- 12.01.2009, 12:38:11
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Glawischnig zu Bohunice: Österreich soll Notfallplan für Slowakei koordinieren
EU muss slowakische Angaben prüfen und gegebenenfalls helfen
Wien (OTS) - Eva Glawischnig, geschäftsführende Bundessprecherin
der Grünen, erneuert ihren scharfen Protest gegen die
Wiederinbetriebnahme des Reaktors Bohunice V1. "Die Gaskrise darf
nicht als Vorwand für den Weiterbetrieb des Schrottredaktors aus der
Sowjetzeit missbraucht werden, zu dessen Abschaltung die Slowakei
sich im EU-Beitrittsvertrag verpflichtet hat." Das würde einen
glatten Vertragsbruch darstellen und müsste auch entsprechend
geahndet werden.
Die slowakische Regierung begründe aber das Anfahren mit einem
drohende Blackout - also einem Totalausfall des slowakischen
Stromversorgungssystems. "Das muss von Seiten der EU jedenfalls
überprüft werden", fordert Glawischnig. Schließlich gäbe es auch ein
europäisches Strom-Verbundnetz (UCTE), das bei einem
Kraftwerksausfall Reserven zur Verfügung stellt und so einem
drohenden Blackout entgegensteuere.
Sollte es sich tatsächlich um einen akuten Versorgungsengpass
handeln, müssen die EU-Staaten Solidarität üben, fordert Glawischnig.
"Dann braucht es einen Notfallplan der EU. Ich schlage vor, dass
Österreich diesen koordiniert. Wenn ein Mitgliedstaat durch die
Gasversorgungskrise in eine akute Notlage gerät, muss er aktiv
unterstützt werden."
Rückfragehinweis:
Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, [email protected]
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