Österreichische Bekleidungsindustrie: In Krisenzeiten werden Qualitätsmarken geschätzt!

Forderungen hinsichtlich Kurzarbeit und Senkung der Lohnnebenkosten

Wien (PWK081) - "Die Wirtschaftspolitik ist gefordert,
bestmögliche Rahmenbedingungen zu schaffen!" postuliert Fachverbandsobmann Wolfgang Sima vor dem Hintergrund der internationalen Wirtschaftsentwicklung.

Positiv sei jedenfalls, dass eine längst überfällige Reform der Progression der Einkommenssteuer realisiert werde. Der Fachverband der Bekleidungsindustrie habe dies bereits im Spätsommer in Anbetracht der aufziehenden Konjunkturwolken gefordert. "Nunmehr wird in unserer Zielgruppe Mittel- und Oberschicht notwendige zusätzliche Kaufkraft geschaffen!" so Sima.

Wichtig sei aber eine Entlastung der Mitgliedsfirmen durch Vorsteuerabzugsfähigkeit aller betrieblich genützten Kfz inklusive Pkw, ebenso sollte die vorzeitige Abschreibung für diese Kfz möglich sein. Auch die Kreditvertragsgebühren seien zu beseitigen.

"Innovative Modelle für Kurzarbeit sollten für Ernstfälle bei unserer Inlandsproduktion grundsätzlich vorbereitet werden!" ergänzt Sima, "Ebenso müssten zur Senkung der Lohnnebenkosten kreative Ansätze gefunden werden."

Die Vorziehung öffentlicher Aufträge für textile Mannesausrüstung wäre sinnvoll.

Rückblickend auf 2008 hält Franz Josef Pitnik, Geschäftsführer des Fachverbandes der Bekleidungsindustrie fest, dass aufgrund der Orderrhythmen die Auswirkungen der Konjunkturentwicklung auf die österreichische Bekleidungsindustrie noch relativ gering gewesen seien. Nach vorläufigen Ergebnissen wären die Ausfuhren der stark exportorientierten Branche leicht auf zirka 2 Mrd. Euro gestiegen.

Hauptmärkte seien weiterhin BRD, Italien, Frankreich, die Schweiz und Großbritannien. Im wichtigen russischen Markt habe sich das früher starke Wachstum verringert.

Die österreichischen Bekleidungseinfuhren seien 2008 um zirka 3 % auf 4 Mrd. Euro gestiegen. Die VR China ist zweitwichtigster Lieferant (+10 %), knapp nach der BRD.

Die Situation in den Beschaffungsmärkten hat sich laut KR Sima in nicht vorhersehbarer Weise kurzfristig verändert: "In unserem Produktions-Partner-Ländern in Mittel-, Ost- und Südosteuropa hat vor einem Jahr teilweise extreme Knappheit an Näherinnen geherrscht und wurden z.B. Gastarbeiterinnen aus Moldawien und China beschäftigt! Nunmehr führt der Auslastungsrückgang öfter schon zu Beschäftigtenabbau in diesen Betrieben!"

Selbst in der chinesischen Bekleidungsindustrie kommt es seit einigen Monaten zu mittlerweile tausenden Betriebsschließungen, weil Aufträge aus den USA und Westeuropa ausfallen.

Abschließend appelliert KR Sima an die Banken, auch in den kommenden Monaten ihre gesellschafts- und wirtschaftspolitische Verantwortung wahr zu nehmen um mit ihren langjährigen Kunden gemeinsam den nächsten Aufschwung anzustreben. "Obwohl nur eine konjunkturadäquate Entwicklung der Umsätze in Heimat- und Exportmarkt für 2009 zu erwarten ist, hoffen wir gerade in diesen Zeiten bei Handel und Konsumenten als hochqualitative und verlässliche Markenanbieter eine optimale Ausgangsposition zu haben!" schließt Sima. (us)

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