- 23.01.2009, 20:34:20
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Neues Volksblatt: "Protestfront" (von Markus Ebert)
Ausgabe vom 24. Jänner 2009
Linz (OTS) - Vor ein paar Tagen erst hat Finanzminister Josef
Pröll angekündigt, dass die Ausgaben für die Universitäten, aber auch
insgesamt für Forschung und Entwicklung steigen werden. Doch
Wissenschaftsminister Johannes Hahn erscheint es zu teuer, in Linz
eine Medizinuniversität zu errichten. Abgesehen davon, dass er -
zumindest aus seiner Wiener Perspektive - den Bedarf nicht erkennen
kann, besteht wohl kein Zweifel, dass die maßgeblichen
oberösterreichischen Politiker dem Herrn Minister und seinen
Mitarbeitern in nächster Zeit ziemlich viele Papiere zukommen lassen
werden, die den Bedarf für eine Medizin-Uni belegen können.
Und was die Kosten betrifft: Gemessen an dem, wofür momentan der
Staat unter der Prämisse der Krisenbekämpfung unendlich viel Geld
locker macht, wäre eine Medizin-Uni wohl nicht der unfinanzierbarste
Brocken. Und, im Vergleich beispielsweise zu einem Koralmtunnel, wohl
auch viel sinnvoller.
Die Reaktionen auf Hahns Absage sind jedenfalls eindeutig:
Oberösterreichs Politiker quer durch alle Parteien sind nicht
gewillt, dieses Nein einfach so hinzunehmen. Die Wiener
Ministerialbürokratie, aber auch die Bundesregierung wären gut
beraten, diese Protestfront ernst zu nehmen.
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