- 11.02.2009, 10:42:34
- /
- OTS0081 OTW0081
ÖGB-Frauen: Spezielle Konjunkturmaßnahmen für Frauen notwendig
Rasche Umsetzung der Maßnahmen gefordert
Wien (ÖGB) - Die Adaptierung der Kurzarbeit ist ein erster
wichtiger Schritt, dem aber weitere - vor allem auf Frauen
abgestimmte - Schritte folgen müssen. Kurzarbeit als Maßnahme, wirkt
derzeit vor allem in Branchen in denen überwiegend Männer arbeiten.
Zeitgleich müssen nun weitere Schritte gesetzt werden um auch Frauen
in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit abzusichern. ++++
"Der Wirtschaftskrise muss rasch entgegengewirkt werden um den
drohen Anstieg der Arbeitslosenrate einzudämmen. Wir fordern die
tatsächliche 50:50 Aufteilung der aktiven Mittel des AMS. Außer der
Förderung von Frauen in nichttraditionellen Berufen sind spezielle
Maßnahmen für Wiedereinsteigerinnen unerlässlich. Neben der
Kurzarbeit müssen Konjunkturmaßnahmen gesetzt werden, die speziell
Frauen unterstützen. Der Staat muss seine Rolle als öffentlicher
Arbeitgeber wieder verstärkt wahrnehmen. Daher ist die beschlossene
15 a-Vereinbarung zum Ausbau der Kinderbetreuung, als ein
wirkungsvolles Instrument, rasch umzusetzen und auszuweiten.",
fordert Renate Csörgits, ÖGB-Frauenvorsitzende.
Die ÖGB-Frauen erachten folgende Maßnahmen als besonders wichtig
um Frauen in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit abzusichern und
der Krise gestärkt entgegentreten.
Die "öffentliche Hand", als direkte und indirekte Arbeitgeberin,
hat eine wichtige Schlüsselfunktion. Der Staat darf nicht nur als
Kostenfaktor gesehen werden. Der österreichische Sozialstaat hat
insbesondere in den Bereichen Gesundheit, Pflege, Betreuung und
Soziales sowie in Bildung, Wissenschaft und Forschung eine wichtige
und bedeutende Rolle. Investitionen in diesen Bereichen schaffen
zusätzlich Arbeitsplätze in denen überwiegend Frauen beschäftigt
sind. Daher müssen umgehend nachhaltige bauliche Investitionen, wie
zum Beispiel Ausbau und Schaffung von Bildungseinrichtungen, von
Kinderkrippe bis Universität, getätigt werden.
Mit diesen Maßnahmen muss eine gesellschaftliche Aufwertung dieser
Berufe einhergehen. Die Erziehung und Ausbildung unserer Kinder ist
das Rückgrat unsere Gesellschaft und findet nach wie vor zu wenig
Beachtung. Daher ist in einem Großteil dieser Bereiche, in denen
vorwiegend Frauen beschäftigt sind, das Lohnniveau dementsprechend
niedrig. Ein höheres Einkommen von Frauen wirkt sich positiv auf das
Familieneinkommen aus und ermöglicht höhere Konsumausgaben.
Vermehrter Konsum kurbelt die Wirtschaft an und schafft so neue
Arbeitsplätze.
Das gesamte Forderungspaket der ÖGB-Frauen finden Sie auf
www.oegb.at/frauen.
ÖGB, 11. Februar 2009 Nr. 66
Rückfragehinweis:
ÖGB Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. (++43-1) 534 44/222
Fax.: (++43-1) 533 52 93
http://www.oegb.or.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NGB






