- 12.12.2008, 11:42:32
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Ökosoziales Forum verleiht Hans-Kudlich-Preise 2008
Vier PreisträgerInnen mit dem Hans-Kudlich-Preis für besondere Verdienste im Bereich des ländliches Raumes und der Landwirtschaft ausgezeichnet
Wien (OTS) - Martha Niederacher (Krumbach, Vorarlberg), Franz Keil
(Seeham, Salzburg), ÖkR Franz Mair (Schwanenstadt, Oberösterreich)
und die Österreichische Hagelversicherung sind die PreisträgerInnen
für den Hans-Kudlich-Preis 2008. Das Ökosoziale Forum vergibt diesen
Preis in Gedenken an den Bauernbefreier Hans Kudlich für besondere
Verdienste um den ländlichen Raum, insbesondere um die
gesellschaftliche Anerkennung der Land- und Forstwirtschaft. Die mit
2.000,- Euro dotierten Preise sind am 11.12.2008 im Rahmen einer
Feier im Marmorsaal des Lebensministeriums vom Präsidenten des
Ökosozialen Forums Franz Fischler überreicht worden.
Der Bauernsohn Hans Kudlich hat im Revolutionsjahr 1848 als
jüngstes Mitglied des österreichischen Reichstages den Antrag auf
Aufhebung der bäuerlichen Untertänigkeitsverhältnisse gestellt. Das
Gesetz trat in leicht abgeänderter Form im selben Jahr in Kraft. Die
Preise werden vom Ökosozialen Forum, der Landwirtschaftskammer
Österreich, dem Österreichischen Bauernbund und dem Österreichischen
Raiffeisenverband gestiftet. Die Preisverleihung wurde von der UNIQA
unterstützt.
Preisträgerin Martha Niederacher aus Vorarlberg
Die Hans-Kudlich-Preisträgerin Martha Niederacher aus Krumbach in
Vorarlberg reaktiviert auf kreative Weise die traditionellen
Bregenzerwälder Trachten und die damit verbundenen
Kunsthandwerks-Techniken. Durch die Gründung einer Textil-Werkstatt
im Jahr 2005 schafft Martha Niederacher neue Einkommensmöglichkeiten
für bäuerliche Haushalte. Ökonomisch gesichert ist das Projekt durch
Kooperationen mit der Wirtschaft, u. a. mit einem großen Vorarlberger
Textilunternehmen. Durch ihre Arbeit erzeugt Martha Niederacher im
besonderen Maße Verständnis für die Lebens- und Arbeitsbedingungen
vor allem von Bäuerinnen im ländlichen Raum und zeigt neue
Handlungsperspektiven auf.
Preisträger Franz Keil aus Salzburg
Franz Keil aus Seeham in Salzburg erhält den Hans-Kudlich-Preis
2008 für seine über die Funktion weit hinausgehende Arbeit als Obmann
der "Bio-Heu-Region Trumer Seenland". Er kann als "Vater" dieser
Initiative bezeichnet werden. Er trägt das Projekt, ohne sich selbst
je in den Vordergrund gestellt zu haben. Rund 215 Biobauern aus 22
Gemeinden in Salzburg und Oberösterreich haben sich in der
"Bio-Heu-Region Trumer Seenland" zusammengeschlossen und produzieren
im Jahr rund 15 Mio. Liter silofreie Milch. Projekte gemeinsam mit
dem regionalen Gewerbe und den Tourismus helfen der ländlichen
Bevölkerung zusätzlich, ihre Zukunft in der Region selbst aktiv
mitzugestalten.
Preisträger ÖkR Franz Mair aus Oberösterreich
ÖkR Franz Mair aus Schwanenstadt in Oberösterreich hat in einer
Reihe von Funktionen maßgeblich zur Verbesserung der
Lebensbedingungen im ländlichen Raum beigetragen. Im Mittelpunkt
seines jahrzehntelangen Wirkens stand das Anliegen, eine moderne
Infrastruktur bei Strom, Wasser, Abwasser und Entwässerung in Form
von genossenschaftlichen Strukturen zur Verfügung zu stellen. ÖkR
Franz Mair hat wesentlich dazu beigetragen, dass kleine dezentrale
Einheiten für die Wasserwirtschaft und Energieversorgung im
ländlichen Raum bestehen bleiben und ausgebaut werden und so die
Selbstversorgung gesichert ist. Der Preisträger hat es als
Bürgermeister, Genossenschaftsobmann und in seiner Arbeit bei OÖ
WASSER stets geschafft, die bäuerliche und nicht-bäuerliche
Bevölkerung für gemeinsame Projekte zu begeistern.
Preisträgerin die Österreichische Hagelversicherung
Die Österreichische Hagelversicherung wird mit dem
Hans-Kudlich-Preis 2008 für ihr langjähriges Engagement für den
Klimaschutz ausgezeichnet, das weit über das Kernschäft als
Versicherer hinausgeht. Den Preis hat Vorstandsdirektor KR Dr. Josef
Schmid entgegen genommen. Die Österreichische Hagelversicherung ist
der Spezialversicherer für Wetterrisiken in der Landwirtschaft.
Daraus resultiert das umfassende Engagement der Österreichischen
Hagelversicherung für den Klimaschutz. Eine Werbekampagne der
Österreichischen Hagelversicherung für den verstärkten Kauf
heimischer Lebensmittel mit kurzen Transportwegen nützt nicht nur dem
Klimaschutz, sondern erhöht auch die bäuerliche Wertschöpfung und
schafft regionale Arbeitsplätze. Die Initiative vertieft das
Verständnis der Öffentlichkeit für die Landwirtschaft und zeigt
Handlungsperspektiven für einen verantwortlichen Umgang mit den
natürlichen Lebensgrundlagen auf. Die Österreichische
Hagelversicherung spendet den Preis für ein karitatives Projekt im
landwirtschaftlichen Bereich.
Fotos von der Preisverleihung erhalten Sie auf Anfrage beim
Ökosozialen Forum. In Kürze stehen die Fotos auch zum Download auf
der Homepage www.oekosozial.at zur Verfügung.
Rückfragehinweis:
Ökosoziales Forum, Martina Baumeister, MSc
Tel.: 01/253 63 50-22 u. Mobil: 0676/64480 41
mailto:[email protected]
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