
Forschungsaufträgen eingeworbene Mittel (so genannte Drittmittel)
noch zu, um die steigenden Aufgaben der Patientenbetreuung im AKH
sicher zu stellen: von den derzeit 1578 am AKH tätigen und von der
MUW finanzierten ÄrztInnen sind 121 (also bereits 7.7%!)
drittfinanziert.

Mehrkosten für Kollektivvertragserhöhung müssen vom Bund sofort
getragen werden

Zur Sicherstellung einer hochwertigen Forschung und vor allem der
Ausbildung für die weltweit meisten Medizinstudierenden an einer
Universität benötigt die MUW daher dringlich eine Abgeltung dieses
Ungleichgewichts und sieht daher dem Universitätsbudget für die
kommenden Jahre vor allem aus diesem Grund mit großer Sorge entgegen.

Dies umso mehr als insbesondere die in Ausbildung befindlichen
ÄrztInnen der MUW unterbezahlt sind, da die Mehrkosten, welche die
Universitäten für einen Kollektivvertrag vom Bund benötigen, noch
immer nicht sichergestellt sind. Bei gültigem Kollektivvertrag würde
das Einkommen dieser Personengruppe wenigstens um knapp 20% steigen.

Rückfragehinweis:

Mag.a phil. Nina Hoppe
   Leiterin Abteilung
   Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring, Fundraising
   Medizinische Universität Wien
   Spitalgasse 23, 1090 Wien
   Tel.: +43 1 40 160 - 11 502
   Fax: +43 1 40 160 911 500
   mobil: +43 664 800 16 11 501
   email:[email protected]
   www.meduniwien.ac.at/publicrelations

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