Studenten steigen auf die Bremse

Im Rahmen des EU-Wettbewerbs "ShLOW" entwickeln Studenten Projekte für mehr Verkehrssicherheit

Wien (OTS) - Das europäische Verkehrssicherheitsprogramm verfolgt das Ziel, bis zum Jahr 2010 die Zahl der Unfallopfer im Straßenverkehr um 50 Prozent zu reduzieren. "In Österreich verunglückten im Jahr 2008 allein 678 Personen im Straßenverkehr tödlich (ohne Nachmeldungen). Im Vergleich zu 2007 ist das ein Rückgang um nur zwei Prozent. Setzt sich dieser Trend fort, kann die Halbierung der Getötetenzahl in Europa frühestens 2017 erreicht werden", sagt Dipl.-Geogr. Andreas Maatz, Leiter des Bereichs Verkehr & Mobilität im Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV). Innerhalb der EU starben im Jahr 2007 43.000 Menschen bei Verkehrsunfällen, aktuellere Zahlen liegen hier nicht vor. Mehr als ein Drittel der tödlichen Unfälle wird auf nicht angemessene Geschwindigkeit zurückgeführt. Das European Traffic Safety Council (ETSC) startete daher in zehn EU-Ländern das Projekt "ShLOW - Show Me How Slow", bei dem Studierende unterschiedlicher Fachdisziplinen konkrete Maßnahmen zur Senkung der Fahrgeschwindigkeit und zur Bekämpfung des riskanten Schnellfahrens entwickeln und umsetzen.

Kleine, innovative Aktivitäten reduzieren das Unfallrisiko - und werden prämiert

Ziel ist es, auf lokaler Ebene eine Vielzahl kleinerer Projekte zu initiieren, die sich an Straßenerhalter, Gemeinden, andere Akteure des Verkehrswesens oder Unternehmen richten und die Zahl der tödlichen Unfälle durch unangemessene Fahrgeschwindigkeit reduzieren. Ausgangspunkt ist ein Vortrag über Maßnahmen zum Geschwindigkeitsmanagement, der seit dem Wintersemester 2008 in allen zehn Partnerländern an Universitäten gehalten wird. Die Studierenden erhalten dabei einen Überblick, auf dessen Basis sie konkrete Projekte zur Geschwindigkeitsbeeinflussung entwickeln und einreichen. Die fünf besten Ideen werden mit der Teilnahme an einem "Speed Management Camp" in Brüssel prämiert. Dort präsentieren Verkehrsexperten aus ganz Europa aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema Geschwindigkeit und arbeiten gemeinsam mit den Studierenden. Aus allen Projekten wird ein Gesamtsieger ausgewählt, der für ein halbes Jahr ein Praktikum beim ETSC in Brüssel absolvieren kann. "Die Studierenden erhalten die Möglichkeit, innovative Ideen zur Senkung der Fahrgeschwindigkeit praktisch umzusetzen und so die Verkehrssicherheit nachhaltig zu erhöhen. Mit vielen kleinen Aktivitäten auf lokaler Ebene werden so ein Fortschritt beim Geschwindigkeitsmanagement und ein aktiver Beitrag zur Senkung der Unfallzahlen geschaffen", schließt Maatz.

Die Bewerbungsfrist für "ShLOW - Show Me How Slow" läuft bis 28. Februar 2009. Das KfV lädt alle Studierenden in Österreich ein, sich online unter www.shlow.eu zu bewerben.

Rückfragen & Kontakt:

Bakk.phil. Elisabeth Gerstendorfer
Kuratorium für Verkehrssicherheit
Marketing & Kommunikation
Tel.: 05 77 0 77-1906
E-Mail: elisabeth.gerstendorfer@kfv.at
www.kfv.at

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