• 13.02.2009, 13:39:32
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Bundeskanzler Faymann: "Wir unterstützen offensiv den EU-Beitritt Kroatiens"

Kroatiens Ministerpräsident Ivo Sanader war zu Besuch bei Bundeskanzler Werner Faymann.

Wien (OTS) - "Österreich und Kroatien verbindet eine traditionell
gute Beziehung", erklärte Bundeskanzler Werner Faymann nach einem
ausführlichen Vieraugengespräch mit Ministerpräsident Ivo Sanader im
Bundeskanzleramt. "Die Österreicher lieben das Urlaubsland Kroatien,
viele Kroaten arbeiten in Österreich, immer mehr kommen auch hierher
zum Schifahren", so Faymann.

Die Wirtschaftsbeziehungen seien rege. "Unser Handelsvolumen mit
Kroatien hat im Jahr 2007 die Zwei-Milliarden-Euro-Grenze
überschritten. Nun werden wir auch in wirtschaftlich schwierigeren
Zeiten zusammenhalten", so der Bundeskanzler. Den EU-Beitritt
Kroatiens werde Österreich offensiv unterstützen. "Wir haben jetzt
viele Argumente näher kennengelernt, die wir auch in Brüssel
vertreten werden."

Ivo Sanader gab seiner Freude Ausdruck, in Wien mit seinem
Amtskollegen zusammentreffen zu können. "Österreich und Kroatien
verbindet eine gemeinsame Geschichte, gemeinsame Gegenwart und auch
eine gemeinsame Zukunft." Sanader dankte Faymann für die versprochene
tatkräftige Unterstützung Kroatiens bei seinen Bemühungen um den
EU-Beitritt. Die Verhandlungen mit dem Nachbarstaat Slowenien dauern
hingegen noch an: "Slowenien und Kroatien verbindet mehr als uns
trennt, wir werden unsere Aufgaben erledigen", versicherte Sanader.
Wie die Lösungen im Grenzziehungskonflikt im Detail aussehen könnten,
wollten Faymann und Sanader nicht öffentlich erörtern. Faymann: "Die
Lösungsfindung bedarf intensiver, persönlicher Gespräche. Ideen dazu
soll man sich nicht öffentlich ausrichten." Sanader ergänzte, dass
internationales Recht die Grundlage für die Lösung des
Grenzkonfliktes sein müsse, und keine politische Grenzziehung
erfolgen solle. Sanader bekräftigte, dass Österreich auch ein starker
Partner dafür sei, dass ganz Südosteuropa seine Zukunft in der
Europäischen Union finden könne. Auch Kroatien bemühe sich um eine
rasche Integration.

Sehr positiv nahm Sanader auch die Bemühungen Österreichs für die
Wirtschaftsstabilität am Balkan auf. Das Treffen der Finanzminister
in Zagreb sei sehr fruchtbar gewesen. "Österreich tut gut daran zu
sehen, wie es den Partnern geht", erläuterte der Ministerpräsident.
"Österreich ist ein großer Investor, der nun in Zeiten der Krise den
Erfolg sichern muss." Das liege auch im Interesse Kroatiens für eine
gemeinsame Zukunft.

Bundeskanzler Faymann versicherte abschließend, dass er gerne der
Einladung zu einem Gegenbesuch in Kroatien folgen werde.

Aktuelle Bilder sind kostenfrei über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at
abrufbar.

Rückfragehinweis:

Mag. Angelika Feigl
   Pressesprecherin des Bundeskanzlers
   Tel. (01) 531 15 - 2758
        0664/842 80 80

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