- 10.12.2008, 11:02:00
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Ärztekammer kündigt Fortsetzung ihrer Präventionskampagne an
2009 unter dem Titel "Gesund durch Vorsorge" - Letzter diesjähriger Schwerpunkt: "Demenzvorsorge"
Wien (OTS) - Im Rahmen einer Pressekonferenz der Wiener
Ärztekammer zum letzten Schwerpunkt der aktuellen Präventionskampagne
"2008 - Jahr der Gesundheitsvorsorge" forderte heute, Mittwoch,
Ärztekammerpräsident Walter Dorner einen "offeneren Umgang mit
Demenzkranken". Dazu gehöre auch, dass "geeignete Testverfahren in
die Vorsorgeuntersuchung" aufgenommen würden. Dorner kündigte zudem
die Fortsetzung der Präventionskampagne unter dem Titel "Gesund durch
Vorsorge" für 2009 an. ****
"Die Diagnose Demenz macht vielen Patienten Angst", betonte Dorner
bei der Pressekonferenz. Viele Betroffene sowie deren Angehörige
würden die Thematisierung einer beginnenden Demenz erst einmal
verweigern. Aus diesem Grund sei die Aufnahme von Testverfahren für
Menschen im Frühstadium einer Demenz in die Vorsorgeuntersuchung
"äußerst wichtig". Je früher eine Erkrankung angesprochen und
diagnostiziert werde, umso besser könnten der Betroffene sowie die
Angehörigen auf die Krankheit vorbereitet werden.
Der Ärztekammerpräsident fordert zudem, dass künftig entsprechend
geschulte Ärztinnen und Ärzte - Allgemeinmediziner, die über ein
Geriatrie-Diplom der Österreichischen Ärztekammer verfügen - so
genannte Antidementiva (= Medikamente, die symptomatisch gegen Demenz
wirken) auf Kassenleistung verschreiben dürfen.
Unterstützung in der Sache erhält Dorner von Christoph Gisinger,
ärztlicher Leiter im Haus der Barmherzigkeit und Referent für
Geriatrie der Ärztekammer für Wien. Derzeit ist die Kostenübernahme
von Antidementiva durch die Sozialversicherung an die regelmäßige
Kontrolle der Patienten durch Fachärzte für Psychiatrie geknüpft.
"Da die Krankheit immer häufiger vorkommt und die geringe Anzahl
an Psychiatern zu langen Wartezeiten für die Patienten führt, ist
diese administrative Hürde raschest zu beseitigen", erklärt Gisinger.
"Gesund durch Vorsorge" - gleiches Konzept, neue Themen
Mit 31. Dezember 2008 endet das "Jahr der Gesundheitsvorsorge",
"nicht aber das präventive Engagement der Ärztekammer in Wien",
kündigt Ärztechef Dorner eine Fortsetzung der Aktion an.
Gesundheitsvorsorge sei aus der Medizin nicht mehr wegzudenken und
habe daher einen berechtigten Stellenwert in der
Öffentlichkeitsarbeit.
"Der aktuelle Anstieg an Vorsorgeuntersuchungen in Wien zeigt uns,
dass die Wienerinnen und Wiener mehr und mehr dazu bereit sind,
präventiv zu agieren und ihre Gesundheit zu schützen", so Dorner.
Diesen Weg gelte es fortzusetzen. Dorner: "2009 führen wir das 'Jahr
der Gesundheitsvorsorge' unter dem Titel 'Gesund durch Vorsorge'
fort."
Das Konzept bleibt gleich, die Themen werden durch neue ersetzt:
1. Quartal: Allergien, 2. Quartal: Krebs, 3. Quartal: Gefahr durch
die Sonne, 4. Quartal: "Moderne" psychische Erkrankungen wie etwa
Burnout.
Während das "Jahr der Gesundheitsvorsorge" insbesondere auf Kinder
und Jugendliche in Schulen ausgerichtet war, soll 2009 ein
Schwerpunkt auf Erwachsenengesundheit gesetzt werden: "Denn wir
Erwachsenen müssen die besten Vorbilder für unsere nachkommenden
Generationen sein", betont Dorner abschließend (kp).
Rückfragehinweis:
Ärztekammer für Wien - Pressestelle Mag. Kristin Posch Tel.: (++43-1) 51501/1223 od. 0664/8109692 Fax: (++43-1) 51501/1289 mailto:[email protected] http://www.aekwien.at
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