- 06.02.2009, 14:10:36
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AKH schmückt sich mit fremden Federn
Ärzte im AKH sind MitarbeiterInnen der Medizinischen Universität
Wien (OTS) - Knapp 10 Prozent der ÄrztInnen sind bereits durch
Drittmittel fremdfinanziert - Unterbezahlung der ÄrztInnen und
Überlastung ein Dauerproblem - Der Bund ist gefordert: mehr Mittel
für die Universität zur Sicherung der Qualität in Lehre und
Forschung.
Im AKH wurden im Jahr 2008 erstmals mehr als 100.000 PatientInnen
stationär aufgenommen. Diese für die ostösterreichische Bevölkerung
erfreuliche Situation hat zwei Ursachen:
- die Möglichkeit der Einführung von Tageskliniken und
- die enorme Leistungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter.
So ist diese Steigerung zustande gekommen, ohne dass dabei die
Zahl der der Ärztinnen und Ärzte gestiegen ist. Alle Ärztinnen und
Ärzte im AKH sind aber nicht am AKH, sondern bei der Medizinischen
Universität angestellt und werden daher zur Gänze aus dem
Universitätsbudget finanziert. Obwohl sie aus diesem Grund
Patientenbetreuung, Forschung und Lehre gemeinsam betreiben solle,
geht ihnen durch die jährlich zunehmende Routinebelastung viel, wenn
nicht alle Zeit auf Kosten von Forschung und Lehre verloren, wofür
die Universitäten eigentlich vom Bund die Mittel erhalten. Vielmehr
schießt die MUW eigene aus Forschungsförderung und
Forschungsaufträgen eingeworbene Mittel (so genannten Drittmittel)
noch zu, um die steigenden Aufgaben der PatientInnenbetreuung im AKH
sicher zu stellen: von den derzeit 1578 am AKH tätigen und von der
MUW finanzierten ÄrztInnen sind 121 (also bereits 7.7%!)
drittfinanziert.
Mehrkosten für Kollektivvertragserhöhung müssen vom Bund sofort
getragen werden
Zur Sicherstellung einer hochwertigen Forschung und vor allem der
Ausbildung für die weltweit meisten Medizinstudierenden an einer
Universität benötigt die MUW daher dringlich eine Abgeltung dieses
Ungleichgewichts und sieht daher dem Universitätsbudget für die
kommenden Jahre vor allem aus diesem Grund mit großer Sorge entgegen.
Dies umso mehr als insbesondere die in Ausbildung befindlichen
ÄrztInnen der MUW unterbezahlt sind, da die Mehrkosten, welche die
Universitäten für einen Kollektivvertrag vom Bund benötigen, noch
immer nicht sichergestellt sind. Bei gültigem Kollektivvertrag würde
das Einkommen dieser Personengruppe wenigstens um knapp 20% steigen.
Rückfragehinweis:
Mag.a phil. Nina Hoppe Leiterin Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring, Fundraising Medizinische Universität Wien Spitalgasse 23, 1090 Wien Tel.: +43 1 40 160 - 11 502 Fax: +43 1 40 160 911 500 mobil: +43 664 800 16 11 501 mailto:[email protected] www.meduniwien.ac.at/publicrelations
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