- 27.11.2008, 09:45:04
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GPA-djp-Stein: Finanzmarktkrise bestätigt Überlegenheit des gesetzlichen Pensionssystems
Zweite Säule nur als Zusatzpension zu einer starken ersten Säule
Wien (GPA-djp/ÖGB) - "Während als Folge der Finanzmarktkrise
reihenweise die kapitalgedeckten Pensionssysteme kollabieren, erweist
sich das gesetzliche Umlagesystem als das überlegene System der
Pensionssicherung. Betriebspensionen sind bestenfalls als
Zusatzpension zu einer starken ersten Säule denkbar", so die
Bundesgeschäftsführerin der Gewerkschaft der Privatangestellten,
Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Dwora Stein anlässlich einer
gemeinsamen Veranstaltung von AK und GPA-djp zu "Pensionskassen in
Zeiten der Finanzmarktkrise".++++
"Insbesondere geht es darum, rückwirkend die Garantie für die
gesetzliche Mindestverzinsung wieder einzuführen", fordert Stein. "Es
stellt sich immer mehr heraus, dass die derzeitige Architektur der
Pensionskassen grundlegend überdacht und reformiert werden muss. Wir
brauchen eine ausgewogene Aufteilung der Finanzmarktrisken zwischen
Anwartschaftsberechtigten, Arbeitgebern und Pensionskassen. Derzeit
werden die Risken fast ausschließlich von den Anwartschafts- und
Leistungsberechtigten getragen. Gerade jetzt geht es darum, nicht
noch mehr Geld in die zweite Säule zu pumpen, sondern die erste Säule
zu sichern und auszubauen und die Pensionskassen grundlegend zu
reformieren. Nur die erste Säule ist ein solides Fundament, das auch
Krisenzeiten übersteht. Jetzt sollten auch die letzten verstanden
haben, dass die Abhängigkeit der Alterssicherung von den
Kapitalmärkten für die Menschen desaströse Auswirkungen hat", so
Stein abschließend.
ÖGB, 27. November 2008 Nr. 703
Rückfragehinweis:
GPA-djp Mag. Martin Panholzer Tel.: 05 0301-21511 Mobil: 05 0301-61511 E-Mail: [email protected] http://www.gpa-djp.at
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