• 09.01.2009, 10:13:28
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GMTN Wimmer zu Autogipfel: Bei Maßnahmen Mitbestimmung sichern

Gemeinsam anpacken besser als jammern

Wien (GMTN/ÖGB) - Der geschäftsführende Bundesvorsitzende der
Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN), Rainer Wimmer, ist nach
dem gestrigen Branchengipfel für die Automobil- und Zulieferindustrie
"optimistisch, dass wir alle gemeinsam einen Weg aus der Krise finden
können. Aus unserer Sicht geht das aber nur mit starker Einbindung
der BetriebsrätInnen und der Gewerkschaften."++++

"Nach den gestrigen Gesprächen habe ich den Eindruck, dass allen
Beteiligten der Ernst der Lage klar ist, ohne in depressive Stimmung
zu verfallen", berichtet Wimmer. "Wir brauchen kein Jammern, wir
brauchen tatkräftige Menschen, die gemeinsam anpacken, um das Beste
für Österreich und für die ArbeitnehmerInnen aus der aktuellen
wirtschaftlichen Lage zu machen." Die GMTN sei laut Wimmer im Moment
eine der hauptsächlich betroffenen Gewerkschaften. "In vielen unserer
Betriebe gibt es schon Kurzarbeit. Wir haben dort viele engagierte,
starke Betriebsräte, die gerade in der schwierigen Lage die
Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich
vertreten."

Bestehende Möglichkeiten ausbauen

"Kurzarbeit ist unter klaren Rahmenbedingungen möglich, die aber
derzeit nicht mehr ausreichen, um die Probleme abzufangen", sagt
Wimmer. "Wir brauchen neue Modelle, wie Bildungskurzarbeit, oder auch
längere Zeiträume, in denen Kurzarbeit möglich ist. Nach den
gestrigen Gesprächen bin ich überzeugt, dass alle - Politik,
Unternehmen und Gewerkschaften - an raschen Lösungen interessiert
sind, die für die Unternehmen und für die Beschäftigten von Vorteil
sind." Um die Rechte der Beschäftigten aber gerade in der Krise
bestens zu schützen, sei für Wimmer bei der Erarbeitung neuer Modelle
die Mitbestimmung der ArbeitnehmerInnen immens wichtig. "Betriebsräte
sind besonders in schwierigen Zeiten für die Kolleginnen und Kollegen
in den Unternehmen die beste Versicherung dagegen, dass unter dem
Deckmantel der Krise Rechte abgebaut werden. Wir brauchen deshalb bei
allen Maßnahmen, die wir jetzt vereinbaren, unbedingt die
uneingeschränkte Mitsprache und Mitbestimmung der Betriebsräte und
der Gewerkschaften. Nur so ist garantiert, dass die Krise nicht auf
dem Rücken der ArbeitnehmerInnen ausgetragen wird."

ÖGB, 9. Jänner 2009 Nr. 7

Rückfragehinweis:
GMTN Presse
(01) 501 46 - 418
0664 6145 915

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