- 28.11.2008, 16:15:30
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GMTN-Gesundheitskampagne: Unsere Gesundheit können wir nicht kaufen
60 BetriebsrätInnen bei Auftaktveranstaltung in Tirol
Wien (OTS) - Hall in Tirol/Wien (GMTN/ÖGB) "Wir starten heute hier
eine Kampagne, die in erster Linie wieder unser aller Bewusstsein
schärfen soll, dass die Gesundheit das höchste Gut ist. Ein Gut, mit
dem wir äußert sorgsam umgehen müssen", sagte Hans Weber,
Landessekretär der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) beim
Tiroler Auftakt der GMTN-Gesundheitskampagne am 28. November im
Arbeitsmedizinischen Zentrum Hall. "Denn unsere Gesundheit ist kein
Produkt mit Gewährleistung, dass wir im Supermarkt um die Ecke kaufen
können."++++
Rund 60 BetriebsrätInnen und JugendvertrauensrätInnen aus Tirol waren
der Einladung der GMTN gefolgt, um mehr über den Ablauf, die
Schwerpunkte und ihre Mitwirkungsmöglichkeiten bei der
Gesundheitskampagne zu erfahren. In seinen Grußworten hieß Dr. Egmont
Baumgartner die TeilnehmerInnen "in seinem Haus", dem
Arbeitsmedizinischen Zentrum Hall, herzlichen willkommen: "Ich freue
mich besonders, dass diese Veranstaltung hier stattfindet. Denn ich
sehe sie als neuen Knüpfpunkt, um die Zusammenarbeit zwischen der
Gewerkschaft und diesem Institut wieder zu intensivieren und zu
verbessern", sagte Baumgartner.
Zwtl. Von betrieblicher Gesundheitsförderung profitieren
ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen
"Betriebliche Gesundheitsförderung ist eine Win-Win-Situation",
erklärte Dr. Bernhard Ravelli, Oberarzt im Arbeitsmedizinischen
Zentrum Hall, in seinem anschließenden Referat. Die Beschäftigten, so
Ravelli, würden von verminderten Belastungen und höherer
Arbeitszufriedenheit profitieren; der Betrieb von gesünderen
MitarbeiterInnen, geringeren Arbeitsausfallzeiten, aber auch von
langjährigen, älteren ArbeitnehmerInnen mit viel Erfahrung und
Know-how. "Darum ist es für mich so erstaunlich, dass man immer
wieder frische Impulse zur betrieblichen Gesundheitsförderung geben
muss", sagte Ravelli. Er strich in seinem Referat auch die steigenden
psychischen Belastungen hervor, mit denen ArbeitnehmerInnen heute
konfrontiert sind. "Psychische Belastungen, beispielsweise Stress,
aber auch Monotonie, sind schwer fass- und messbar", sagte Ravelli.
Zu versuchen, diese Belastungen zu vermeiden bzw. zu vermindern, sei
für ihn ein gutes neues Gebiet der Gesundheitsvorsorge im Betrieb.
Zuletzt wies Ravelli darauf hin, wie wichtig BetriebsrätInnen und
JugendvertrauensrätInnen für die Arbeitsmedizin sind: "Sie sind jene,
die die Arbeitsbedingungen im Betrieb ganz genau kennen und sie haben
das Vertrauen der Belegschaft. Damit sind sie die wichtigen Partner
für Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner, die für eine
Zusammenarbeit dankbar sind."
Zwtl. Seminare bilden zu "Gesundheitsvertrauenspersonen" aus
"Gesundheitsprävention, also die Vorsorge, muss für uns im
Vordergrund stehen, nicht die Rehabilitation", leitete Gabriele Kuta,
GMTN-Expertin für Arbeitstechnik, ihre Vorstellung der
GMTN-Gesundheitskampagne ein, die auf fünf thematischen Schwerpunkten
beruht: arbeitsbedingte Erkrankungen, Arbeitsunfälle und
Berufskrankheiten, Arbeitszeit und ihre Auswirkungen auf die
Gesundheit, alternsgerechtes Arbeiten und gesundes Verhalten bei der
Arbeit. Gemeinsam werden BetriebsrätInnen, JugendvertrauensrätInnen,
Sicherheitsvertrauenspersonen, BehindertenvertreterInnen und
Gewerkschaft im Rahmen der GMTN-Gesundheitskampagne ein Paket gegen
arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken und -gefahren schnüren. "Jede
arbeitsbedingte Erkrankung und jeden Arbeitsunfall zu vermeiden, ist
keine Utopie. Mit viel Vertrauen und Mut sollten wir gemeinsam
unbeirrbar auf dieses Ziel zugehen", sagte Kuta. Dafür seien das
Wissen von Grundlagen sowie neue Ideen und Erkenntnisse notwendig.
Aus diesem Grund umfasst die GMTN-Gesundheitskampagne Seminare, in
denen BetriebsrätInnen und JugendvertrauensrätInnen zu
"Gesundheitsvertrauenspersonen" ausgebildet werden, mehrere
Themenveranstaltungen, eine Befragung der ArbeitnehmerInnen in
Zusammenarbeit mit dem IFES sowie umfassendes Informationsmaterial
und Gesundheitstage in den Betrieben.
Bis ins Jahr 2010 sind mit der GMTN-Gesundheitskampagne viele
Aktionen geplant. Alle Kampagneninfos und Downloads finden Sie unter:
www.gmtn.at/gesundheit
Die GMTN-Gesundheitskampagne wird unterstützt von: Hauptverband der
Österreichischen Sozialversicherungsträger, Bundesministerium für
Soziales und Konsumentenschutz, Allgemeine
Unfallversicherungsanstalt, Pensionsversicherungsanstalt,
Gebietskrankenkassen und Arbeiterkammern.
ÖGB, Nr. 711
Rückfragehinweis:
Rückfragen:
Claudia Felix-Marks, GMTN
Tel. (01) 501 46 241, Mobil: 0664 6145 916
[email protected]
www.gmtn.at
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