- 25.11.2008, 11:52:37
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Mehr Ressourcen, mehr Autonomie und mittelfristig ein Campus für die Medizinische Universität Wien
Rektor Univ. Prof. Dr. Wolfgang Schütz und Unirat Dr. Erhard Busek nehmen Stellung zur Regierungsvereinbarung in Sachen Wissenschaft.
Wien (OTS) - "Die Regierungsvereinbarung", so Dr. Erhard Busek und
Dr. Wolfgang Schütz, Rektor der Medizinischen Universität Wien,
"spiegelt die Situation wider: ehrgeizige Ziele, aber keine Mittel
für die Wissenschaft. Zwar ist festgeschrieben, dass 2 Prozent des
BIP für universitäre Forschung ausgegeben werden sollen, aber es
steht nicht einmal drinnen, bis wann. Zudem kann diese Summe auch aus
privaten und staatlichen Mitteln erreicht werden."
Schütz sieht mittelfristig "eine Ausdünnung der
Grundlagenforschung und die Stärkung der 'Lehruniversitäten'
zugunsten der Forschung. Wir werden noch stärker zur Akquisition von
Drittmitteln gezwungen werden als bisher, mit allen damit verbundenen
Problemen."
Weniger Autonomie?
Dr. Schütz weist darauf hin, dass die Regierungsvorlage (und die
Novellierung des UG) zwar eine Stärkung der Autonomie der
Universitäten vorsehe, dass aber drei von fünf Punkten dem
zuwiderlaufen: verpflichtende Studentenorientierungsphase,
Einbehaltung von Mitteln durch das Ministerium und zwangshafte
Erhöhung der Studierendenzahlen an den medizinischen Universitäten.
Erhöhung der Studierendenzahlen so nicht verkraftbar
Dr. Busek verweist darauf, dass in der immer noch geltenden
Novellierung die Erhöhung der Studienbeginnerzahlen um mehr als 1.000
"nicht durchführbar ist. Die derzeitige Vorlage sieht zwar lediglich
eine Steigerung der Gesamtzahl auf 2.000 bis zum Jahre 2015 vor, wird
aber auch nicht ohne beträchtliche Mittelerhöhungen vor sich gehen
können."
Busek sprach dabei auch von der "Notwendigkeit einer Perspektive
für die Medizinische Universität Wien: Wir bräuchten einen zentralen
universitären Campus, damit die MUW sich weiterentwickeln und das
derzeitig hohe Forschungsniveau halten kann." Dem schließt sich Dr.
Schütz an und verweist darauf, dass die MUW "sechs FWF-Projekte
betreibe. Das leistet sonst keine Universität in Österreich. Wir
brauchen dazu aber das notwendige wissenschaftliche Personal."
Rückfragehinweis:
Mag.a phil. Nina Hoppe Leiterin Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring, Fundraising Medizinische Universität Wien Spitalgasse 23 1090 Wien Tel.: +43 1 40 160 - 11 502 Fax: +43 1 40 160 911 500 mobil: +43 664 800 16 11 501 email:nina.hoppe@meduniwien.ac.at www.meduniwien.ac.at/publicrelations
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