• 13.01.2009, 12:44:34
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Mobilfunk: Österreich sollte rasch dem Beispiel Frankreichs folgen

Ärztekammer fordert Handy-Verbot für Kinder unter sechs Jahren - Nicht dem Druck der Mobilfunkindustrie nachgeben

Wien (OTS) - "Mit großer Freude" hat die Ärztekammer das von
Frankreichs Umweltminister Jean-Louis Borloo geplante Handy-Verbot
für Kinder unter sechs Jahren aufgenommen. Auch das mögliche
Werbeverbot für Kinder unter 12 Jahren stößt auf "100-prozentige
Zustimmung" beim Referenten für Umweltmedizin der Ärztekammer für
Wien, Erik Huber. ****

"Frankreich ist damit einen großen Schritt vor Österreich, wo es
nach wie vor keinen gesetzlichen Schutz vor Handy-Strahlung für
Kinder gibt", so Huber. Der Umweltmediziner fordert auch für
Österreich entsprechende gesetzliche Maßnahmen und bezieht sich dabei
auf eine schwedische Studie, wonach Kinder und Jugendliche einem
fünfmal höheren Risiko ausgesetzt sind, durch Mobiltelefone an einen
Gehirntumor zu erkranken.

Österreich müsse "möglichst rasch" dem Beispiel Frankreichs
folgen, das das erste Land sei, das die Gefahren von Handy-Strahlung,
besonders für Kinder, wirklich ernst nehme, betont Huber und sieht
sich in seinen Warnungen vor möglichen Gesundheitsgefährdungen durch
Mobilfunkstrahlen neuerlich bestärkt. "Ich würde mir auch von
österreichischen Politikern diese Entschlossenheit, für den Schutz
von Kindern zu kämpfen, wünschen." Warnungen des französischen
Umweltministeriums, wonach Jugendliche und Kinder gegenüber
Strahlungen "sensibler sind, da ihre Körper sich noch in der
Entwicklung befinden", kann sich der Umweltreferent der Ärztekammer
nur anschließen.

Bedauerlich sei, dass die vielen Warnungen engagierter
Umweltmediziner und Politiker auch in Österreich nach wie vor in
einem auffallenden Kontrast zu den Behauptungen der
Mobilfunkindustrie stehen, die weiterhin auf eine komplette
Unbedenklichkeit von Mobilfunkstrahlen beharrt. "Die Industrie setzt
noch immer bewusst auf eine Verharmlosung, während jetzt auch schon
EU-Länder die möglichen Gefahren erkannt haben", sagt Huber.

Die Ärztekammer halte daher weiterhin an ihren Warnungen vor
möglichen Schäden durch Mobilfunkstrahlen fest und bekräftigt
nochmals die wichtigsten von ihr empfohlenen Vorsorgemaßnahmen.
Huber: "So wenig und so kurz wie möglich mit dem Handy telefonieren,
das Telefon während des Gesprächsaufbaus von Kopf und Körper
fernhalten, beim Kauf eines Handys auf einen geringen SAR-Wert achten
sowie vor allem Kinder möglichst überhaupt nicht telefonieren
lassen." (KMC)

Rückfragehinweis:

Ärztekammer für Wien - Pressestelle
   Dr. Hans-Peter Petutschnig
   Tel.: (++43-1) 51501/1223 od. 0664/1014222
   Fax: (++43-1) 51501/1289
   mailto:[email protected]
   http://www.aekwien.at

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