• 12.12.2008, 20:46:21
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Neues Volksblatt: "Vorgespendet" (von Christian Buchar)

Ausgabe vom 14. Dezember 2008

Linz (OTS) - Es war der heute primär in Klatschspalten und eher
unerfreulichen Wirtschaftsnachrichten präsente Karl-Heinz Grasser,
der nach langen Forderungen der Hilfsorganisationen als
Finanzminister letztlich seinen massiven Widerstand gegen die
Absetzbarkeit von Spenden aufgab. Seit 2006 liegen dazu eine
Grundsatzeinigung samt Gesetzesvorschlag vor. Jetzt will der
nunmehrige Finanzminister Josef Pröll mit der Umsetzung
erfreulicherweise Ernst machen. Das ist gut und überfällig. Denn der
ohnedies schon drastische Rückgang an Spendern wird sich mit Fortlauf
der Wirtschaftskrise wohl noch weiter verschärfen, während
gleichzeitig die Zahl Hilfsbedürftiger und damit die Anforderungen an
die Hilfsorganisationen steigt. Die Spenden-Absetzbarkeit ist da das
richtige Gegensignal zur richtigen Zeit, das sich auch für den Staat
rechnet, der die Frage nicht nur auf entfallene Steuereinnahmen
reduzieren kann und darf.
Hilfsorganisationen berichten übereinstimmend, dass es oft gerade
jene Menschen sind, die selbst nicht mit Gütern gesegnet sind, die
prozentuell gesehen besonders reichlich geben. Solch' vorgelebte
Solidarität darf sich der Staat bei der Absetzbarkeit gern zum
Vorbild nehmen.

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Neues Volksblatt
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