• 20.01.2009, 08:50:37
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FPÖ-Haider zu Dienstwagenkauf bei Nationalbank: Versagen darf nicht belohnt werden

FPÖ bringt Anfrage an Finanzminister ein - ÖNB-Direktor Zöllner leistet sich Dienstfahrzeug um 140.000 Euro

Wien (OTS) - Die Nationalbank (ÖNB) - zu 70 Prozent im Besitz der
Republik und unter Aufsicht des Rechnungshofes - hat die
Generaldirektoren der heimischen Großbanken zur Sparsamkeit
aufgerufen. "Für das eigene Direktorium scheint diese Forderung
jedoch nicht zu gelten", kritisierte heute der oberösterreichische
FPÖ-NAbg. Mag. Roman Haider. Das Direktorium der Nationalbank besteht
aus vier Mitgliedern: dem Gouverneur Univ.-Prof. Dr. Ewald Nowotny,
dem Vize-Gouverneur Dr. Wolfgang Duchatczek und den beiden Direktoren
Mag. Andreas Ittner und Dr. Peter Zöllner. "Peter Zöllner leistete
sich im Angesicht der Finanzkrise ein neues Dienstfahrzeug auf Kosten
der Nationalbank, einen 7er-BMW in Stretch-Version zum Preis von Euro
140.000,-. Doch er ist nicht der einzige im Direktorium, der durch
einen Hang zu schönen Dienstwägen auffällt. Sein Kollege Wolfgang
Duchatczek fährt einen noch teureren Dienstwagen", kritisierte
Haider.

"Diese Dreistigkeit ist unglaublich. Dies findet zu einer Zeit statt,
in der der Normalbürger mit einer weltweiten Finanzkrise und deren
Auswirkungen konfrontiert ist. Des Weiteren verhandelt
Nationalbank-Gouverneur Nowotny mit der Belegschaftsvertretung, um
die kostspielige Pensionsordnung der ÖNB zu reformieren. In diesem
Zusammenhang werden die Leitwerte der Bank: Sicherheit, Stabilität
und Vertrauen, zumindest in Bezug auf "Vertrauen" zu einer Farce. Es
wird für Gouverneur Ewald Nowotny schwierig werden, einerseits die
Anschaffung derartiger Dienstautos und andererseits die Kürzung der
Pensionen der Nationalbankangestellten zu vertreten", so der
FPÖ-Nationalrat.

"Auch Aufrufe zur Mäßigung, wenn es sich um die Gehälter von
Generaldirektoren der großen heimischen Kreditanstalten handelt,
scheinen, von dieser Seite, wenig gerechtfertigt. So bezogen die
Mitglieder des Direktoriums 2007 Gehälter, die jeweils zwischen Euro
279.000,- und Euro 247.000,- liegen und insgesamt Euro 1.045.000,-
betrugen, was eine Steigerung von Euro 21.000,-gegenüber dem Vorjahr
bedeutet. Hinzu kommen noch Vergütungsansprüche, die allein 2007, wie
auf der Internetseite der ÖNB zu lesen steht, mit Euro 111.000,- zu
Buche schlugen", nannte Haider konkrete Zahlen.

Nach Ansicht des freiheitlichen Abgeordneten hat es die
österreichische Nationalbank versäumt, ihrer Pflicht nachzukommen und
die heimischen Kreditinstitute ausreichend zu kontrollieren. "Aber
selbst wenn man dieses Versagen außer Betracht lässt, ist es völlig
unvertretbar, dass ein Mitglied des Direktoriums, das nicht
unmittelbar an der Spitze der Bank steht, ein derartiges Auto
bekommt", so Haider, der abschließend ankündigte, eine entsprechende
Anfrage an den zuständigen Finanzminister bereits eingebracht zu
haben.

Rückfragehinweis:
FPÖ

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