Hofer: Sachverhaltsdarstellung an Staatsanwaltschaft eingebracht

Wurde vom AUA-Management unternehmensschädigendes Missmanagement praktiziert?

Wien (OTS) - "Die AUA ist entgegen der aktuellen Darstellung kein Konkursfall. Allerdings sind in den letzten beiden Jahren von Seiten des Managements Maßnahmen gesetzt worden, die den Schluss nahe legen, dass möglicherweise strafrechtlich relevante Änderungen in der Bilanz vorgenommen wurden. Betrachte man die Maßnahmen der vergangenen zwei Jahre, so könne man zu dem Schluss gelangen, die AUA sei bewusst beschädigt worden", erklärt der freiheitliche Luftfahrtsprecher NAbg Norbert Hofer. Der Verkaufsprozess bestätige diesen Verdacht eindrucksvoll. "Um hier eine Klärung herbeizuführen, habe ich heute eine Sachverhaltsdarstellung an die Staatsanwaltschaft abgeschickt", so Hofer.

Es soll ein Gutachten geben, welches eine ‚Stand-alone-Lösung’ unmissverständlich als nicht zukunftsfähig dargestellt hat. AUA-Chef Ötsch und Aufsichtsratsvorsitzender Michaelis kannten dieses Gutachten, haben es aber zurückgehalten. "Es stellt sich nun die Frage, aus welchem Grund dies geschah. Dies und anderes mehr erwarte ich mir im Zuge dieser Sachverhaltsdarstellung geklärt zu bekommen", betont Hofer.

So soll es in den letzen zwei Jahren Aufträge an Beratungsfirmen für Consultingleistungen in Höhe von 12 Millionen Euro gegeben haben. "Auch dazu gibt es offene Punkte: "Was haben diese Unternehmen der AUA geraten und wie wurden diese Ergebnisse umgesetzt", möchte Hofer gerne wissen.

Ein weiterer Kritikpunkt liegt für Hofer in der Einstellung der Langstreckenflüge nach Australien, obwohl die Auslastung bei 90 Prozent gelegen hat. Dabei wurden zwar etwa 400 Personen an fliegendem und technischem Personal freigesetzt, jedoch in der Verwaltung wurden keine personellen Einsparungen umgesetzt.

"Das Verkaufsverfahren ist ebenso einer gesonderten Überprüfung seitens der Staatsanwaltschaft zu unterziehen, da nicht von der Hand zu weisen ist, dass andere Bieter schlechter informiert waren als die Lufthansa", betont Hofer. "Unvorstellbar scheint es in diesem Zusammenhang, dass es Interessenten aus Österreich gab, die nicht einmal angehört wurden - und das, obwohl doch vorgeblich auf eine österreichische Kernlösung gesetzt wurde. Das ist für mich völlig unverständlich", so der freiheitliche Luftfahrtsprecher.

Abschließend hält Hofer fest: "Die Republik wird der AUA eine halbe Milliarde Euro Steuergeld zuschießen, um die Bedingungen der Lufthansa zu erfüllen. Dies widerspricht klar den EU-Wettbewerbsregeln. Das muss den Herrn Ötsch und Michaelis bekannt sein. Der Verdacht liegt nahe, dass seitens des AUA-Managements und der ÖIAG-Verantwortlichen fahrlässiges, möglicherweise vorsätzlich unternehmensschädigendes Missmanagement praktiziert wurde. Dieser Verdacht ist im Sinne der österreichischen Steuerzahler zu klären, weshalb ich heute diese Sachverhaltsdarstellung eingebracht habe."

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