GMTN-Gesundheitskampagne: Unsere Gesundheit können wir nicht kaufen

60 BetriebsrätInnen bei Auftaktveranstaltung in Tirol

Wien (OTS) - Hall in Tirol/Wien (GMTN/ÖGB) "Wir starten heute hier eine Kampagne, die in erster Linie wieder unser aller Bewusstsein schärfen soll, dass die Gesundheit das höchste Gut ist. Ein Gut, mit dem wir äußert sorgsam umgehen müssen", sagte Hans Weber, Landessekretär der Gewerkschaft Metall-Textil-Nahrung (GMTN) beim Tiroler Auftakt der GMTN-Gesundheitskampagne am 28. November im Arbeitsmedizinischen Zentrum Hall. "Denn unsere Gesundheit ist kein Produkt mit Gewährleistung, dass wir im Supermarkt um die Ecke kaufen können."++++

Rund 60 BetriebsrätInnen und JugendvertrauensrätInnen aus Tirol waren der Einladung der GMTN gefolgt, um mehr über den Ablauf, die Schwerpunkte und ihre Mitwirkungsmöglichkeiten bei der Gesundheitskampagne zu erfahren. In seinen Grußworten hieß Dr. Egmont Baumgartner die TeilnehmerInnen "in seinem Haus", dem Arbeitsmedizinischen Zentrum Hall, herzlichen willkommen: "Ich freue mich besonders, dass diese Veranstaltung hier stattfindet. Denn ich sehe sie als neuen Knüpfpunkt, um die Zusammenarbeit zwischen der Gewerkschaft und diesem Institut wieder zu intensivieren und zu verbessern", sagte Baumgartner.

Zwtl. Von betrieblicher Gesundheitsförderung profitieren ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen

"Betriebliche Gesundheitsförderung ist eine Win-Win-Situation", erklärte Dr. Bernhard Ravelli, Oberarzt im Arbeitsmedizinischen Zentrum Hall, in seinem anschließenden Referat. Die Beschäftigten, so Ravelli, würden von verminderten Belastungen und höherer Arbeitszufriedenheit profitieren; der Betrieb von gesünderen MitarbeiterInnen, geringeren Arbeitsausfallzeiten, aber auch von langjährigen, älteren ArbeitnehmerInnen mit viel Erfahrung und Know-how. "Darum ist es für mich so erstaunlich, dass man immer wieder frische Impulse zur betrieblichen Gesundheitsförderung geben muss", sagte Ravelli. Er strich in seinem Referat auch die steigenden psychischen Belastungen hervor, mit denen ArbeitnehmerInnen heute konfrontiert sind. "Psychische Belastungen, beispielsweise Stress, aber auch Monotonie, sind schwer fass- und messbar", sagte Ravelli. Zu versuchen, diese Belastungen zu vermeiden bzw. zu vermindern, sei für ihn ein gutes neues Gebiet der Gesundheitsvorsorge im Betrieb. Zuletzt wies Ravelli darauf hin, wie wichtig BetriebsrätInnen und JugendvertrauensrätInnen für die Arbeitsmedizin sind: "Sie sind jene, die die Arbeitsbedingungen im Betrieb ganz genau kennen und sie haben das Vertrauen der Belegschaft. Damit sind sie die wichtigen Partner für Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmediziner, die für eine Zusammenarbeit dankbar sind."

Zwtl. Seminare bilden zu "Gesundheitsvertrauenspersonen" aus

"Gesundheitsprävention, also die Vorsorge, muss für uns im Vordergrund stehen, nicht die Rehabilitation", leitete Gabriele Kuta, GMTN-Expertin für Arbeitstechnik, ihre Vorstellung der GMTN-Gesundheitskampagne ein, die auf fünf thematischen Schwerpunkten beruht: arbeitsbedingte Erkrankungen, Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten, Arbeitszeit und ihre Auswirkungen auf die Gesundheit, alternsgerechtes Arbeiten und gesundes Verhalten bei der Arbeit. Gemeinsam werden BetriebsrätInnen, JugendvertrauensrätInnen, Sicherheitsvertrauenspersonen, BehindertenvertreterInnen und Gewerkschaft im Rahmen der GMTN-Gesundheitskampagne ein Paket gegen arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken und -gefahren schnüren. "Jede arbeitsbedingte Erkrankung und jeden Arbeitsunfall zu vermeiden, ist keine Utopie. Mit viel Vertrauen und Mut sollten wir gemeinsam unbeirrbar auf dieses Ziel zugehen", sagte Kuta. Dafür seien das Wissen von Grundlagen sowie neue Ideen und Erkenntnisse notwendig. Aus diesem Grund umfasst die GMTN-Gesundheitskampagne Seminare, in denen BetriebsrätInnen und JugendvertrauensrätInnen zu "Gesundheitsvertrauenspersonen" ausgebildet werden, mehrere Themenveranstaltungen, eine Befragung der ArbeitnehmerInnen in Zusammenarbeit mit dem IFES sowie umfassendes Informationsmaterial und Gesundheitstage in den Betrieben.

Bis ins Jahr 2010 sind mit der GMTN-Gesundheitskampagne viele Aktionen geplant. Alle Kampagneninfos und Downloads finden Sie unter:
www.gmtn.at/gesundheit

Die GMTN-Gesundheitskampagne wird unterstützt von: Hauptverband der Österreichischen Sozialversicherungsträger, Bundesministerium für Soziales und Konsumentenschutz, Allgemeine Unfallversicherungsanstalt, Pensionsversicherungsanstalt, Gebietskrankenkassen und Arbeiterkammern.

ÖGB, Nr. 711

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