• 17.12.2008, 09:00:00
  • /
  • OTS0018 OTW0018

Leopold Museum-Jahresprogramm 2009: Von Edvard Munch bis Ernst Barlach.

Highlights und Entdeckungen im Leopold Museum

Ernst Barlach, Das Wiedersehen, 1926
(Thomas und Christus)
Holz (Sapeli-Mahagoni), mit getöntem Überzug, 90 x 38 x 25 cm
© Ernst Barlach Haus, Hamburg

Wien (OTS) - Ein überaus ambitioniertes Jahresprogramm 2009
präsentierten heute Mittwoch die beiden Direktoren Prof. Dr. Rudolf
Leopold und Mag. Peter Weinhäupl für das Leopold Museum.

Gleich zum Start ins neue Jahr gibt es, nach der erfolgreichen
Christian Schad-Ausstellung, die noch bis 6. Jänner 2009 zu sehen
ist, die ersten Höhepunkte.

"Künstlerisches Zwiegespräch"

Barlach und Kollwitz, von Gustav Peichl in Szene gesetzt.

In Kooperation mit dem Ernst Barlach Haus Hamburg - Stiftung
Hermann F. Reemtsma zeigt das Leopold Museum ab 13. Februar 2009 eine
Auswahl der besten Skulpturen und Zeichnungen des bedeutendsten
expressionistischen Bildhauers Deutschlands, Ernst Barlach. Kurator
Rudolf Leopold stellt dem Schaffen von Barlach Arbeiten von Käthe
Kollwitz gegenüber. Die sozialkritischen Werke von Barlach und
Kollwitz beschäftigen sich mit Armut und Menschen am Rande der
Gesellschaft. Und sie erzählen von Leid und Mühe der Arbeiter und
Bauern, jener Menschen, die das Fundament des Staates bilden. Durch
Berührungspunkte und Kontraste entfaltet sich ein künstlerisches
"Zwiegespräch" von höchster Qualität. Als Mitgestalter der größten
je in Österreich gezeigten Barlach-Ausstellung konnte "Ironimus" -
Architekt Prof. Gustav Peichl - gewonnen werden !

Hammerstiels Winterreise

Bereits am 6. Februar 2009 eröffnet das Leopold Museum eine Schau
zum zeichnerischen und grafischen Werk von Prof. Robert Hammerstiel.
Der Künstler, jüngst vom Stift Klosterneuburg für sein Lebenswerk mit
dem Leopold-Friedenspreis ausgezeichnet, zeigt wichtige Arbeiten rund
um den Zyklus Winterreise.

Jugendstil pur! - Der Secessionst Auchentaller

Der Sommer steht im Leopold Museum ganz im Zeichen des
Jugendstils. Das Museum widmet Josef Maria Auchentaller (1865-1949)
ab 11. Juni 2009 die erste umfassende Ausstellung in Österreich.
Auchentaller war Gründungsmitglied der Secession und Mitstreiter von
Gustav Klimt, mit dem er 1905 - als Mitglied der "Klimt-Gruppe" aus
der Vereinigung austrat. Er realisierte wunderbare Illustrationen für
die Secessionszeitschrift Ver Sacrum, entwarf elegante Werbeplakate,
u.a. für das Adriaseebad Grado, ab 1903 neuer Wohnsitz des aus einer
Südtiroler Familie stammenden Künstlers. Die Ausstellung zeigt neben
Gemälden, Zeichnungen und Plakaten auch Entwürfe für die Firmen
Scheid und Thonet, denen er verwandtschaftlich verbunden war.

Meister des Details: Leopold Hauer

Ebenfalls im Sommer zeigt das Leopold Museum eine Schau zum Werk
des Malers Leopold Hauer (1896-1984) , Sohn des bedeutenden
Kunstsammlers und Besitzers des legendären Wiener Griechenbeisl in
Wien Franz Hauer. Der anfänglich von Schiele und Egger-Lienz
beeinflusste Maler ist bekannt für seine stillen Motive und den
präzisen Blick auf das Detail.

Edvard Munch im Zentrum der Ausstellung des Jahres:

"Das Unheimliche in der Kunst"

Eine beeindruckende Schau über das Unheimliche in der Kunst rückt
den bedeutendsten norwegischen Künstler, Edvard Munch ins Zentrum. In
Kooperation mit dem Munch Museum in Oslo ist es dem Leopold Museum -
nach der erfolgreichen Schiele Ausstellung des Leopold Museum in der
norwegischen Hauptstadt - gelungen, außergewöhnliche Meisterwerke
Munchs nach Wien zu bringen, so unter anderem die Ikone "Angst" aus
dem Jahr 1894. Rund um die Bilder des Giganten der Moderne werden
Meisterwerke von Arnold Böcklin, Honoré Daumier, James Ensor, Johann
Heinrich Füssli ("Der Nachtmahr"), Max Klinger, Alfred Kubin, Gustave
Moreau, Odilon Redon, Franz von Stuck u.v.a. zu sehen sein. Der Titel
der Schau Edvard Munch und das Unheimliche in der Kunst, die ab 16.
Oktober 2009 zu sehen sein wird, ist einem berühmten Aufsatz Sigmund
Freuds aus dem Jahre 1919 entliehen, in dem er die linguistischen,
künstlerischen und psychologischen Konnotationen dieses Begriffs
untersucht. Die Intention dieses Ausstellungsprojekts ist es, die
große künstlerische Bandbreite zu zeigen, in der sich "Das
Unheimliche" in der Kunst des 19. und frühen 20. Jahrhunderts
manifestiert.

Aksel Waldemar Johannesen: Ein norwegisches Drama

Ebenfalls im Oktober stellt das Leopold Museum einen Landsmann von
Edvard Munch vor: Aksel Waldemar Johannessen (1880-1922). Das Werk
des expressionistischen Künstler ist von radikalen Themen bestimmt,
die einem norwegischen Drama entstammen könnten. Die schwere
Krankheit seiner Frau und die Alkoholsucht des Künstlers führten zu
krassen Bildfindungen. Seine Verbindungen zum Theater, so zum
bedeutenden Dichterpaar Arne und Hulda Garborg oder dem
Proletarierdichter Kristofer Uppdal beeinflussten Johannessen Werk
maßgeblich.

Die Sammlung von Fritz Trupp: Kinder-Spiel

Das Ausstellungsjahr wird durch eine Schau zur Sammlung Fritz Trupp
beendet.

Der Ethnologe Fritz Trupp sammelt Kinderspielzeug aus der Dritten
Welt, aus Afrika, Asien und Südamerika. Trotz ärmster Materialen wie
Draht und Schrott oder Holz zeugen die Spielzeuge von erstaunlicher
Kreativität und berichten von Phantasie und Lebenslust abseits der
Marktmechanismen.

Sonderausstellungen 2009
Robert Hammerstiel
Winterreise
Zeichnungen und Druckgrafiken
6. Februar bis 27. April 2009

Ernst Barlach und Käthe Kollwitz
In Kooperation mit dem Ernst Barlach Haus Hamburg -
Stiftung Hermann F. Reemtsma
13. Februar bis 25. Mai 2009

Leopold Hauer
1896 - 1984
Frühjahr / Sommer 2009

Josef Maria Auchentaller
1865 - 1949
Ein Künstler der Wiener Secession
11. Juni bis 21. September 2009

Edvard Munch und das
Unheimliche in der Kunst
16. Oktober 2009 bis 18. Jänner 2010

Aksel Waldemar Johannessen
Ein norwegisches Drama
1880 - 1922
Oktober 2009 bis Jänner 2010

KINDER-SPIEL
Sammlung Fritz Trupp
Kinderspielzeug aus fernen Ländern

Ab Dezember 2009
Weiters zu sehen:

Ständige Sammlung

Egon Schiele
Die weltweit größte und bedeutendste Sammlung
wird ab Februar 2009 neu präsentiert.
Wien 1900

Sammlung Leopold
Dauerpräsentation
Meisterwerke der Europäischen Moderne

Sammlung Thyssen-Bornemisza
Dauerleihgaben von Francesca Habsburg

Derzeit laufende Sonderausstellungen

Christian Schad
Retrospektive
nur noch bis 6. Jänner 2009

Egon Schiele. 90 Todestag
nur noch bis 11. Jänner 2009

Hilda Uccusic
Aquarelle und Zeichnungen

bis 26. Jänner 2009
Leopold Museum

im MuseumsQuartier
Museumsplatz 1, 1070 Wien

Öffnungszeiten:
täglich außer Dienstag 10-18 Uhr, Donnerstag 10-21 Uhr

Dienstag geschlossen

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM/Original Bild
Service, sowie im OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at .

Rückfragehinweis:

Mag. Klaus Pokorny
   Presse / Public Relations
   Leopold Museum-Privatstiftung
   MuseumsQuartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien 
   Tel.: 0043 1 525 70 - 1507
   Fax: 0043 1 525 70 - 1500
   [email protected]
   www.leopoldmuseum.org

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | LPM

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel