GMTN Wimmer zu Autogipfel: Bei Maßnahmen Mitbestimmung sichern

Gemeinsam anpacken besser als jammern

Wien (GMTN/ÖGB) - Der geschäftsführende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN), Rainer Wimmer, ist nach dem gestrigen Branchengipfel für die Automobil- und Zulieferindustrie "optimistisch, dass wir alle gemeinsam einen Weg aus der Krise finden können. Aus unserer Sicht geht das aber nur mit starker Einbindung der BetriebsrätInnen und der Gewerkschaften."++++

"Nach den gestrigen Gesprächen habe ich den Eindruck, dass allen Beteiligten der Ernst der Lage klar ist, ohne in depressive Stimmung zu verfallen", berichtet Wimmer. "Wir brauchen kein Jammern, wir brauchen tatkräftige Menschen, die gemeinsam anpacken, um das Beste für Österreich und für die ArbeitnehmerInnen aus der aktuellen wirtschaftlichen Lage zu machen." Die GMTN sei laut Wimmer im Moment eine der hauptsächlich betroffenen Gewerkschaften. "In vielen unserer Betriebe gibt es schon Kurzarbeit. Wir haben dort viele engagierte, starke Betriebsräte, die gerade in der schwierigen Lage die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestmöglich vertreten."

Bestehende Möglichkeiten ausbauen

"Kurzarbeit ist unter klaren Rahmenbedingungen möglich, die aber derzeit nicht mehr ausreichen, um die Probleme abzufangen", sagt Wimmer. "Wir brauchen neue Modelle, wie Bildungskurzarbeit, oder auch längere Zeiträume, in denen Kurzarbeit möglich ist. Nach den gestrigen Gesprächen bin ich überzeugt, dass alle - Politik, Unternehmen und Gewerkschaften - an raschen Lösungen interessiert sind, die für die Unternehmen und für die Beschäftigten von Vorteil sind." Um die Rechte der Beschäftigten aber gerade in der Krise bestens zu schützen, sei für Wimmer bei der Erarbeitung neuer Modelle die Mitbestimmung der ArbeitnehmerInnen immens wichtig. "Betriebsräte sind besonders in schwierigen Zeiten für die Kolleginnen und Kollegen in den Unternehmen die beste Versicherung dagegen, dass unter dem Deckmantel der Krise Rechte abgebaut werden. Wir brauchen deshalb bei allen Maßnahmen, die wir jetzt vereinbaren, unbedingt die uneingeschränkte Mitsprache und Mitbestimmung der Betriebsräte und der Gewerkschaften. Nur so ist garantiert, dass die Krise nicht auf dem Rücken der ArbeitnehmerInnen ausgetragen wird."

ÖGB, 9. Jänner 2009 Nr. 7

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