Walser zu Schule: "Bankrotterklärung Schmieds muss Neuanfang folgen"

Kanzler und Vizekanzler müssen Offenbarungseid leisten: Wird es eine umfassende, grundlegende Bildungsreform geben?

Wien (OTS) - "Schmieds Bekenntnis, nicht für eine flächendeckende Qualität im Schulsystem garantieren zu können, ist eine veritable Bankrotterklärung", erklärte der Bildungssprecher der Grünen, Harald Walser. "Sie ist die Folge Jahrzehnte langer, kontraprokutiver rot-schwarzer Schulkompromisse", so Walser. "Schmied bestätigt alles, was die Grünen seit Jahren trommeln. Aber es ist zu wenig, das Gute, Wahre und Schöne zu propagieren und nicht bereit zu sein die Konsequenzen zu ziehen, wie das Beispiel der sogenannten Schulversuche bei den 10- bis 14-jährigen zeigt. Diese verschlechtern das bestehende System statt Perspektiven für die Zukunft aufzuzeigen", so Walser. "Diese Bankrotterklärung muss ein Neubeginn für Österreichs Schulen sein. Ich fordere einen Offenbarungseid von Kanzler und Vizekanzler: Wird es eine umfassende, grundlegende Bildungsreform geben oder nicht?"

"Bei der Zentralmatura rennt Schmied bei den Grünen offene Türen ein", sagte der Bildungssprecher der Grünen. Er forderte allerdings eine umfassende Informationsoffensive für die LehrerInnenschaft, um nicht erneut Widerstände vor Ort zu züchten, wie es derzeit der Fall sei. Verbesserungsbedarf sieht Walser bei der geplanten Evaluation. Ergebnisse der Bildungsstandards in der 8. Schulstufe sollten zu Weiterbildungsplanung der LehrerInnen herangezogen werden. "Die derzeitige anonymisierte Analyse ist halbherzig, weil keine unmittelbaren Konsequenzen aus den Ergebnissen gezogen werden".

Rückfragen & Kontakt:

Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0008