• 22.01.2009, 11:50:32
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Geflügelwirtschaft: Käfigverbot setzt neue Maßstäbe im Tierschutz

Verurteilung von Gesetzesverstößen und Forderung nach ehrlicher Konsumenteninformation

Wien (aiz.info) - Die österreichische Geflügelwirtschaft hat sich
in den letzten Jahren überaus dynamisch entwickelt. Seit 01.01.2009
gilt in Österreich das vorzeitige Käfigverbot für Legehennen. Die
heimischen Geflügelhalter haben sich rechtzeitig auf diese Situation
eingestellt, so wurden in den letzten Jahren über EUR 100 Mio. in
neue tierfreundliche Stallungen investiert. "Unsere Bauern kümmern
sich täglich darum, dass es den Tieren gut geht. Zusätzlich besuchen
Geflügeltierärzte in regelmäßigen Abständen die Geflügelbestände und
sorgen für deren Gesundheit, die in der Datenbank des
österreichischen Geflügelgesundheitsdienstes (QGV) im Detail
dokumentiert wird", so der Obmann des österreichischen
Geflügelgesundheitsdienstes, Dr. Heimo Lassnig, in einer Aussendung.

Wie auch in den Medien in den letzten Tagen berichtet, wurden
einzelne Betriebe, die sich ab 01.01.2009 nicht an das Käfigverbot
gehalten haben, von den Behörden bereits strafrechtlich belangt. Die
Dachorganisation der Österreichischen Geflügelwirtschaft (ZAG)
verurteilt Verstöße gegen das Gesetz scharf. "Die Geflügelwirtschaft
möchte auch weiterhin ein verlässlicher Partner der Konsumenten aber
auch des Gesetzgebers bleiben. Einmal beschlossene Gesetze müssen
eingehalten werden!", so der ZAG-Vorstand.

Das endgültige "Aus" für die Käfighaltung wurde in einer
Vier-Parteien-Entscheidung im Jahr 2004 im Parlament beschlossen und
ergab sich aus dem steigenden Bedürfnis der Konsumenten nach mehr
Tierschutz. Nun sollen österreichische Konsumenten auch die
Möglichkeit bekommen, mit gutem Gewissen einzukaufen. Dazu ist
allerdings eine verpflichtende Angabe der Haltungsform der Legehennen
auf Lebensmitteln mit Eianteil und auf den Speisekarten der
Gastronomie notwendig. Ohne diese zwingende Deklaration bei
verarbeiteten Eiern in Lebensmitteln ist deren Herkunft für
Konsumenten in keiner Weise nachvollziehbar. Vielmehr könnten
Konsumenten jetzt annehmen, Eier aus artgerechter österreichischer
Produktion zu erhalten.

"Wir sind stolz darauf in Österreich im europäischen Vergleich
vorbildliche Bedingungen in der Legehennenhaltung geschaffen zu
haben", so der Geschäftsführer der EZG-Frischei, Dipl.-Ing. Benjamin
Guggenberger. "Österreichische Entscheidungsträger in Wirtschaft und
Politik müssen jetzt allerdings auch konsequent handeln. Es kann
nicht sein, dass wir im EU-Vergleich höchste Produktions-, Umwelt-
und Tierschutzauflagen einführen und dann nicht die notwendigen
Rahmenbedingungen schaffen, dass diese tierfreundlicher produzierten
Produkte eine Chance am Markt haben", so Guggenberger weiter.

Über 50% der in Österreich benötigten Eier werden in Gastronomie,
Hotellerie und der Lebensmittelindustrie abgesetzt. Diese
Käufergruppen haben in der Vergangenheit überwiegend Eier aus der
Käfighaltung zugekauft. Die Vertreter der österreichischen
Geflügelwirtschaft befürchten, dass diese billigeren Käfigeier nun im
benachbarten Ausland gekauft werden und viele österreichische
Betriebe damit ihre wirtschaftliche Existenzgrundlage verlieren.
(Schluss)

Rückfragehinweis:

DI Michael Wurzer
   ZAG - Zentrale Arbeitsgemeinschaft der
   Österreichischen Geflügelwirtschaft
   Dresdner Strasse 89/19
   1200 Wien
   Tel.: 01/334 17 21-60
   E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AIZ

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