"Hoffnungsträger Barack Obama" (Von Mario ZENHÄUSERN)

Ausgabe vom 17. Jänner 2009

Innbruck (OTS) - Noch nie haben so viele Menschen auf der ganzen Welt so große Hoffnungen auf einen Mann projiziert.

Am Dienstag legt Barack Obama den Eid als Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika ab. Ein historischer Moment, und das nicht nur, weil Obama der erste Schwarze an den Hebeln der Macht im Oval Office ist.

Das Historische an Obamas Machtübernahme ist die Tatsache, dass die ganze Welt gebannt auf diese Zeremonie schaut. Der neue starke Mann im Weißen Haus hat die Massen elektrisiert wie ein Popstar. Auch in Europa. Und er hat überall Hoffnungen geweckt. Große Hoffnungen.

Noch nie haben so viele Menschen auf allen Kontinenten so auf einen Menschen gebaut wie auf Barack Obama. Der neue US-Präsident soll nicht nur die fatalen Kriege beenden, in die George Bush Amerika und seine Verbündeten manövriert hat. Er soll die Vereinigten Staaten und damit den Rest der Welt aus den Klauen der Wirtschaftskrise befreien, der Klimaerwärmung und dem Ozonloch Einhalt gebieten, in den USA das Gesundheitssystem erneuern - die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.

Dabei übernimmt Obama das Ruder der Weltmacht USA zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Sein Land ist mit den schlechtesten Wirtschaftsprognosen seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs konfrontiert, die Arbeitslosigkeit ist auf dem höchsten Stand seit 16 Jahren und heuer werden laut Prognosen drei Millionen weitere Amerikaner ihren Job verlieren.

Kein leichter Job also für den neuen Präsidenten. Eigentlich ein Himmelfahrtskommando. Einziger, wenn auch schwacher Trost: Schlechter als sein Vorgänger kann er seine Arbeit nicht machen.

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